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Hohes Tempo von Beginn an: 50 Zweier-Mannschaften gingen beim Hauptlauf an den Start. Jeder Athlet jedes Teams lief vier Runden.
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Die Top-Drei des Hauptlaufs: Nick Jäger (3.v.l.) und Lucas Herbeck (3.v.r.) siegten vor Florian Bremm/Valentino Masi (l.) und Felix Zimmermann/Philipp Bertsch.
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Gelungene Premiere: Erstmals wurde in Penzberg ein Speedcross-Ausscheidungsrennen angeboten. Das Foto zeigt eine Szene vom Endlauf, in dem Andreas Kölbl (2.v.r.) und Sharon Müller (li.) die ersten Plätze belegten.  
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Die Sieger im Hauptlauf: Lucas Herbeck (vo.) und Nick Jäger (hi.). Beide hatten 2017 den dritten Gesamtplatz belegt.
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Im Speedcross eine Klasse für sich: Andreas Kölbl (TSV Penzberg).
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Eine Szene in der Wechselzone beim Teamtrail-Hauptlauf.
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Siegerehrung beim Nachwuchs: Aus zahlreichen Vereinen waren Athleten gekommen.
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Eine Szene in der Wechselzone beim Teamtrail-Hauptlauf.

4. Teamtrail in Penzberg 

TSV Penzberg trotzt bayerischer Konkurrenz

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Crosslauf vom Feinsten war beim 4. Penzberger Teamtrail geboten. Trotz starker Konkurrenz holten die Athleten des TSV Penzberg zahlreiche Siege.

Penzberg – Das Tempo, das Josef Streicher (TSV Peißenberg) bei seinem ersten Einsatz anschlug, trieb Markus Brennauer schon ein wenig die Sorgenfalten auf die Stirn. „Denk dran Josef, es sind vier Runden“, sagte der Vorzeigeläufer des TSV Penzberg via Mikrofon. Brennauer, als Streckensprecher in Aktion, weiß natürlich um die Leistungsfähigkeit Streichers, der in der M-50-Klasse zu den Besten in der Region zählt. Und dennoch: Mit welchem Tempo diverse der Teilnehmer beim 4. Penzberger Teamtrail über den Wiesenparcours auf der Berghalde jagten, war schon beängstigend.

Die Bilanz stimmte nicht nur in sportlicher Hinsicht. Die Organisatoren vom TSV Penzberg freuten sich über eine Rekordbeteiligung: 108 Teams aus ganz Bayern (15 mehr als im Vorjahr) waren gekommen. Die Bedingungen waren auch bei der vierten Auflage des Teamtrails bestens. „Das gute Wetter haben wir von den Huglfingern geerbt“, sagte Chef-Organisatorin Melanie Jäger mit einem Lächeln. Der Teamtrail ist der Nachfolger des Huglfinger „Laufs durchs Bärenholz“. Neu im Programm war der Speedcross – ein Ausscheidungsrennen über 600 Meter. Bei den Männern setzte sich im Endlauf 400-Meter-Hürdenläufer Andreas Kölbl (TSV Penzberg) in 1:33 Minuten vor 800-Meter-Spezialist Jakob Rüchardt (LC Buchendorf/1:39) durch. Die Frauen-Wertung gewann Sharon Müller (TSV Penzberg) in 2:03 Minuten. Die meister der Athleten, die im Speedcross liefen, gingen auch im Teamtrail-Hauptlauf über rund 10,5 Kilometer an den Start. Die Strecke war im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert worden, aber, da die Organisatoren rund drei Kubikmeter Rindenmulch verteilt hatten, komplett mit Spikes zu laufen.

Im Hauptlauf gaben im Kampf um den Gesamtsieg auch zwei Athleten des TSV Penzberg den Ton an: der amtierende deutsche Jugend-Crosslaufmeister Nick Jäger und Lucas Herbeck. Schon in der dritten von insgesamt acht Runden (nach jeder Runde wurde gewechselt) hatte das Duo einige Meter Vorsprung auf die ärgsten Konkurrenten herausgelaufen. Die Führung bauten sie in der Folge aus. Nach 34:18 Minuten überquerte Jäger als Schlussläufer die Ziellinie. Der Abstand zu Florian Bremm/Valentino Masi (die Franken waren als „Laktat-Lappen“ an den Start gegangen) betrug 27 Sekunden. Dritter wurden Felix Zimmermann und Philipp Bertsch (LG Region Landshut) in 36:00 Minuten. Auch wenn Jäger ohne irgendein Jubel-Bohei einlief, freute er sich sichtlich über den Erfolg: „Es war super Konkurrenz da. Wir konnten uns unserer Sache nicht sicher sein.“ Herbeck war auch zufrieden, meinte aber: „Bis auf die erste Runde waren alle zäh. Es war eine ganz schöne Quälerei.“

Mit am spannendsten verlief das Rennen in der Mixed-Klasse. Dort gab’s ein vereinsinternes Duell der LAC Quelle Fürth. Lisa Schuster/Björn Rudolph (40:53) gewannen mit neun Sekunden Vorsprung auf Pablo Warter/Ann-Kathrin Wiertz. Siegerin Schuster nahm gern den weiten Weg nach Penzberg auf sich: „Man braucht einfach einen Crosslauf.“ Einmal mehr ganz stark präsentierten sich die Mixed-Sieger der Altersklasse Masters II (Alter beider Athleten zusammen über 100 Jahre): Josefine (53) und Reinmund Hobmaier (56) vom PTSV Rosenheim liefen nach 44:47 Minuten (22. Gesamtplatz unter 50 Teams) ein.

Am Rennen nahmen auch bekannte Gesichter aus dem Landkreis teil. Jeweils als Team starteten die Gebrüder Rupert und Martin Sedlmayr aus Wessobrunn (43:24), die Habacher Thomas Kruger und Georg Hoiss (45:12) sowie Ralf Kaufmann und Rüdiger Brand (46:28) vom SC Huglfing. Die Penzberger Ultraläuferin Ulrike Greif war zusammen mit Ehemann Michael Greif (57:05) am Start. Beide ließen es ruhig angehen, waren am Vormittag aber schon auf den Jochberg gegangen, wie Ulrike Greif berichtete. Der Nachwuchs zeigte auf einer verkürzten Runde starke Leistungen. Im Schülerlauf (4 x 600 Meter) waren Julia Rath (TSV Penzberg) und Ronja Wohlfahrt (TuS Feuchtwangen) mit 7:45 Minuten top drauf. Sie ließen auch die Sieger bei den Burschen, Matheo Schubert und Tobias Döllinger (LAC Quelle Fürth/ 7:51) hinter sich. Im Hauptlauf hielt Josef Streicher (Jg. 1967) sein Tempo übrigens durch. Mit Norbert Schilling (Jg. 1969) belegte er als ältestes Master-I-Team mit 45:38 Minuten den guten 26. Gesamtplatz.

Die komplette Ergebnisliste zum Penzberger Teamtrail finden Sie hier.

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