Franca Henseleit (rechts) und ihre Kolleginnen vom „ProAthletes KTT 01“-Team (v.l. Felipa Herrmann, Anna Busse, Tanja Neubert) belegten in Nürnberg den fünften Platz.
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Gute Laune schon vor dem Wettkampf: Franca Henseleit (rechts) und ihre Kolleginnen vom „ProAthletes KTT 01“-Team (v.l. Felipa Herrmann, Anna Busse, Tanja Neubert) belegten in Nürnberg den fünften Platz.

Triathlon

Franca Henseleit: Erfolgreiche Rückkehr in die Bundesliga

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Triathletin Franca Henseleit hatte schon länger kein Bundesliga-Rennen mehr bestritten. In Nürnberg war es wieder so weit - und die Steingadenerin überzeugte. Gut lief es auch für ihren Bruder. Der peilt nun gar eine WM-Medaille an.

Nürnberg/Edmonton – Ein Heimrennen hatte Franca Henseleit diese Saison schon – doch da kam die 18-Jährige aus Steingaden gar nicht dazu, ihr Können zu zeigen. Beim „Schongau Triathlon“ standen die deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften auf dem Programm. Witterungsbedingt fiel der Wettkampf für Henseleits Altersklasse jedoch aus (wir berichteten).

Ein zweites Heimrennen bot jüngst der Wettkampf der 1. Bundesliga in Nürnberg. In der Frankenmetropole lebt Henseleit seit einigen Jahren; dort besuchte sie die Eliteschule des Deutschen Sports und dort ist auch ein nationaler Triathlon-Stützpunkt beheimatet. Das Bundesliga-Event fand auch tatsächlich statt, und Franca Henseleit lieferte eine starke Vorstellung ab.

Franca Henseleit belegt mit Team in Bundesliga Platz fünf

Die Steingadenerin belegte in der Einzelwertung den zehnten Platz unter 56 Teilnehmerinnen. Damit war sie Beste innerhalb ihrer Mannschaft, den „ProAthletes KTT 01“ aus Köln. Mit dem Team belegte Henseleit den fünften Rang unter 14 Vereinen. Die besten drei Resultate jeder Vierer-Mannschaft zählten; die Platzierungen wurden in Punkte umgewandelt (Platz eins = 1 Punkt; Platz zwei = 2 Punkte; Platz 3 = 3 Punkte etc.). Je weniger Punkte ein Team hatte, umso weiter vorn lag es. Die „ProAthletes KTT 01“ kamen zusammen auf 47 Zähler, der siegreiche TV Buschhütten kam auf zehn Punkte. „Nach fast zwei Jahren ohne Bundesligarennen für mich war das auf jeden Fall ein Ergebnis, mit dem ich mehr als zufrieden bin“, teilte Franca Henseleit mit. Die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen absolvierte die Kaderathletin in 59:58 Minuten.

Von Franca Henseleits Wohnung lag die Start- und Wechselzone an der Wöhrder Wiese nur etwa fünf Fahrradminuten entfernt. So angenehm wie die Anreise erlebte die Athletin auch das Schwimmen: „Kein Gedränge oder Geprügel – es lief einfach.“ Als Siebte (9:50) kam sie in der Führungsgruppe aus dem Wasser. Auf dem Rad hatten Henseleit (30:21/viertbeste Zeit) und ihre Mitstreiterinnen konstant rund 30 Sekunden auf die erste Verfolgergruppe. Beim zweiten Wechsel „hätte ich wirklich ein wenig aufmerksamer sein sollen“, berichtete sie. Fast wäre sie an ihrem Platz vorbeigelaufen, beim abrupten Stopp auf dem nassen Teppich verhinderte sie gerade noch einen Sturz. Beim Laufen zeigte sich, dass Henseleit diese Disziplin seit dem Trainingslager in der Toskana durchgängig wieder ohne Probleme bestreiten konnte. Es „lief um Welten besser als bei der EM Anfang Juni“, sagte sie. Von drei Konkurrentinnen wurde sie noch überholt, doch mit einer Splitzeit von 18:00 Minuten machte sie den zehnten Platz perfekt. Franca Henseleits nächster Wettkampf ist das Bundesliga-Rennen in Saarbrücken (28. August).

Triathlet Simon Henseleit bei U23-WM in Edmonton

Ihr Bruder, Simon Henseleit, kämpft schon am kommenden Samstag, 21. August, um Medaillen – und zwar bei der U23-Weltmeisterschaft in Edmonton. Der 21-Jährige ist Anfang der Woche in der kanadischen Stadt eingetroffen, muss aber aufgrund der dortigen Corona-Auflagen zunächst drei Tage im Hotel in Quarantäne verbringen. In seinem Zimmer hat sich Henseleit seinen Rad-Trainer aufgebaut, auf dem er Einheiten abspult. Die U23 absolviert eine olympische Distanz.

Für Simon Henseleit stellte das Bundesliga-Rennen in Nürnberg die WM-Generalprobe dar. Als Achter (52:39) lieferte er eine überzeugende Vorstellung ab und war Bester des „hep Team NSU“. Die Truppe aus Neckarsulm landete in der Teamwertung auf Rang acht. Henseleit war mit seiner Leistung zufrieden.

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