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Der Aulauf - auch ein positives Zeichen für Normalität

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Von: Paul Hopp

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Hoffen auf viele Teilnehmer beim Aulauf: (v.l.) Michael Nechansky (Sponsor/Malerei und Bodenlegerei), Siegfried Gemander (AOK), Michael Horstmann (Chef Leichtathletik-Abteilung), Günter Klose (Sponsor/Dachsbräu) und Dieter Pausch (1. Vorsitzender TSV Weilheim).
Hoffen auf viele Teilnehmer beim Aulauf: (v.l.) Michael Nechansky (Sponsor/Malerei und Bodenlegerei), Siegfried Gemander (AOK), Michael Horstmann (Chef Leichtathletik-Abteilung), Günter Klose (Sponsor/Dachsbräu) und Dieter Pausch (1. Vorsitzender TSV Weilheim). © Paul Hopp

Der TSV Weilheim lädt für 1. Mai zur 86. Auflage seines Hans-Bayerl-Gedächtnislaufs ein - in gewohntem Präsenz-Format. Damit will der Verein auch Zeichen setzen.

Weilheim – Ein Sprint aus dem Stand und mit „kalten“ Muskeln – das tut weh. Für den Aulauf, den Traditionswettbewerb des TSV Weilheim schlechthin, nimmt die Leichtathletik-Abteilung aber durchaus Unannehmlichkeiten in Kauf. Damit die Veranstaltung heuer im gewohnten Präsenz-Format und am regulären Termin (1. Mai/diesmal ein Sonntag) stattfinden kann, mussten Spartenchef Michael Horstmann und seine Helfer tatsächlich einen Kaltstart hinlegen. Denn erst Mitte Februar sei absehbar gewesen, dass die Corona-Lage eine Austragung zulasse. Einen Lauf mit mehreren hundert Teilnehmern binnen ein paar Wochen auf die Beine zu stellen, „ist sportlich“, so Horstmann beim Pressegespräch. Aber die Sparte hat’s geschafft.

Das Engagement weiß TSV-Vorsitzender Dieter Pausch durchaus zu würdigen: „Für den TSV ist wichtig, dass wieder normale Events stattfinden.“ Es habe in den vergangenen zwei Jahren „eine schleichende Entwöhnung vom Sport“ gegeben. Die Austragung des Aulaufs sieht er dabei als Zeichen nach außen: „Normalität ist was Positives und Wichtiges.“ Im vergangenen Jahr hatte der Aulauf zwar stattgefunden, aber als Individualrennen.

Aulauf in Weilheim wie gewohnt am 1. Mai

Was die Veranstaltung als solche betrifft, so gilt laut Horstmann das Motto: „So wie früher.“ Das Programm orientiert sich also an den jüngsten Austragungen: Es gibt als Haupt-Bewerbe die 10 Kilometer und die 5 Kilometer (Lauf und Nordic Walking) sowie eigene Läufe für Kinder und Jugendliche (800 Meter) und die 350-Meter-Distanz für die ganz Kleinen unter acht Jahren. Auf den kürzeren Distanzen starten Mädchen und Buben getrennt – das hat sich etabliert, um die Chancengleichheit zu erhöhen. Den Abschluss bilden wieder zwei Staffel-Wettbewerbe. Es gibt eine Brutto-Zeitnahme. Das heißt, die Uhr beginnt im jeweiligen Rennen nach dem Startschuss für alle zu laufen, egal, wie weit jemand von der Startlinie noch entfernt steht. Das Teilnehmer-Limit für alle Läufe zusammengenommen beträgt 650 Starter.

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In den Kinderläufen erhält jeder Starter/jede Starterin eine Medaille. Obendrein gibt es Sonderwertungen fürs größte Team (ab zehn Teilnehmern) und das schnellste Team (mindestens drei Sportler/es zählt die jeweilige beste Zeit über 5 Kilometer, im Nordic Walking und über 10 Kilometer). An den Startgebühren ändert sich nichts, sie bleiben auf dem Stand von 2019, der bis dato letzten Austragung.

Aulauf am 1. Mai

Die Startzeiten: 10 Uhr: 10 Kilometer. 10:10 Uhr: 800 Meter U10. 11:10 Uhr: 800 Meter U12. 11:40 Uhr: 800 Meter U14. 12:10 Uhr: 350 Meter U8. 12:40 Uhr: 5 Kilometer. 12:50 Uhr: Nordic Walking. 14:10 Uhr: Jugendstaffeln über 4 x 800 Meter. 15 Uhr: Teamstaffeln über 4 x 1500 Meter. Bei den Läufen über 800 und 350 Metern starten Mädchen und Buben getrennt. Das Nordic Walking führt über 5 Kilometer. Alles zu den Strecken und zur Anmeldung unter aulauf.tsv-weilheim.com.

Das, so Horstmann, ist auch aufgrund der „großen Unterstützung unserer Sponsoren“ möglich. Auch wenn der Aulauf rein ehrenamtlich organisiert wird, so fallen diverse Kosten (unter anderem für die Zeitnahme) an. Stellvertretend für die Sponsoren sagte Michael Nechansky: „Man muss es einfach unterstützen, wenn sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene wieder bewegen.“

Wichtig für die Sparte ist die Bewirtung: Mit dem Erlös, der dort erwirtschaftet wird, finanzieren die TSV-Leichtathleten das Kinder- und Jugendtraining und ermöglicht die Teilnahme des Nachwuchses an Wettkämpfen. Horstmann hofft, dass die Corona-Lage am 1. Mai auch tatsächlich eine Verköstigung der Besucher in der Au zulässt. Selbst wenn eine Bewirtung nicht möglich ist, ist für Horstmann klar: „Wir machen es trotzdem.“ Den Menschen ein Angebot zu machen und sich dafür ehrenamtlich zu engagieren, „gehört zum Wesen eines Sportvereins“.

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