Für sie ist kein Platz mehr: Coach Randy Neal (links) und sein Co-Trainer Simon Mooslechner vom Eishockey-Bayernligisten  TSV Peißenberg in der Corona-Saison 2020/21.
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Für sie ist kein Platz mehr: Coach Randy Neal (links) und sein Co-Trainer Simon Mooslechner werden die „Eishackler“ kommende Saison nicht mehr betreuen.

Eishockey: Personelle Veränderungen beim Bayernligisten TSV Peißenberg setzen sich fort

Trainer Randy Neal muss „Eishackler“ verlassen - Ein erster Bewerber wirft seinen Hut in den Ring

  • vonRoland Halmel
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Vergangene Saison betreute Randy Neal die „Eishackler“ in gerade mal fünf Spielen - jetzt muss er gehen. Erste Kandidaten für die Nachfolge werden schon gehandelt.

Peißenberg – Das Gastspiel nach der Rückkehr zum TSV Peißenberg, den er bereits für drei Spielzeiten von 2014 bis 2017 trainiert hatte, fiel recht kurz aus: Nach nur fünf Partien war für Trainer Randy Neal und sein Team die Saison in der Bayernliga corona-bedingt beendet. Weitere Spiele als Coach der „Eishackler“ werden für den 64-jährigen Deutsch-Kanadier nicht hinzukommen.

Eishockey: Vor einem Monat hatte bereits Spartenchef Norbert Ortner den Rückzug angetreten

Ende vergangener Woche verkündeten die Peißenberger Verantwortlichen, dass sie die Zusammenarbeit mit Neal in der kommenden Saison nicht fortsetzen wollen. „Auch beim Trainerteam unserer Seniorenmannschaft wird die Abteilung Eishockey des TSV Peißenberg neue Wege einschlagen“, lautete die offizielle Meldung der „Eishackler“, nachdem vor einem Monat bereits Abteilungsleiter Norbert Ortner seinen Rückzug erklärt hatte. Auch Simon Mooslechner, der sieben Jahre als Co-Trainer bei den Peißenbergern im Einsatz war, wird sich verabschieden. „Wir möchten uns herzlichst bei Randy und Simon für die jahrelange Zusammenarbeit bedanken und wünschen euch sowohl privat als auch sportlich alles Gute für die Zukunft“, erklärte „Eishackler“-Sprecher Andreas Schugg.

TSV-Präsident Stefan Rießenberger, der die Abteilung bis zur nächsten Hauptversammlung kommissarisch leitet, war bei dieser Aktion nicht beteiligt. „Die neue Vorstandsmannschaft muss sich das Team, mit dem sie zusammenarbeitet, so gestalten, wie sie es für richtig erachten“, so Rießenberger. „Die einzige Vorgabe, die es von mir gegeben hat, war, dass sie Randy und Simon die Nachricht selbst überbringen.“ Bei der Verkündung dieser Botschaft hielt sich der Präsident im Gegensatz zur Causa „Ortner“ also komplett raus.

Ich war schon überrascht und auch enttäuscht.

Randy Neal, nunmehr Ex-Trainer des TSV Peißenberg

„Ich war schon überrascht und auch enttäuscht“, sagte Neal nach seiner Demission. Er wundert sich Neal über die veränderte Marschrichtung des designierten Vorstandsteams: „Wir waren schon in der Planung für die kommende Saison, und auch im Nachwuchs war ich involviert“, berichtetet der 64-jährige, der sich bei seiner Rückkehr zu seinem alten Verein im vergangenen Jahr eigentlich ein längeres Engagement vorgestellt hatte. „Ich hatte damals gute Angebote dafür ausgeschlagen“, sagt Neal, der auch gern mit seinem Co-Trainer Simon Mooslechner weitergearbeitet hätte. „Es ist schon schade, aber es ist halt so“, sagte Mooslechner, der die Entscheidung alles andere als begeistert zur Kenntnis nahm. „Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wie es weitergeht. Ich kann das aber ganz entspannt auf mich zukommen lassen“, so Mooslechner.

Eishockey: Ist Randy Neal ein Kandidat für das Traineramt beim EC Peiting?

Für Neal ist indessen klar, dass er als Trainer weitermachen will, auch wenn noch völlig offen ist, wo sein neuer Wirkungsbereich sein könnte. „Ich liebe das Eishockey, ich habe die nötige Lizenz und auch Erfahrung“, ist Neal guter Dinge, einen passenden Verein zu finden. Ob der vielleicht EC Peiting heißen könnte, bei dem sein Sohn Dennis spielt, der seinen Vater als potenziellen Nachfolger von Sebastian Buchwieser ins Spiel brachte? Das alles ist laut Neal bislang nur Spekulation. „Wenn was kommt, höre ich mir alles gerne an“, sagt der Deutsch-Kanadier.

Eishockey: Christian Kratzmeir wird als möglicher Nachfolger von Neal genannt

Wer ihn als „Eishackler“-Coach beerben wird, ist ebenfalls noch nicht geklärt – auch wenn es schon den einen oder anderen Kandidaten für dieses Amt gibt. Einer davon ist Christian Kratzmeir, der ehemalige Coach der Peißenberger U20. „Ich habe mich schon vor der letzten Saison beworben,“ verriet Kratzmeir. Mit einer Entscheidung, wer das Peißenberger Team in die Bayernliga-Saison 2021/22 führen wird, ist noch in den nächsten Tagen zu rechnen. „Es laufen Gespräche und bis zum Wochenende wissen wir Näheres“, so TSV-Präsident Rießenberger. Er ist zuversichtlich, dass die Trainerfrage zeitnah geklärt ist. „Die Spieler wollen wissen, wer sie trainiert“, so Rießenberger.

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