Nick Jäger vom TSV Penzberg bei der bayerischen Hallen-Meisterschaft 2020.
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Rekordhalter: Nick Jäger (vo., hier ein Archivfoto) verbesserte in Fürth mit 5:20,08 Minuten die 2000-Meter-Bestzeit in der U23 und bei den Männern.

LEICHTATHLETIK

Nick Jägers vergebliches Warten auf den Konter

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Das war eine starke Leistung: Nick Jäger hat in Fürth bei einem Kader-Wettkampf die bayerische Hallenbestleistung über 2000 Meter verbessert. Im Finish war er der Konkurrenz klar überlegen.

Penzberg/Fürth – Nick Jäger hatte einen Konter der Konkurrenz erwartet, doch der kam einfach nicht. „Ich dachte, dass doch irgendwann mal jemand von hinten kommen müsste“, sagte der Leichtathlet des TSV Penzberg. Doch es kam niemand. Und so lief er beim „Kaderwettkampf Nord“ in der Fürther Sporthalle einem überlegen Sieg über 2000 Meter entgegen. Viel wichtiger als die Platzierung war die Zeit – und die war erstaunlich: Mit 5:20,08 Minuten verbesserte der Penzberger die bayerischen Hallenrekorde in den Altersklassen „U23“ und „Männer“.

Nach seinem für ihn eher mäßigen 3000-Meter-Rennen in Erfurt (wir berichteten) – mit einer Zeit von 8:24,93 Minuten (8. Platz) – war Jäger dieses Mal vollkommen zufrieden. Denn im Ziel war er nicht ganz am Limit. „Wenn noch jemand von hinten gekommen wäre, hätte ich noch was draufpacken können“, gab der Kaderathlet zufrieden zu Protokoll. Die weiteren Plätze belegten Niklas Buchholz (LSC Höchstadt/5:21,14 Minuten), Brian Weisheit (LSC Höchstadt/5:22,08) und Florian Bremm (5:27,43/TV Leutershausen). Der Zweit- und Drittplatzierte blieben ebenfalls noch unter der bisherigen bayerischen 2000-Meter-Bestmarke.

Nick Jäger läuft Hallenbestzeit in zwei Altersklassen

An dem Rennen in Fürth durften nur Kaderathleten teilnehmen. Zunächst hatte Buchholz für 500 Meter die Führung übernommen, danach für 500 Meter Bremm. „Dann übernahm Brian (Weisheit/d. Red.) die Führung. Doch nach 200 Metern habe ich gemerkt, dass Brian das Tempo nicht halten kann“, berichtete der 21-jährige Jäger. 800 Meter vor dem Ziel – das entspricht in der Halle vier Runden – übernahm er also die Führung. Von nun an hielt Nick Jäger das Tempo hoch. Mit mehreren Metern Vorsprung lief er vor seinen Trainingskameraden über die Ziellinie.

Im 2000-Meter-Rennen der Frauen gab es ebenfalls zwei Hallenbestleistungen. Verantwortlich dafür war die 15-jährige Anna Barth (LG Bamberg), die sich mit 6:36,85 Minuten den Sieg holte. Barth gewann im Spurt aus einer Dreiergruppe heraus. Sie ist mit ihrer Zeit nun bayerische Rekordhalterin in den Klassen „W15“ und „U18“. Hindernisläuferin Lisa Schuster (LAC Quelle Fürth), die lange das Rennen angeführt hatte, belegte mit 6:38,17 Minuten den zweiten Rang.

Für eine Top-Leistung sorgte auch Sprinter Jonas Hügen (LAC Quelle Fürth): Der Fürther gewann die 200 Meter in 21,68 Sekunden und liegt damit in der derzeitigen Hallen-Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes an der fünften Stelle. Den ersten Platz hat Owen Ansah (Hamburger/SV) mit 21,05 Sekunden inne. Diese Zeit war er am 16. Januar in Frankfurt/Main gelaufen.  ph

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