Nun heißt es wieder trainieren: Stefan Schmid (hier beim Wettkampf in Mont-Tremblant) will sich in den USA auf die Ironman-WM vorbereiten. foto: privat

Es ist fix: Stefan Schmid darf nach Hawaii

Peißenberg - Um 6 Uhr morgens bekam er die erlösende Nachricht per E-Mail: Profi Stefan Schmid ist für die Triathlon-WM auf Hawaii qualifiziert.

Viel Schlaf hat Stefan Schmid am Wochenende nicht gefunden. Der Peißenberger saß in der Nacht vor dem Computer und beobachtete per Livestream, was die Triathlon-Konkurrenz aus aller Welt denn in Amerika so treibt. Drei Wettkämpfe standen dort auf dem Programm, bei denen sich Nachrücker für die Ironman-WM qualifizieren konnten. Im ungünstigsten Fall hätte Schmid noch seinen Start-Platz für Hawaii verlieren können. Den Platz hatte er vor gut einer Woche im kanadischen Mont-Tremblant erkämpft. „Es ist schon ein komisches Gefühl“, beschreibt Schmid die Situation, als er vor dem PC saß und mit Zettel und Stift nachrechnete. Dass es für ihn reichen würde, „war irgendwann schon klar“. Doch erst, als um 6 Uhr morgens per E-Mail vom Veranstalter die offizielle Nachricht eintraf, atmete Schmid auf: Der Triathlon-Profi darf am 12. Oktober bei der Ironman-WM auf Kona (Hawaii) starten.

Sowohl Freude als auch Erleichterung herrschen bei Schmid vor, auch wenn er jetzt durch „eine unangenehme Phase“ muss, wie er sagt. Denn nun muss der 26-Jährige kurzerhand ein passendes Domizil auf Hawaii finden. Die Zeit ist knapp, die meisten anderen Konkurrenten haben - bedingt durch den Qualifikationsmodus - ihr Ticket schon seit Ende Juli in der Tasche. „So groß ist Hawaii auch wieder nicht. Es wird schwierig“, sagt Schmid. Doch nicht nur die Wohnungssuche, auch das Trainingslager davor muss er komplett selbst organisieren. „Es sieht so aus, dass ich innerhalb der nächsten zwei Wochen in die USA gehe“, sagt Schmid.

Auf alle Fälle freut sich Schmid auf die WM auf Hawaii - und ist auch stolz. Unter den weltweit 50 Profis, die das Ticket ergattert haben, „bin ich sicher einer der Jüngsten“, sagt der 26-Jährige. Hawaii ist für ihn kein Neuland: Vor drei Jahren war der Peißenberger das erste Mal auf Kona am Start. Damals belegte er den 41. Gesamtrang - war drittbester Nicht-Profi und gewann die Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen. „Ich kenne also die Strecke und weiß, worauf es ankommt“, sagt er.

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