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Stefan Schmid setzt auf neue Trainer

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Nur sechs Sekunden fehlten zum Sieg: Beim Maxdorfer Triathlon (Nähe Mannheim) kam Stefan Schmid nach einer furiosen Aufholjagd beim Laufen als Zweiter hinter dem Profi-Kollegen Michael Göhner ins Ziel. foto: privat
Nur sechs Sekunden fehlten zum Sieg: Beim Maxdorfer Triathlon (Nähe Mannheim) kam Stefan Schmid nach einer furiosen Aufholjagd beim Laufen als Zweiter hinter dem Profi-Kollegen Michael Göhner ins Ziel. © privat

Peißenberg - Triathlon-Profi Stefan Schmid geht neue Wege: Der 27-Jährige arbeitet mit einem neuen Trainer zusammen. Der kommt aus Dänemark und ist eine echte Szene-Größe.

Eigentlich war die Sache ärgerlich. Um gerade einmal sechs Sekunden hatte Stefan Schmid sein ersten Sieg als Triathlon-Profi verpasst. Beim 11. Maxdorfer Triathlon in der Nähe von Mannheim kam der Peißenberger nur knapp hinter dem Ersten, Michael Göhner (Kirchentellinsfurt), ins Ziel. Mit dem Ergebnis konnte Schmid dennoch leben: „Die Freude überwiegt. Es war doch ein gutes Rennen“, sagt der Ausdauerathlet vom Post SV Weilheim. Immerhin hatte Schmid nach dem Radfahren noch rund fünf Minuten Rückstand auf den Führenden Göhner gehabt und beim Laufen trotz hoher Temperaturen eine veritable Aufholjagd hingelegt.

Der Wettbewerb über die Mitteldistanz diente dem 27-Jährigen vor allem als „Bestandsaufnahme“ und war „ein erster wichtiger Test unter dem neuen Trainer“. Seit rund einem Monat arbeitet der Peißenberger mit dem Dänen Michael Krueger zusammen. Krueger, jahrelang Coach des dänischen Nationalteams, betreut mehrere Triathlon-Profis, darunter auch den Roth-Sieger Dirk Bockel (Luxemburg). 13 Jahre lang hatte Schmid mit Markus Kneip zusammengearbeitet. „Das lief super“, sagt der Peißenberger. Doch irgendwann ist eben auch die Zeit für Veränderungen gekommen. „Ich möchte schauen, ob ich neue Reize setzen kann“, sagt Schmid.

Nach der Ironman-WM im Vorjahr hat der Peißenberger Bilanz gezogen. Der 26. Platz war nicht schlecht, aber auch nicht das, was er sich erträumt hatte. Vor allem seine Leistung im Schwimmen möchte bzw. muss Schmid verbessern, will er vorankommen. Eingedenk seiner Schwimmleistung „war der 26. Platz das Maximum“, sagt der Peißenberger. Um im Wasser schneller zu werden, trainiert er seit kurzem unter Anleitung des ehemaligen Spitzen-Schwimmers Jan Wolfgarten (über 1500 Meter Europameister 2009 und deutscher Rekordhalter), der auch zahlreiche Erfolge im Freiwasserschwimmen vorweisen kann.

Die Resultate des Vorjahres haben auch Auswirkungen auf Schmids aktuelle Saisonplanung. Eine Teilnahme an der Ironman-WM strebt der Peißenberger zumindest heuer nicht an. Er möchte erst wieder dort antreten, „wenn ich weiß, dass ich dort auch was zerreißen kann“, so Schmid. Für einen Profi rentiere sich der Trip nach Hawaii nur, wenn am Ende ein Platz unter den ersten Zehn herausspringe, so Schmid: „In einem Wettkampf muss ich in die Ränge kommen, bei denen es Preisgeld gibt.“ Für derlei Äußerungen sei er schon kritisiert worden, berichtet Schmid, doch für ihn ist das Finanzielle eben auch wichtig: „Das ist mein Beruf.“

Der Auftritt beim Maxdorfer Triathlon zeigte schon einmal in die richtige Richtung. Die 2 Kilometer Schwimmen, 85 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen absolvierte der Peißenberger in 4:02:47 Stunden. Der Auftritt im Wasser (27:09) „verlief für meine Verhältnisse sehr gut“, so Schmid. Mit der Top-Gruppe erreichte er die erste Wechselzone. Auf dem Rad (2:16:59 Stunden) hatte der Peißenberger dann Schwierigkeiten. Da eine Wasserflasche aus der Halterung gerutscht war und er so die letzten 25 Kilometer ohne Trinken absolvieren musste, büßte er etwa fünf Minuten auf den Führenden Göhner ein. Beim Laufen blieb der Abstand zunächst konstant. Ab etwa Kilometer zehn bekam Schmid dann mit, dass Göhner langsamer wurde. Auf längeren Geraden „habe ich ihn schon vor mir gesehen“, so der Peißenberger. Der 27-Jährige mobilisierte noch einmal alle Kräfte, am Ende reichte es nicht ganz. Die 20 Kilometer war Schmid in 1:18:39 Stunden gelaufen.

Saisonplan Stefan Schmid:

29. Juni Chiemsee Triathlon (2 km Schwimmen - 80 km Rad fahren - 20 km Laufen)

2. August Schliersee Triathlon (1,5 - 40 - 10)

24. August MetaMan Bintan in Indonesien (3,8 - 180 - 42,195)

26. Oktober Challenge Forte Village Sardinia (1,9 - 90 - 21,1)

7. Dezember Ironman Western Australia (3,8 - 180 - 42,195)

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