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Nicolai Ullrich wackelte nur am Anfang

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Der eine scheint zufrieden zu sein, der andere nicht: Nicolai Ullrich und sein Trainer Michael Krocka. foto: privat
Der eine scheint zufrieden zu sein, der andere nicht: Nicolai Ullrich und sein Trainer Michael Krocka. © Privat

Weilheim - Nicolai Ullrich wackelte nur am Anfang. Der Athlet des TSV Weilheim erreichte bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Gießen den 20. Platz

Es war nicht das erste Mal, dass sich Nicolai Ullrich für deutsche Meisterschaften qualifiziert hatte. Dennoch war dieser im hessischen Gießen ausgetragene Wettkampf schon etwas Besonderes für den 25-jährigen Peitinger in Diensten des TSV Weilheim, denn diese Meisterschaft war zugleich eine erste Gelegenheit, sich für die Weltmeisterschaft in Glasgow zu qualifizieren. Der amtierende bayerische Mehrkampf-Vizemeister studiert und trainiert seit einigen Jahren in München und startet in der 2. Bundesliga für den TSV Buttenwiesen. Als Gegner hatte Ullrich die besten Turner Deutschlands, unter anderem Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen und Matthias Fahrig. Betreut wurde Ullrich in diesem Wettkampf von seinem Weilheimer Trainer Michael Krocka.

Der Peitinger startete am Reck. Laut Aussage seines Trainers zeigte der 25-Jährige eine „solide Übung“, die er mit einem Doppelsalto beendete (11,65 Punkte). Am Boden konnte Ullrich den „Japaner“-Handstand nicht halten und musste Abzüge in Kauf nehmen. Trotzdem wurde seine Übung von den Kampfrichtern noch mit 12,10 Punkten bewertet. Auch am Seitpferd hatte er „erneut etwas zu kämpfen“, wie der TSV Weilheim in einer Mitteilung schreibt. Einen Absteiger konnte er aber vermeiden.

Nach einigen Fehlern zu Beginn des Wettkampfes konnte sich Ullrich dann aber steigern und zeigte im weiteren Wettkampfverlauf „keinerlei Nerven“, so der TSV in seiner Mitteilung. An den Ringen zeigte der Peitinger eine gute Übung, unter anderem einen Kreuzhang. Zudem brachte er seinen Tsukahara-Abgang sicher auf die Matte (12,30 Punkte). Am letzten Gerät, dem Barren, zeigte der 25-Jährige laut Angaben seines Trainers „eine sehr gute Übung“, in der er unter anderem einen schönen Diamidov präsentierte. Seinen Doppelsalto-Abgang brachte Ullrich sicher in den Stand. Für seine Übung erhielt er ordentliche 12,65 Punkte.

In der Gesamtwertung kam der TSV-Turner auf 71,30 Punkte und belegte damit den 20. Platz. Deutscher Meister wurde mit deutlichem Vorsprung der stark turnende Hambüchen (TSG Niedergirmes) vor Andreas Toba (TK Hannover) und Christopher Jursch (SC Cottbus). „Am Anfang gab es zwar ein paar Fehler, aber ich konnte den Rest des Wettkampfes ordentlich zu Ende bringen“, so Ullrich, der eine positive Bilanz zog. „Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Wettkampf bei den deutschen Meisterschaften zufrieden, da ich lediglich am Boden und Seitpferd Unsauberkeiten hatte“, so der 25-Jährige.

Am kommenden Samstag beginnt für Ullrich, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Fabian und dem Weilheimer Anselm Schmid weiterhin für den TSV Buttenwiesen startet, die Saison in der 2. Bundesliga Süd. Zum Auftakt geht’s zum Stadt-Turnverein Singen. Dort will auch der 25-Jährige dazu beitragen, dass der Verein sein Saisonziel – ein Platz unter den ersten Drei – erreicht. Vier Wochen später, am 24. Oktober, erwarten die Buttenwiesener das Team von „Exquisa“ Oberbayern, dem auch Manuel Förster (19) vom TSV Weilheim angehört.

Stefan schnürer

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