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Auf dem Weg zum zweiten Weltmeistertitel: der Peißenberger Lukas Krämer auf der Radstrecke. Schon 2014 hatte er die Klasse "30-34" gewonnen.

Triathlon: Ironman-Weltmeisterschaft

Krämer holt erneut Titel auf Hawaii

  • Paul Hopp
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Peißenberg - Er hat es wieder getan: Lukas Krämer hat nach 2014 erneut seine Altersklasse bei der Ironman-WM gewonnen. Profi Stefan Schmid wurde 25.

Der Peißenberger Lukas Krämer (32) war am Ende mit der Zeit von 8:55:24 Stunden nicht nur Bester der Altersklasse "30-34", sondern er war insgesamt bester Age-Grouper, das heißt, bester der Amateure. Auf den Zweiten in seiner Altersklasse, den Spanier Carlos Aznar Callego, hatte der Berufsfeuerwehrmann am Ende 3:34 Minuten Vorsprung.

Nach dem Schwimmen lag Krämer (54:30 Minuten) in seiner Altersklasse auf dem 23. Platz. In der Folge spielte er seine Stärke auf dem Rad (4:53:39) und beim Laufen (3:02:35) aus und machte Platz um Platz gut. Die Athleten hatten 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer laufen zu absolvieren. Im Jahr 2014 hatte Krämer - wegen seines Rennanzugs auch "der Mann mit der Lederhose" genannt - erstmals bei der Ironman-WM teilgenommen und auf Anhieb seine Altersklasse gewonnen. Damals benötigte er 9:03 Stunden. Im Vorjahr war der Peißenberger in der Klasse "30-34" auf dem vierten Rang gelandet.

Stefan Schmid in der Wechselzone zwischen Schwimmen und Radfahren.

Profi Stefan Schmid (Pewag Racing-Team) aus Peißenberg landete mit der Zeit von 8:40:40 Stunden auf dem 25. Platz. Für den 29-Jährigen war es insgesamt der dritte Auftritt auf Big Island und der zweite als Profi. Das Schwimmen absolvierte der Sieger von Cozumel (Mexico) in 53:52 Stunden. Für die Radstrecke benötigte er 4:39:42 Stunden und für den abschließenden Marathon 3:01:26 Stunden. Schmid gewann seinerzeit bei seinem Hawaii-Debüt 2010 die Altersklasse „18-24“. Bei seinem ersten Start als Profi landete er im Jahr 2013 auf dem 26. Rang.  

Insgesamt sorgten die Deutschen in Kailua-Kona einmal mehr für Furore. Bei den Profi-Männern gelang gar ein Dreifachsieg. Titelverteidiger Jan Frodeno (8:06:30) siegte vor Sebastian Kienle (8:10:03), dem Gewinner von 2014, und Patrick Lange (8:11:14). Insgesamt landeten fünf deutsche Männer unter den Top-10. Bei den Frauen holte sich die Schweizerin Daniela Ry (8:46:46) zum zweiten Mal in Folge den Sieg. Sie verbesserte zugleich den Streckenrekord. Beste Deutsche war Anja Beranek (9:14:26) auf dem vierten Platz.

Der erste Ironman überhaupt ging am 18. Februar 1978 auf Hawaii mit 15 Teilnehmern über die Bühne. Die Idee, drei ohnehin dort stattfindende Wettbewerbe zu kombinieren, hatten ein Marineoffizier und seine Frau. Die Distanzen der drei Wettbewerbe spielen beim heutigen Ironman (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) noch eine Rolle. Seit 1982 wird der Hawaii-Ironman auf Big Island (dort liegt der Austragungsort Kailua-Kona) ausgetragen. Er gilt als WM der Triathleten. Deutsche Sieger bei den Profis waren vor der aktuellen Austragung Thomas Hellriegel (1997), Normann Stadler (2004, 2006), der Münchener Faris Al-Sultan (2005) sowie Sebastian Kienle (2014) und Jan Frodeno (2015). Beste deutsche Frau war bislang Nina Kraft als Zweite (2002). Die Rekordzeit – aufgestellt 2011 von Craig Alexander (AUS) – liegt bei 8:03:56 Stunden.

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