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Konzentriert zur Silbermedaille: Manuel Förster bewies bei der Hochschul-DM in München im Reck-Finale taktisches Geschick und holte sich mit einer absolut sauber geturnten Übung die Silbermedaille. 

Turnen

Reck-Finale: Manuel Försters defensive Taktik geht voll auf

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Beim Turnen spielt neben Kraft und Dynamik auch die Taktik eine Rollle. Manuel Förster (23) bewies das bei der deutschen Hochschul-Meisterschaft - und holte so Silber.

Weilheim – Sein neu eingeübtes D-Element, „Adler halbe“ genannt, hätte Manuel Förster schon gern gezeigt. Doch kurz vor dem Gerätefinale am Reck entschied sich der Weilheimer dagegen. Bei der deutschen Hochschulmeisterschaft in München war der Lehramtsstudent nicht nur als Turner, sondern auch als Helfer im Einsatz. Aufbau und Organisation sowie die Auftritte im Team-Wettbewerb hatten Förster schon ein wenig geschlaucht, im Finale am „Königsgerät“ wollte er daher lieber nichts riskieren.

Seine Übung wies mit 3,8 den zweitniedrigsten Schwierigkeitsgrad aller Finalisten auf. Doch Förster turnte ungemein sauber, besser als alle anderen sechs Athleten. Und so holte der Lehramtsstudent (Sport/Mathe) am Ende mit 12,70 Punkten die Silbermedaille. Der Endwert ist am oberen Rand dessen, was Förster für gewöhnlich turnt. Seine Bestleistung liegt bei 12,90 Punkten.

Manuel Förster: Silber-Medaille eine Überraschung  

Besser als der Weilheimer war nur Sebastian Bock (Uni Siegen), ein ehemaliger Nationalmannschaftsturner und mehrmaliger deutscher Jugendmeister. Dessen Übung wies eine Schwierigkeit von 4,7 auf, mit insgesamt 13,45 Punkten gewann er souverän. Förster war mit Silber absolut zufrieden: „Ich hatte eher mit dem vierten Platz gerechnet. Das Niveau heuer war brutal hoch.“ Vier der Finalisten turnen in der 1. Bundesliga. Förster gehört dem Kader des Zweitligisten „Exquisa Oberbayern“ an. Die Platzierung „ist einfach überragend“, freute sich der 23-Jährige, der beim TSV Weilheim das Turnen erlernte.

Manuel Förster: Krasse Stimmung in der Halle 

Förster hatte sich bei der Hochschul-DM auch noch für das Bodenfinale qualifiziert. Dort musste er sowohl in der ersten Bahn beim Doppelsalto als auch in der letzten Bahn bei der Doppelschraube mit den Händen auf den Boden greifen. Das gab deutliche Abzüge, mehr als der sechste Platz (9,60) war so nicht drin. „Ich wäre auch mit einer perfekten Übung nicht viel weiter vorn gelandet“, war sich der Weilheimer sicher. Für Bronze wären an diesem Tag mindestens 12,85 Punkte nötig gewesen.

Manuel Förster: Im Team-Wettbewerb hauchdünn an Gold vorbei 

Im Mannschaftswettbewerb, der am ersten Tag über die Bühne ging, lieferte sich die Wettkampfgemeinschaft (WG) München mit der WG Köln ein spannendes Rennen um den Titel. Anders als im vergangenen Jahr, als sie gewannen, mussten sich die Oberbayern heuer den Rheinländern geschlagen geben – nur ein Zehntelpunkt trennte beide Riegen, die Kölner kamen auf 223,75 Zähler. „Das war ein bisserl ärgerlich, denn ein Zehntel ist gar nix“, sagte Förster. Dafür gewannen die Frauen der WG München (129,95) den Titel vor der WG Ulm (127,85) und der WG Karlsruhe (125,70). An die 800 Zuschauer und Athleten auf den Rängen sorgten für eine passende Kulisse. „Die Stimmung war krass“, sagte Förster.

Im Team-Wettbewerb kam er am Boden (12,90) und am Reck (12,55) zum Einsatz, seine Wertungen flossen ins Gesamtergebnis ein. Im Münchener Team stand auch der Peitinger Moritz Kraus, der am Pauschenpferd (10,20), an den Ringen (11,95) und am Sprung (12,35) antrat.

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