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Triathlet mit Faible für zwei Räder: Lars Konek fährt fürs „Radroo-Team“ auch reine Radrennen.

Triathlon

Lars Konek peilt DM-Hattrick an

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Triathlet Lars Konek (43) aus Peißenberg hat heuer schon zwei DM-Titel gesammelt. Ein dritter könnte folgen. Zudem startet er bei reinen Radrennen.

Peißenberg – Lars Konek ist zufrieden. Die Saison verlief für den Para-Triathleten aus Peißenberg bisher absolut erfolgreich. Sowohl im Sprint (in Hamburg) als auch über die Mitteldistanz (in Wilhelmshaven) hat sich der 43-Jährige in seiner Klasse den deutschen Meistertitel geholt. Und mit seinen Auftritten in beiden Wettbewerben war der selbstkritische Peißenberger diesmal rundum zufrieden. Vor allem beim Laufen kam Konek heuer sehr gut zurecht, war schneller als in den vergangenen Jahren: „Das hat mich doch erstaunt.“ Das Laufen bereitet dem gebürtigen Thüringer nämlich Probleme. Seit einem Dienstunfall hat er eine sogenannte Fußhebeschwäche, ist entsprechend klassifiziert und startet daher bei den Para-Triathleten.

In Hamburg standen 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen auf dem Programm. Konek absolvierte die Gesamtdistanz in 1:09:06 Stunden und war damit Schnellster aller Behindertensportler, die je nach Beeinträchtigung in verschiedenen Klassen eingeteilt sind. „Das Schwimmen lief richtig gut, und das Radfahren ist schon immer meine Stärke“, berichtete Konek. Im Laufen verteidigte er seinen Top-Platz. Der Kampf um den Titel verlief letztlich aber sehr spannend: Auf den Gesamtzweiten, Jan Eike Rudloff (Braunschweig), hatte der Peißenberger gerade einmal 35 Sekunden Vorsprung. In Wilhelmshaven waren auf der Mitteldistanz 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen zu absolvieren. Konek war mit der Zeit von 5:44:57 Stunden der mit Abstand Schnellste aller Para-Triathleten. Für das Schwimmen benötigte er 36:29 Minuten, den Rad-Part brachte er in 2:51:25 Stunden hinter sich. Beim Laufen (2:17:03) „war ich sechs Minuten schneller als im Vorjahr“, so der Peißenberger.

Dass es in dieser Saison so gut läuft, führt Konek auch darauf zurück, dass er nicht mehr im Schichtdienst bei der Bahn arbeitet und damit für ihn einfacher ist, das Training zu planen. Der 43-Jährige arbeitet bei einem Hausmeister-Service. Der Arbeitgeber „kommt mir bei meinem Sport entgegen“.

Am kommenden Wochenende werden in Viernheim (Südhessen) die deutschen Meisterschaften im Super-Sprint (400 Meter Schwimmen/10 Kilometer Radfahren/2,5 Kilometer Laufen) ausgetragen. Dort möchte der Athlet vom „Team Erdinger Alkoholfrei“ erneut ganz vorn landen.

Auf die Meisterschafts-Serie vorbereitet hat sich Konek unter anderem beim Erdinger Stadttriathlon. Dort nahm er die olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen/40 Kilometer Radfahren/10 Kilometer Laufen) in Angriff. Mit 2:42:23 Stunden landete er im Feld aller rund 570 Frauen und Männer auf dem 360. Rang; eine eigene Wertung für Behindertensportler gab es in Erding nicht.

Neben dem Triathlon hat Konek eine weitere Leidenschaft für sich entdeckt: reine Radrennen. Der Peißenberger startet mittlerweile für das „Radroo-Team“, das vom Bad Hersfelder Ex-Profi Dirk Müller (2006 deutscher Meister im Straßenrennen/2010 Sieger der Tour of China) initiiert wurde. Die Wettkämpfe stellen für Konek zugleich ein gutes Ausdauer-Training dar. „Es macht Spaß, reine Radrennen zu fahren“, sagt der Peißenberger. „Allerdings ist es ein völlig anderes Fahren als beim Triathlon. Man muss immer darauf achten, was der Vorder- oder Nebenmann macht.“

Noch startet er bei Jedermann-Rennen, aber Konek denkt schon darüber nach, eine Lizenz zu beantragen. Beim Rennen „Rund um Köln“ absolvierte Konek die 68,5 Kilometer lange Strecke in 1:54:17 Stunden (Platz 788 unter 2071 Finishern). Bei den „Neunseen-Classics“ nahe Leipzig fuhr er die 60-Kilometer-Distanz in 1:34:59 Stunden, was den 156. Platz unter 569 Männern bedeutete. Sowohl in Köln als auch in Leipzig war Koneks Teamkollegin Tanja Hennes schnellste Frau.

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