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Juhu, das wird was mit der Bestleistung: Ulrike Greif mit dem Fähnchen, das ihr bei Kilometer 50 überreicht wurde.

Laufsport

Ulrike Greif beendet Saison furios

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Sechs Stunden lang zu laufen, das ist schon eine Leistung. Ulrike Greif aus Penzberg hatte in München ein besonderes Ziel - und dieses auch erreicht.

Penzberg – Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es so schön. Im Falle von Ulrike Greif bedeutete Konkurrenz eine persönliche Bestleistung. Beim 6-Stunden-Lauf in München-Moosach, ausgetragen im Park um das Sportgelände des Post SV, absolvierte die Penzbergerin innerhalb der Wettkampfzeit stolze 63,169 Kilometer. Ihren bisherigen Rekord (gelaufen heuer im März in Nürnberg) verbesserte sie um mehr als einen halben Kilometer. Die 44-Jährige freute sich über einen „sensationellen Saisonabschluss“. Da konnte es Greif auch verschmerzen, dass ihr Konkurrentin Irina Hagedorn (38) auf den letzten Metern mit einem Schluss-Spurt noch den zweiten Platz in der Frauen-Klasse wegschnappte.

Mit der Läuferin hatte die Penzbergerin die letzten gut zehn Kilometer zusammen absolviert. „Uns war beiden klar: Das wird kein Kampf um die Plätze, sondern um die jeweilige Bestleistung“, berichtete Greif. Die beiden pushten sich sich gegenseitig. Von Konkurrenzdenken keine Spur: „Das war eine echt nette Stimmung“, sagte Greif. Im Ziel waren beide der Meinung, dass sie ihre Kilometerleistung „ohne die andere nicht rausgeholt hätten“.

Zufrieden im Ziel: Ulrike Greif (grünes Trikot) im Gespräch mit Zuschauerinnen und der Zweitplatzierten, Irina Hagedorn (r.).

In der Früh fühlte sich Greif, die davor nur einen langen und zwei mittellange Trainingsläufe absolviert hatte, ziemlich kaputt. Für sie kein Problem: „Das kenne ich, das habe ich vor solchen Läufen öfter.“ Nach einer Stunde war ihr dann aber klar, dass es mit einer Bestleistung etwas werden könnte. Die Bedingungen waren perfekt: kühl, trocken und windstill. Beim Sri-Chinmoy-Lauf hat jeder Teilnehmer seinen persönlichen Runden-Zähler (die Strecke führt über einen 1850 Meter langen Rundkurs). Der „hat mich immer angefeuert, da musste ich mein Tempo echt drosseln, um mich nicht mitreißen zu lassen“, berichtete die Penzbergerin. Ohnehin war sie recht flott angegangen, „das hätte auch schiefgehen können“. Die 50-Kilometer-Marke passierte sie nach 4:43:28 Stunden – so schnell, war sie noch nie gewesen. Inzwischen lag Greif an der dritten Stelle. Die Zweitplatzierte hatte sie in Sichtweite, die Viertplatzierte spürte sie im Nacken. „Das spornt an“, so die Ultraläuferin. Trotzdem erlebte sie auch schwierige Phase, in denen sie sich dachte: „Mist, die Bestleistung rückt gerade weg.“ Bei Kilometer 53 musste sie eine Runde langsamer laufen, um wieder in die Spur zu kommen. „Ich versuche dann nicht mehr auf die Uhr zu schauen, sondern einfach nur zu laufen.“ Am Ende ging wieder alles gut. „Da sieht man mal wieder, wie viel bei so einem Lauf im Kopf stattfindet.“

Mit in München am Start war auch Helmut Risser (LG Staffelsee), der sich in der Region für die „I run for life“-Aktion engagiert. Er lief bei den „Senioren 2“ und kam innerhalb der Wettkampfzeit auf 55,574 Kilometer. Damit wurde er Zweiter. Dies Tagesbestleistung gelang Christof Mittendrein, der 75,481 Kilometer abspulte.

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