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Flott unterwegs: Christine Schichl war in Feldkirchen schnellste Frau. 

Leichtathletik

Nun haben die Post-SV-Triathleten einen Marathon-Sieger unter sich

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Die Triathlon-Abteilung des Post SV Weilheim hat schon viele Erfolge eingeheimst. Nun gehört auch ein Sieg bei einem reinen Marathon dazu. Das Kunststück gelang in Kärnten.

Weilheim/Feldkirchen – Christine Schichl ist bei den Triathleten des Post SV Weilheim derzeit für die besonderen Marathon-Ergebnisse zuständig. Im vergangenen Jahr hatte sie als Zweite in Regensburg für das bis dahin beste Resultat des Vereins bei einem reinen Lauf-Wettbewerb gesorgt. Nun setzte die Lebensgefährtin von Triathlon-Profi Lukas Krämer noch einen drauf: Beim „3. Kärntner Marathon“ am Ossiacher See holte die 33-Jährige den Gesamtsieg bei den Frauen. Die 42,195 Kilometer absolvierte die Peißenbergerin in 3:13:30 Stunden.

Die Zeit ist bemerkenswert, weil die Strecke zu einem Großteil über Kieswege führte, auf denen das Laufen deutlich schwerer fällt als auf Teer, und rund 200 Höhenmeter aufwies. Wo genau der Kurs entlangführte, wurde erst am Abend vor dem Wettkampf bekannt gegeben. Als sie von dem Verlauf erfuhr, „war die Zielzeit Nebensache“, sagte Schichl. Ihr – gemeinsam mit Krämer entworfener – Plan lautete danach: „Einfach nur das Beste rausholen und konstant durchlaufen.“ Und das gelang Schichl bestens. Dass sie einige Höhenmeter zu überwinden haben wird, „wusste ich“, so die Peißenbergerin. „Aber mit 200 Höhenmetern habe ich nicht gerechnet.“

Post-SV: Schichl läuft die ersten 12 Kilometer in 56:47 Minuten

Die Zwölf-Kilometer-Marke hatte sie nach 56:47 Minuten passiert. Die nächste Zwischenzeit wurde bei Kilometer 22 von den Teilnehmern ermittelt, Schichl hatte die Distanz in 1:41:57 Stunden hinter sich gebracht. Die 32-Kilometer-Marke überquerte sie nach 2:27:48 Stunden. Neben der Peißenbergerin nahmen nur drei weitere Frauen die Marathon-Strecke in Angriff. Dies tut Schichls Leistung „auf einer wirklich schweren und langsamen Strecke aber keinen Abbruch“, so Post-SV-Sprecher Wolfgang Weinmann. Zumal keine der anderen Frauen der Peißenbergerin nur annähernd das Wasser reichen konnten. So hatte sie keine Gegnerin, mit der sie sich duellieren konnte. Solche Duelle führen oft dazu, dass die Läuferinnen sich gegenseitig pushen und damit schnellere Zeiten erzielen.

Post-SV: Anspruchsvoller Kurs in Kärnten

Dass der Kurs anspruchsvoll ist, verdeutlicht auch die Siegerzeit des schnellsten Mannes: Der Äthiopier Kidus Gebremeskel kam nach 2:44:38 Stunden ins Ziel. Er hat schon deutlich schnellere Zeiten zu Buche stehen. So gewann er 2005 den Wachau-Marathon in 2:26 Stunden. Eine Woche vor dem Auftritt in Kärnten lief Gebremeskel in Altötting einen Halbmarathon – und siegte in 1:08:19 Stunden. Schichl war mit ihrer Zeit „natürlich zufrieden“. Mit dem Auftritt in Feldkirchen war ihr auch eine Art Wiedergutmachung gelungen: Im Juni hatte sie am Marathon in Regensburg teilgenommen und einen aus ihrer Sicht schlechten Tag erlebt. Mit 3:25:12 Stunden wurde sie Gesamtdritte. 

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