Johannes Trefz (hier bei der deutschen Meisterschaft 2020 in Braunschweig) gehört zum DLV-Aufgebot bei den „World Relays“ in Polen.
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Für Deutschland im Einsatz: Johannes Trefz (hier bei der deutschen Meisterschaft 2020 in Braunschweig) gehört zum DLV-Aufgebot bei den „World Relays“ in Polen.

LEICHTATHLETIK

Johannes Trefz: Über die „World Relays“ zu Olympia

  • Paul Hopp
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Zwei bayerische Leichtathleten sind für die „World Athletics Relays“ im polnischen Chorzów (1./2. Mai) nominiert worden – und einer davon kommt aus Weilheim. Johannes Trefz ist in der Mixed-Staffel aufgeboten - und hofft auf Olympia.

Weilheim - Zwei bayerische Leichtathleten sind für die „World Athletics Relays“ im polnischen Chorzów (1./2. Mai) nominiert worden – und einer davon kommt aus Weilheim. Johannes Trefz, der für den TSV Gräfelfing startet, steht neben der amtierenden deutschen 60-Meter-Hallenmeisterin Amelie-Sophie Lederer (LG Stadtwerke München) im Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Wettkämpfe, die inoffiziell als „Staffel-Weltmeisterschaft“ gelten. 

Die Relays sind in diesem Jahr für viele Athleten Saison-Auftakt und Standortbestimmung, aber sie sind zugleich eine Chance auf eine Olympia-Qualifikation. Um sicher einen Startplatz für Tokio zu ergattern, ist für jede Staffel in ihrem Wettkampf ein Platz unter den besten acht bei den „World Relays“ nötig. Daneben ist es noch möglich, sich über eine gute Zeit (also die Weltrangliste) für Olympia zu qualifizieren. Im Falle Deutschlands hat sich die Frauen-Staffel über 4 x 100 Meter schon vorab einen Startplatz in Tokio gesichert. In Polen gilt es nun für die Sprint-Staffel der Männer sowie die drei deutschen Staffeln über 4 x 400 Meter (Männer, Frauen, Mixed), das Ticket zu lösen. Die Konkurrenz ist allerdings groß, alle Top-Nationen sind am Start.

Johannes Trefz in der Mixed-Staffel aufgeboten

Der ehemalige, mehrfache deutsche 400-Meter-Meister Trefz (28) steht im Aufgebot für die Mixed-Staffel. Nominiert sind obendrein Hannah Mergenthaler (MTG Mannheim), Manuel Sanders (LG Olympia Dortmund), Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg) und Luna Thiel (VfL Eintracht Hannover). Amelie-Sophie Lederer ist für die 4 x 100-Meter der Frauen nominiert. Dazu gehören Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Yasmin Kwadwo (LC Paderborn), die deutsche 100-Meter-Meisterin Lisa-Marie Kwayie (Neuköllner SF), Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) und Jessica-Bianca Wessolly (MTG Mannheim).

Die „World Relays“ gibt es seit 2014. Dreimal wurden sie in Nassau auf den Bahamas ausgetragen (2014, 2015, 2017). Die vierte Auflage fand 2019 in Yokohama (Japan) statt, nachdem die Veranstalter auf den Bahamas wegen Finanzierungsproblemen zurückziehen mussten. Johannes Trefz war bislang dreimal bei der Staffel-WM dabei, und das jeweils über 4 x 400 Meter der Männer. 2015 sprang im B-Finale der dritte Platz heraus (3:04,90 Minuten), im Jahr 2017 wurde die DLV-Equipe im B-Finale Sechste (3:09,53). In Yokohama qualifizierten sich die Deutschen in der Besetzung Marc Koch, Patrick Schneider, Manuel Sanders und Johannes Trefz als Fünfte ihres Vorlaufs (3:06,03) für das B-Finale. Dort erreichten Tobias Lange, Torben Junker, Schneider und Trefz mit Saison-Bestzeit (3:05,35) den sechsten Platz. Ein Rang unter den besten zwei des B-Finales hätte damals die Qualifikation für die Leichtathletik-WM in Doha bedeutet.

Der DLV holte bei den „World Relays“ bislang sechs Medaillen (1 Gold/1 Silber/4 Bronze). Am besten lief es 2017: Die Frauen über 4 x 100 Meter gewannen in Weltjahresbestleistung (42,84 Sekunden) in der Besetzung Alexandra Burghardt, Lisa Mayer, Tatjana Pinto, Rebekka Haase die Goldmedaille. Und über die 4 x 200 Meter der Frauen holten Lara Matheis, Pinto, Haase und Gina Lückenkemper in 1:30,68 Minuten die Silber-Plakette.

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