Hürdenläufer Andreas Kölbl vom TSV Penzberg überquert mit dem rechten Bein ein Hindernis.
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Hürden-Spezialist: Andreas Kölbl vom TSV Penzberg (hier eine Aufnahme von 2019 aus Germering).

Leichtathletik

Johannes Trefz und Andreas Kölbl vom Regen ausgebremst

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Bei der Sparkassen-Gala in Regensburg sorgte Sprinterin Rebekka Haase (11,11 Sek. über 100 m) für ein Highlight. Die Athleten aus dem Landkreis wurden (zunächst) vom Regen gestoppt.

Regensburg - Das Teilnehmerfeld „ist eines deutschen Meisterschaftsfinales würdig“, verkündete der Kommentator des Livestreams. Der erste 400-Meter-Zeitlauf bei der Sparkassen-Gala in Regensburg vereinigte in der Tat die derzeitigen nationalen Größen der Viertelmeiler-Szene. Unter ihnen befand sich auch der Weilheimer Johannes Trefz, der Titelträger der Jahre 2016 bis 2018. Schade nur, dass das Wetter nicht so mitspielte.

Am späteren Nachmittag ging über der Sportanlage am Weinweg ein heftiger Platzregen hernieder. Die Wettkämpfe mussten um rund eine Stunde unterbrochen, die Bahn vom Wasser befreit werden. Die 400-Meter-Läufe waren erst nach der Pause an der Reihe. Angesichts der Bedingungen waren absolute Topzeiten nicht zu erreichen. Das Quintett um Trefz und den amtierenden deutschen Meister Manuel Sanders (LG Olympia Dortmund) zeigte dennoch einen beachtlichen Auftritt. Marvin Schlegel (LAC Chemnitz) überquerte nach 46,44 Sekunden als Erster die Ziellinie. Trefz, im Trikot des TSV Gräfelfing laufend, belegte mit 47,15 Sekunden den vierten Rang. Aus den anderen Zeitläufen kam kein Teilnehmer an die Zeiten der Arrivierten heran.

Mit der in Regensburg erzielten Zeit steht Johannes Trefz in der aktuellen deutschen DLV-Bestenliste über die Stadionrunde an der vierten Stelle. Der einzige, der bislang unter 46 Sekunden geblieben ist, ist Regensburg-Sieger Schlegel: Er lief Anfang Juli in Berlin 45,97 Sekunden. Einige Tage vor dem Start in Regensburg war Trefz beim Abendsportfest im Münchener Dantestadion auf den „Unterdistanzen“ gelaufen. Über 100 Meter (11,14) und 200 Meter (21,84) hatte er sich im Vergleich zum Wettkampf davor deutlich verbessert.

Vom TSV Penzberg war Andreas Kölbl bei der Sparkassen-Gala in Aktion. Auch seine Disziplin, die 400 Meter Hürden, war vom Regen beeinträchtigt. Erst weit nach 18 Uhr fanden die Läufe statt. Kölbl wollte eigentlich seine Bestzeit (52,97 Sekunden) verbessern, was ihm nicht gelang. Er gewann zwar sein Rennen, blieb mit 53,01 Sekunden (8. Gesamtplatz) aber über seinem Rekord.

Die Formkurve zeigt nach oben: Johannes Trefz (hier beim Abendsportfest in München) hat sich zuletzt auf allen Sprintstrecken gesteigert.

Im Lauf musste er die erste Hürde mit dem schwächeren linken Bein überqueren. Der Grund war, das er zuletzt deutlich schneller geworden ist „und deshalb einen Schritt weniger zur ersten Hürde gebraucht hatte“, so Coach Markus Brennauer. Im Training wäre das sicher aufgefallen, doch das Penzberger Stadion ist wegen eines defekten Blitzableiters gesperrt (wir berichteten). So blieb der Umstand bislang unbemerkt.

Immerhin: Kölbl darf bei der deutschen Meisterschaft (8./9. August) starten. Der DLV hat eine „bereinigte Bestenliste“ veröffentlicht, auf der nur die Athleten stehen, die auch tatsächlich für die DM gemeldet haben. Und da liegt er als Zwölfter unter den 16 Sportlern, die teilnehmen dürfen. Ansonsten steht Kölbl an 20. Stelle

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