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Die Weilheimer in der 2. Bundesliga: (v.l.) Manuel Förster belegte mit „Exquisa Oberbayern“ den dritten Rang. Moritz Kraus sowie Nicolai und Fabian Ullrich schafften mit Buttenwiesen knapp den Klassenerhalt. Das Foto entstand im vergangenen Jahr beim direkten Duell in der Weilheimer Jahnhalle. 

Turnen: 2. Bundesliga

Förster knapp am Aufstiegsfinale vorbei

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Hauchdünn hat Turner Manuel Förster mit „Exquisa Oberbayern“ das Aufstiegsfinale zur 1. Liga verpasst. Die Riege war mit der Saison dennoch zufrieden.

Weilheim – Die Turn-Riege von „Exquisa“ Oberbayern mit dem Weilheimer Manuel Förster im Kader hat hauchdünn die Qualifikation zum Aufstiegswettkampf in die 1. Bundesliga verpasst. Das Team verlor am letzten Wettkampftag das Duell mit dem direkten Konkurrenten, dem TSV Pfuhl, auswärts mit 28:34. Pfuhl (12:2 Punkte) rückte damit an „Exquisa“ (10:4) vorbei auf den zweiten Platz der 2. Bundesliga Süd. Aus der Süd-Staffel ist fürs Aufstiegsfinale (8. Dezember in Monheim) noch der Meister, der Stadt-Turnverein Singen (14:0), qualifiziert.

Die Enttäuschung bei den Oberbayern hielt sich aber in Grenzen. „Das Ziel sich unter den Top Drei zu platzieren, haben wir erreicht“, sagte Klaus Förster. Der Vater von Manuel Förster, ehemals Turnabteilungsleiter beim TSV Weilheim, ist bei „Exquisa“ im Management aktiv. Die Teilnahme am Aufstiegsfinale wäre zwar reizvoll gewesen. Doch um im der 1. Bundesliga tatsächlich konkurrenzfähig zu sein, „sind wir momentan noch nicht so weit“, so Klaus Förster.

Gegen Pfuhl hatte „Exquisa“ bis zum Schluss die Möglichkeit zum Sieg. Die letzten zwei Reck-Übungen waren schließlich entscheidend: Da verloren jedoch Manuel Förster (0:3 gegen den Litauer Tomas Kuzmickas) und Markus Müller (0:1) ihre Duelle. Top-Mann des Tages war der niederländische WM-Teilnehmer Casimir Schmidt, der für „Exquisa“ 19 Score-Punkte holte. Er hat insbesondere am Boden „ein regelrechtes Feuerwerk abgebrannt“, berichtete Klaus Förster. Mit 14,50 Punkten (Schwierigkeitswert 5,9) zeigte er eine Weltklasse-Übung.

Mit seinen Auftritten während der Saison durfte auch Manuel Förster zufrieden sein. Der 22-Jährige kam regelmäßig am Boden und am Reck zum Einsatz, musste oft gegen die ausländischen Turner des Gegners ran, kam aber dennoch auf insgesamt 18 Score-Punkte. Der Vorteil des Weilheimers: er turnt zumeist sehr sauber und erhält daher von den Richtern wenige Abzüge. Damit gleicht er in den Übungen den oft geringeren Schwierigkeitsgrad zu den Konkurrenten nicht nur aus, sondern punktet deswegen auch fleißig. Bei Liga-Wettkämpfen wird in den Mann-gegen-Mann-Duellen der Abstand in den Noten in Score-Punkte umgerechnet.

Jubel herrschte beim Abschlusstag der 2. Bundesliga beim TSV Buttenwiesen: Das Team aus dem Landkreis Dillingen mit den TSV-Weilheim-Turnern Nicolai und Fabian Ullrich sowie Moritz Kraus schaffte auf den letzten Drücker den Klassenerhalt. Die Buttenwiesener siegten vor rund 450 Zuschauern gegen den TV Schiltach mit 51:32 und schoben sich damit noch auf den vorletzten Tabellenplatz. Aufsteiger VfL Kirchheim (31:33 beim KTV Ries) muss dagegen als Tabellenletzter den Gang in die 3. Bundesliga antreten.

Fabian Ullrich gewann seine Duelle am Sprung (4:0) und am Reck (2:0). Nicolai Ullrich holte am Pferd und an den Ringen je drei Score-Punkte. Am Barren und am Reck verlor der Peitinger jeweils gegen Turner aus der Ukraine (Vladyslav Hryko, Roman Shkliarenko). Moritz Kraus hatte bei seinen Auftritten am Pferd (0:3) und an den Ringen (0:3 gegen Hryko) das Nachsehen.

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