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Stolze Siegerin: Sarah Kappler aus Weilheim.

Judo

Sarah Kappler: Schon fast draußen und dann Turniersiegerin

  • Paul Hopp
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Es läuft derzeit bei Sarah Kappler: Die Judo-Kämpferin aus Weilheim hat in Frankenthal ihr zweites nationales Ranglistenturnier in Folge gewonnen. Im ersten Kampf stand sie schon kurz vor dem Aus.

Weilheim – Sarah Kappler kam einfach nicht in Fahrt. In ihrem ersten Kampf bei der deutschen Pokalmeisterschaft hatte sie binnen kürzester Zeit zwei Strafen aufgebrummt bekommen. Solche gibt es im Judo unter anderem, wenn ein Kämpfer eine zu defensive Haltung einnimmt oder nur Scheinangriffe ausführt. Die Weilheimerin stand schon am Rande der Disqualifikation. Doch dann zwang Kappler ihre Kontrahentin in zwei Strafen – und in der Verlängerung entschied sich das Duell für sich. Ein mäßiger Beginn für die 24-Jährige, doch am Ende des Tages stand sie in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) freudestrahlend ganz oben auf dem Podest. In der Klasse bis 70 Kilo holte Kappler unter 20 Teilnehmerinnen den Turniersieg; ihr zweiter bei einem nationalen Ranglistenturnier binnen eines Monats nach dem Erfolg in Speyer.

Wie schon in der Domstadt trat die Weilheimerin auch bei der Pokalmeisterschaft (dort startete sie mit einer Wildcard) in einer für sie ungewohnten Klasse an, in der Regel kämpft sie in der Kategorie bis 63 Kilo. Nach dem unerwartet zähen Start zeigte sie auch im zweiten Duell noch nicht ihre gewohnte Explosivität, wie es in einer Mitteilung heißt. Mit einer Selbstfalltechnik und einem tiefen Schulterwurf war sie dann aber doch erfolgreich.

Sarah Kappler: Ab dem Viertelfinale in starker Form

Ab dem Viertelfinale legte die Kämpferin des TSV Peiting aber los. Mit zwei mittleren Wertungen besiegte sie die hoch gehandelte Jasmin Neuhold (UJKC Potsdam). Im Halbfinale gegen Melanie Wimmer (SFV Europa/Niedersachsen) gewann sie durch eine sehenswerte Kombination nach der Hälfte der Kampfzeit von vier Minuten.

Im Finale präsentierte sich Kappler hoch konzentriert und dominierte das Duell mit der Berlinerin Cheyenne Schneider (SC Charis) von Beginn an. In der regulären Kampfzeit gelang Kappler zwar keine entscheidende Wertung, ließ sich davon aber nicht verunsichern. In der Verlängerung nutzte sie einen Angriff der Gegnerin aus und beförderte sie auf die Matte. Kappler hofft nun, die Form auch bei der süddeutschen und deutschen Hochschulmeisterschaft zeigen zu können. Für Missmut unter den Athleten sorgte eine etwas unkoordinierte Dopingkontrolle der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Die Klassensieger mussten nach dem Finale bis zu zwei Stunden warten, ehe sie zum Duschen durften.

Sarah Kappler: Langes warten auf die Doping-Kontrolle

Neben Kappler war bei der Pokalmeisterschaft vom TSV Peiting auch Ann-Katrin Schubert mit von der Partie. Sie hatte sich als bayerische Vizemeisterin das Startrecht für dieses Quali-Turnier zur deutschen Meisterschaft erworben. Wie Kappler trat sie in der für sie eigentlich eine Stufe zu hohen 70-Kilo-Klasse an. Ziel für Schubert war eine Podestplatzierung, um damit das DM-Ticket zu lösen. Vereinskollegin Kappler hatte das mit ihrem Turniersieg in Speyer schon geschafft.

Anki Schubert: Hoffnung auf die DM-Qualifikation

Schubert legte gut los, ihren Auftaktkampf gewann sie nach wenigen Sekunden mit einem Hüftwurf und Haltegriff. In Runde zwei zeigte sie gegen Corinna Bayer (ESV Ludwigshafen) eine starke Leistung und setzte Akzente. Beim Versuch einer Kontertechnik wurde sie jedoch von der Gegnerin „übernommen“, wie es im Judo heißt, und unterlag dadurch. Schubert durfte danach in der Trostrunde antreten, da ihre Bezwingerin Poolsiegerin geworden war. Ein Sieg gegen Laura Böhm (PSV Georgsmarienhütte/Niedersachsen)und eine Niederlage gegen Hannah Opitz (JC Wiesbaden) bedeuteten den siebten Platz. Die DM-Qualifikation hat Schubert damit noch nicht erreicht, doch im November hat sie bei der süddeutschen Meisterschaft eine weitere Möglichkeit.

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