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Der erste Teil ist geschafft: Dominic Wimmer beim Wörthsee-Triathlon. Der Post-SV-Athlet landete am Ende auf dem 16. Gesamtplatz.
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Die Erfrischung ist wahrlich verdient: Anita Reismann (l.) glänzte beim „TriZell“-Triathlon in Zell am See mit dem zweiten Gesamtrang.

Triathlon

Mit dem Rad zum Wettkampf: Dominic Wimmer und sein spezielles Aufwärmen 

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Die Triathleten des Post SV Weilheim sind immer für vordere Plätze gut. Dominic Wimmer holte in Wörthsee einen Titel, Anita Reismann gelang in Zell am See eine Premiere.

Landkreis – Das Aufwärmen erledigte Dominic Wimmer gleich bei der Anfahrt. Zum „34. Wörthsee Triathlon“ fuhr der Dießener (36) nicht mit dem Auto, sondern mit seinem Zeitfahr-Rad. Seinen Körper hatte er damit offenbar bestens auf Betriebstemperatur gebracht, denn im Wettkampf auf der olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen/40 Kilometer Radfahren/10 Kilometer Laufen) lieferte der Athlet des Post SV Weilheim eine starke Leistung ab. Mit 2:16:34 Stunden gewann Wimmer seine Altersklasse und holte sich damit den oberbayerischen Meistertitel. In der Gesamtwertung belegte er den 16. Platz unter 300 Finishern.

Mit dem Ergebnis war Wimmer nur drei Wochen nach seinem Start beim Ironman-Austria (9:58 Stunden) „absolut zufrieden“. Vor allem über seine Vorstellung beim Laufen freute sich der Redakteur: „Ich bin heute schneller gelaufen als die drei Jungs auf dem Gesamtpodium.“ Die zehn Kilometer mit immerhin 80 Höhenmetern absolvierte der Dießener in 40:38 Minuten. Wimmer war im Schnitt mit einem Tempo von 14,8 km/h unterwegs. Nur neun Athleten im gesamten Starterfeld hatten eine bessere Zeit aufzuweisen.

Triathlon: Dominic Wimmer glänzt auf der Laufstrecke 

Das Schwimmen im Wörthsee absolvierte Wimmer im vorderen Teil des Teilnehmerfeldes. Nach 25:58 Minuten (22.-schnellste Zeit) stieg er inmitten der ersten Verfolgergruppe aus dem Wasser. In der Wechselzone benötigte der Post-SV-Athlet mit 2:13 Minuten deutlich länger als die direkte Konkurrenz, doch das war letztlich kein wirkliches Problem. Auf der Radstrecke, die im Vergleich zum Vorjahr etwas modifiziert war und rund 450 Höhenmeter aufwies, gehörte Wimmer auch zu den Besten. Nach 1:06:48 Stunden hatte er den Rad-Part hinter sich gebracht und ging an 18. Stelle liegend auf die Laufstrecke. In seiner Altersklasse hatte er eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweiten und vier Minuten Abstand auf den Dritten.

Triathlon: Anita Reismann  zeigt sich kämpferisch 

Wimmers Vereinskollegin Anita Reismann freute sich beim „Trizell“-Wettbewerb in Zell am See (Österreich) über eine Premiere: Erstmals schaffte es die Penzbergerin bei einem Triathlon auf der olympischen Distanz unter die besten drei der Gesamtwertung. Mit 2:36:04 Stunden wurde sie Zweite hinter der 23-jährigen Viktoria Siorpaes (2:32:49) vom Team „Tri-X-Kufstein“. Reismann (40) gewann ihre Altersklasse mit 47 Sekunden Vorsprung auf die Norwegerin Lotte Hoj Thomsen, die Gesamtvierte wurde.

Bei schwül-heißem Wetter bestach die Penzbergerin mit einem starken Finish. Als Fünfte auf die Laufstrecke gegangen, wollte sie „eigentlich nur ihre Platzierung halten und das Rennen ,entspannt‘ zu Ende bringen“, wie ihr Ehemann berichtete. Doch nachdem sie am letzten Wendepunkt des 5-Kilometer-Kurses sah, dass sie den vor ihr Platzierten näher gekommen war, mobilisierte Anita Reismann noch einmal die letzten Kräfte – trotz „gefühlt leeren Tanks“. Wenige hundert Meter vor dem Ziel gelang ihr es, die Zweitplatzierte, Alisa Berger (Eintracht Frankfurt Triathlon), zu überholen. Die zehn Kilometer hatte sie in 44:30 Minuten absolviert – damit war sie die schnellste Läuferin.

Triathlon: Anita Reismann legt im Wasser flott los 

Zum Zeitpunkt des Starts herrschten rund 30 Grad Celsius, beim Einchecken herrschten strenge Sitten: Wer nicht mit ärmellosen Trisuits antrat, konnte zwar starten, wurde aber nicht gewertet. In der Ausschreibung sei dies so nicht gestanden. Aufgrund starken Windes herrschte hoher Wellengang. Reismann musste ihrem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Mit der Zeit von 32:26 Minuten lag sie an der siebten Stelle. Auf dem Rad lief zunächst alles nach Plan, bis ein Regenguss für nasse und damit rutschige Straßen sorgte. Nach der Hälfte fand Reismann in Quirina-Felizitas Zwarnig („Pewag Racing Team“) eine starke Radpartnerin, mit der sie sich gut abwechselte (Windschattenfahren war erlaubt). In 1:16:50 Stunden hatte die Penzbergerin die zweite Disziplin hinter sich gebracht.

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