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Zweitjüngste, aber schon die Schnellste: Paula Märtz (2.v.l.) vom SV Söchering gewann in der U-16-Klasse.
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Zwei Minuten schneller als im Vorjahr: Korbinian Soyer (2.v.r.) belegte bei den U-16-Burschen Rang drei.
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Zu schnell für die Konkurrenz: Maximilian Weigand (TSV Penzberg) kurz vor dem Ziel an der Schweigeralm. 

Laufsport

Weigand beim Berglauf-Debüt obenauf

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Beim 39. Gaißacher Berglauf hat Max Weigand vom TSV Penzberg für eine Überraschung gesorgt. Sehr gut drauf waren auch die Läufer vom SV Söchering.

Landkreis – Es war das erste Mal, dass Maximilian Weigand als Bergläufer bei einem Wettbewerb in Erscheinung trat, und dann stand er am Ende gleich voll im Rampenlicht. Beim 39. Gaißacher Berglauf, einem Lauf der „Raiffeisen Oberland-Challenge“, feierte der Athlet vom TSV Penzberg den Tagessieg. Die anspruchsvollen 4,5 Kilometer samt 480 Höhenmeter hinauf zur Schweigeralm lief Weigand in nur 21:10 Minuten. Damit distanzierte er seine größten Verfolger, Michael Eder (22:50) und Marco Kunst (23:16) vom PTSV Rosenheim, deutlich.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so deutlich gewinnen würde. Ich habe zwar in den vergangenen Wochen viel am Berg trainiert, doch mit so einer schnellen Zeit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, sagte der 22-jährige Psychologe. Bei nasskaltem Wetter mit Temperaturen um die zehn Grad Celsius setzte sich der Penzberger sofort an die Spitze, wobei nur Andreas Posch (WSV Bad Tölz) zunächst folgen konnte. Nach eineinhalb Kilometern musste der spätere Viertplatzierte dann jedoch abreißen lassen, sodass Weigand von nun an alleine lief. „Da ich die Strecke nicht kannte, wusste ich natürlich nicht, wann es wie steil bergauf gehen würde und wann endlich das Ziel erscheinen würde. Deshalb bin ich nicht ganz am Limit gelaufen“, berichtete Weigand. Trotzdem war er mit seiner Zeit kaum langsamer als Toni Lautenbacher, der Seriensieger der vergangenen Jahre, der 2016 nur 20:07 Minuten benötigt hatte. Der deutsche Berglaufmeister von 2016 konnte dieses Mal aufgrund eines Lehrgangs der deutschen Skibergsteiger-Nationalmannschaft nicht in Gaißach antreten. Für Weigand war es nicht nur der erste Sieg bei einem Berglauf, sondern auch der erste Sieg bei der „Oberland-Challenge“. Einige Wochen vor der Veranstaltung in Gaißach hatte der Penzberger am „Hohenburger Schlosslauf“ teilgenommen. Bei dem Crosslauf hatte er hinter Lautenbacher den zweiten Gesamtplatz belegt.

Vom TSV Penzberg waren in Gaißach weitere Läufer dabei. Matthias Bauer (24:23) wurde in der Klasse der Athleten zwischen 20 und 30 Jahren guter Fünfter. Stefan Rückner (26:13) lief in der M-45-Klasse als Dritter ins Ziel. Ebenfalls Dritte wurde Theresa Bauer (35:26) in der Frauen-Hauptklasse. Manuela Bauer (35:22) überquerte als Zweite der U-20 die Ziellinie.

Gleich über mehrere starke Platzierungen und persönliche Leistungen freuten sich die Athleten des SV Söchering. Korbinian Soyer verbesserte seine Zeit aus dem Jahr 2016 um satte zwei Minuten. Mit 30:14 Minuten wurde er Dritter bei den U-16-Burschen. Korbinian Soyers Schwester Magdalena nahm spontan an dem Berglauf teil – mit der Zeit von 33:35 Minuten war sie beste U-20-Athletin. Eine starke Leistung zeigte Paula Märtz (Jg. 2006): Sie lief das bis dato längste Rennen ihrer Laufbahn. Als Zweitjüngste im Teilnehmerfeld gewann sie in 33:46 Minuten die U-16-Klasse, ließ dabei drei Altersgenossinen hinter sich. Der Auftritt von Märtz sorgte bei SVS-Trainer Andreas Kohlhund auch deshalb für Freude, „weil sie nach ihrem ersten Berglauf am Blomberg, bei dem sie Probleme mit der Atmung hatte, diesmal besser zeigen konnte, was in ihr steckt“. Kohlhund selbst erzielte in Gaißach mit 29:50 Minuten eine persönliche Bestzeit. Er war neun Sekunden schneller als 2009 und über eine Minute flotter als in den vergangenen Jahren. In der M-30-Klasse wurde er hinter dem einmal mehr stark laufenden Tautinger Thomas Andres (29:03) Siebter.

Genau so wie Kohlhund und Andres war auch Josef Streicher (TSV Peißenberg) flotter unterwegs als im Vorjahr. Mit der Zeit von 25:46 Minuten landete er in der stark besetzten M-50 auf dem dritten Platz. Der Penzberger Johannes Bornschlegl (26:28) holte sich in der M-60 mit fast vier Minuten Vorsprung den Klassensieg.

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