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So ein Ironman-Triathlon bedeutet auch leiden: Stefan Schmid mit nicht ganz entspannten Gesichtszügen.

Vierter bei "MetaMan" in Indonesien

Magenprobleme kosten Schmid den Podestplatz

Peißenberg - Den angestrebten Podestplatz hat Triathlon-Profi Stefan Schmid beim "MetaMan" in Indonesien verpasst. Dennoch kehrt der Peißenberger mit einem guten Gefühl zurück.

Stefan Schmid war nach dem Wettkampf nur relativ kurz enttäuscht. Zwar hatte der Triathlon-Profi aus Peißenberg sein großes Ziel verfehlt, beim „MetaMan“ in Indonesien auf der Ironman-Distanz einen Podestplatz zu holen. Allerdings hatte Schmid eigenem Bekunden nach „eine hervorragende Leistung“ gezeigt. Trotz Magenproblemen, die ihn beim abschließenden Laufen arg behinderten, belegte der 27-Jährige den vierten Platz.

Das Fazit der Reise nach Fernost fällt „positiv aus“, sagte Schmid. Aus Bintan reiste der Profi mit der Erkenntnis ab: „Ich werde in jeder Disziplin besser.“ Schmid war schnell unterwegs. Die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen absolvierte er in 8:37:33 Stunden – und das bei tropischen Temperaturen wohlgemerkt. Angesichts der positiven Eindrücke rückten die Strapazen schon einen Tag nach dem Wettkampf in den Hintergrund. „Ich bin schon wieder heiß“, sagte Schmid. Gut möglich, dass er seine Saisonplanung überarbeitet und schon wieder im November statt wie bisher geplant im Dezember einen Ironman in Angriff nimmt. „Ich bin nicht bereit, so lange zu warten“, sagt Schmid.

Wäre in Bintan der Wettbewerb für Schmid ohne Magenprobleme zu Ende gegangen, „wäre sehr, sehr viel möglich gewesen“, ist der Peißenberger sicher. Mehrmals musste er während des Marathons „das Dixi aufsuchen“. Insgesamt kostete ihn das rund sieben Minuten, hat der Peißenberger zusammengerechnet. Auf den Dritten, Frederik Croneborg (Schweden), hatte der Peißenberger am Ende 2:29 Minuten Rückstand. Der Zweitplatzierte, Courtney Ogden (Australien), kam auch nur 5:30 Minuten vor Schmid ins Ziel. Der Sieger, Cameron Brown (Neuseeland) kam auf eine Gesamtzeit von 8:28:21 Stunden und war damit gute neun Minuten schneller als der Deutsche.

Zum Auftakt lieferte Schmid das „Schwimmen meines Lebens“ ab. Mit zwei Minuten Rückstand auf die Konkurrenz hatte er gerechnet, mit nur vier Sekunden Rückstand auf Croneborg kam er als Zweiter nach 55:12 Minuten aus dem Wasser. Das Radfahren lief danach ebenfalls „perfekt“, auch wenn große Schwüle und später sintflutartiger Rennen die Teilnehmer forderte. Mit 4:36:10 Stunden schaffte Schmid die schnellste Radzeit. Als Erster lief er in die Wechselzone, die anderen Favoriten waren allerdings nur wenige Sekunden hinter ihm. „Ich war guter Dinge. Ich dachte: Wenn alles glatt läuft, ist das Podium drin“, sagte der Peißenberger.

Mit einer Kilometerzeit von 4:09 Minuten ging er den Marathon an. In der zweiten Runde dann traten urplötzlich die Magenprobleme auf. Dennoch war der 27-Jährige weiter flott unterwegs, seine Kilometerzeit pendelte durchschnittlich zwischen 4:37 und 4:21 Minuten. Am Ende betrug seine Marathonzeit respektable 3:03:40 Stunden.

Warum der eigene Körper ohne Vorwarnung so plötzlich Zicken machte, muss Schmid erst noch mit seinem Trainer analysieren. „Meinen Ernährungsplan habe ich jedenfalls strikt durchgezogen.“ Möglich, dass er ein Iso-Getränk oder ein Wasser, das er an einer der Verpflegungsstellen zu sich nahm, nicht vertragen hatte.

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