Basketball-Spiel des TSV Weilheim in der 2. Regionalliga.
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Das ist drei Monate her: In ihrem dritten und bis dato letzten Spiel in der 2. Regionalliga Süd feierten Weilheims Männer (in weißen Trikots, hier Alex Brem am Ball) einen 69:66-Heimsieg. Ende März soll die Saison fortgesetzt werden.

BASKETBALL

Verband verschiebt Re-Start auf 20. März - Weilheimer Routinier ist skeptisch

  • vonRoland Halmel
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Gänzlich abgeschrieben hat der Bayerische Basketball-Verband die Saison in den höheren Ligen noch nicht. Am 20. März soll sie fortgesetzt werden. Florian Willkomm vom TSV Weilheim ist skeptisch.

Landkreis – Bereits im vergangenen Dezember war die Skepsis beim Bayerischen Basketball-Verband (BBV), was einen geregelten Spielbetrieb in der Saison 2020/21 anging, sehr groß. In der Zwischenzeit ist klar, dass die zuvor noch angepeilte Fortsetzung der laufenden Spielzeit in vollem Umfang nicht möglich ist. „Nach der erneuten Verlängerung des Corona-Lockdowns durch die Bayerische Staatsregierung am 6. Januar hat der BBV für seine Ligen einen Re-Start zum 20. Februar aufgegeben“, teilte der Verband seinen Vereinen mit. „Gleichwohl soll in Regional- und Bayernligen weiterhin eine Fortsetzung des Spielbetriebs angestrebt werden“, schreibt der BBV, der die Saison in den höheren Klassen noch nicht gänzlich abgeschrieben hat.

Für die Saisonfortsetzung in den Ligen der Erwachsenen ab der Bayernliga sowie beim Nachwuchs ab der Landesliga, wird nun der 20. März ins Auge gefasst. Beim TSV Weilheim betrifft dies die erste Herren-Mannschaft in der 2. Regionalliga und die männliche U14, die in der Landesliga spielt. Losgehen soll es zunächst mit Nachholspielen, ehe die Teams eine Woche später mit dem Rest-Spielplan beginnen. Gespielt wird dann aber nur noch eine Halbrunde: Das heißt: Jedes Duell wird nur einmal ausgetragen, es gibt kein Rückspiel. Bereits absolvierte Partien werden gewertet. Die Weilheimer Herren haben in der 2. Regionalliga Süd bislang drei Partien ausgetragen, und zwar gegen DJK SB München (76:68), die Fibalon Baskets Neumarkt (97:103) und den TSV Wolnzach (69:66).

Bei den Verantwortlichen des TSV Weilheim stoßen die Planungen des BBV auf Skepsis. „Nachdem es vier Wochen vorher mit dem Training losgehen soll, sehe ich diesen Termin nicht“, sagt Florian Willkomm. Der 48-Jährige, der viele Jahre mit dem TSV-Männerteam höherklassig Basketball gespielt hat und der im Moment kommissarisch die Jugendleitung in der Abteilung innehat, hält diesen Fahrplan für mehr als optimistisch, nicht zuletzt angesichts verschiedener Forderungen von Politikern, die die harten Einschränkungen bis Ostern aufrecht erhalten wollen. „Ich glaube auch nicht, dass wir im April in die Halle gehen werden, Freizeitsportler sind auf der Prioritätenliste weit hinten“, so Willkomm. „Das würde mir auch gar nichts ausmachen, wenn man die Saison komplett streicht. Lieber wäre es mir, wenn wir einen Trainingsbetrieb mit unserem guten Hygienekonzept in unserer TSV-Blase starten dürften“, so Willkomm. Für ihn ist der Spielbetrieb bis auf weiteres nur Nebensache.

Für den Spielbetrieb gab es bei einer Videokonferenz mit den Verbandsverantwortlichen klare Ansagen. „Die Deadline für eine Wiederaufnahme ist der 8. Mai, und dann müssen alle restlichen Spiele bis 31. Juli gespielt sein“, berichtet Willkomm.

Klar positioniert hat sich indessen bereits der Bezirk Oberbayern, in der neben allen weiteren Weilheimer Teams auch der TSV Peißenberg, der TSV Penzberg und der TSV Peiting spielen. Im Gegensatz zu den anderen bayerischen Bezirken, die bislang noch keine finalen Regelungen getroffen haben, beendeten die Oberbayern den Spielbetrieb für 2020/21 schon vor Weihnachten und übertrugen die Teilnahmerechte auf die Spielzeit 2021/22. Das heißt, dass es keine Auf- und Absteiger geben wird. „Vielleicht gibt es im Frühjahr oder Frühsommer noch Spiele, die werden dann aber Freundschaftsspielcharakter haben“, so Willkomm.

Das Ziel, wieder auf Korbjagd gehen zu können, ist auch der Neujahrsbotschaft des oberbayerischen Bezirksvorsitzenden Rainer König an die Vereine zu entnehmen. „Wir können, sollen und wollen die Zukunft zwar nicht voraussehen, aber wir können und werden uns darum bemühen, alles möglich zu machen, dass unsere Zukunft lebenswert bleibt – und wir wieder Basketball spielen können“, schrieb König. Wann dieser Zeitpunkt sein wird, ist derzeit noch völlig offen ist.

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