Schütze Maximilian Ulbrich (hier eine Archivaufnahme) kann in München-Hochbrück seinen Schießstand im Training frei wählen.
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Mehr Platz als gewohnt: Maximilian Ulbrich (hier eine Archivaufnahme) kann in München-Hochbrück seinen Schießstand im Training frei wählen.

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Maximilian Ulbrich befürwortet Hygienekonzept – auch nach Corona

  • vonChristian Heinrich
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Maximilian Ulbrich hätte nichts dagegen, wenn die eine oder andere Regelung aus der Corona-Zeit auch nach dem Ende der Pandemie Bestand haben würde. Der Schütze kommt mit den Auflagen gut zurecht.

Wilzhofen – Maximilian Ulbrich hätte nichts dagegen, wenn die eine oder andere Regelung aus der Corona-Zeit auch nach dem Ende der Pandemie Bestand haben würde. „Es könnte von mir aus immer so sein“, lautet der Kommentar des Sportschützen aus Wilzhofen zur Abstandswahrung. Wenn Ulbrich auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück trainiert, bleibt immer ein Stand links und rechts von ihm frei. „Das ist echt komfortabel“, findet der 20-Jährige.

Endlich hat er genügend Platz, um alle seine Sachen richtig auszubreiten. Als Mitglied des Bayernkaders und der Sportfördergruppe der Polizei gehört Ulbrich zu jenen privilegierten Athleten, die während der Pandemie ihrem Sport nachgehen dürfen. „Wir passen ganz besonders auf“, sagt Ulbrich. Er stellt klar, dass er und seine Mitstreiter sich diszipliniert an die Auflagen halten. Die greifen bereits, wenn er auf der Olympia-Schießanlage eintrifft.

Maske wird bereits im Auto aufgesetzt

Noch im Auto zieht er sich seine FFP2-Maske auf, dann geht es in die Halle, wo gleich ein Desinfektionsspender auf ihn wartet. In einer extra ausgezeichneten Vorbereitungszone dürfen sich die Schützen umziehen. Auf dem Weg zum Stand müssen sie wieder den Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Erst wenn sie ihre Position eingenommen haben, dürfen sie die Maske wieder abnehmen. Die Wege in der Schießhalle können im Training frei gewählt werden. Nur beim Wettkampf sind bestimmte Bahnen vorgezeichnet. „Man muss aber immer aufpassen, dass ausreichend Abstand zu den anderen gehalten wird“, berichtet Ulbrich. Sein eigenes Gewehr muss er jedoch nicht desinfizieren, da es ausschließlich von ihm allein benutzt wird.

Distanz wahren ist in Hochbrück kein Problem. Insgesamt gibt es 100 Luftgewehrstände, von denen zurzeit die Hälfte belegt werden können. „Da sind genügend da“, betont Ulbrich, man komme sich nicht in die Quere. Auch in der Kleinkaliber-Finalhalle herrscht keine Enge. Zwar sind dort nur 20 Stände vorhanden, aber selten werden einmal die Hälfte von ihnen belegt.

Weil ein Corona-Test bisher nur vor den Wettkämpfen oder den Lehrgängen zwingend vorgeschrieben ist, wurde Maximilian Ulbrich bisher noch nicht auf Covid-19 untersucht. Nur bei der Polizei musste er sich wie jeder andere Anwärter auch vor dem neuen Ausbildungsabschnitt einem verpflichtenden Test unterziehen – dieser fiel negativ aus. „Es läuft total gut“, so der Wilzhofener. Er ist erleichtert, dass das Hygienekonzept bisher greift.

Auch wenn die Abläufe in der Olympia-Schießanlage am Anfang gewöhnungsbedürftig waren, hatten sie keine Auswirkungen auf seine Leistung. „Da gibt es keine Beeinträchtigung“, konstatiert er. Die getroffenen Maßnahmen betrachtet er als „notwendig und vollkommen in Ordnung“. Eine Frage bleibt aber doch: „Ich weiß nicht, was im Wettkampf passiert, nachdem wir so lange keine Wettkämpfe mehr hatten.“ Bisher konnte er im Training eine solche Situation nur simulieren und nur so tun, als ob es auf jeden einzelnen Schuss ankommt. Erst Mitte März, wenn die erste nationale Vorausscheidung zur Europameisterschaft über die Bühne geht, wird er in diesem Punkt klarer sehen.

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