+
Eine Szene vom Start des 10-Kilometer-Rennens.

Leichtathletik

Kuriosum beim Weilheimer Aulauf: Die Sieger von 2016 sind wieder vorn

  • schließen

Kuriosum beim 84. Weilheimer Aulauf: Über die 10 Kilometer gewannen bei den Frauen und den Männern die beiden Athleten, die schon 2016 die Top-Zeiten hingelegt hatten.

Weilheim - Damit ja auch alle U-12-Mädchen bestens vorbereitet in ihr 800-Meter-Rennen gehen, geben Kampfrichter Volker Knöthig und Streckensprecherin Elfi Knissel alles. Knöthig kontrolliert, ob alle Gemeldeten an der Linie stehen, und erklärt das Start-Prozedere („Es heißt: ,Auf die Plätze‘, und dann kommt das Signal mit der Klappe“). Knissel bringt die Mädchen noch mit Aufwärmübungen in Schwung – Klatschen, Hüpfen, Trippeln. „Seid ihr alle fit?“, fragt sie. „Ja“, ertönt ein vielstimmiger Chor. Und nach dem Start jagen 24 Mädchen los. 

Aulauf: Die Jüngsten erhalten den meisten Applaus

Die Rennen der Jüngsten standen auch bei der 84. Auflage des Aulaufs am Mittwoch im besonderen Fokus der Zuschauer. Eltern, Großeltern und Geschwister waren gekommen, um die jungen Sportler anzufeuern. Die Kinderrennen waren zum Teil sehr gut besucht. In einigen Läufen, dazu gehörten die 5 Kilometer (Lauf/Nordic Walking), hätten sich die Veranstalter von der Leichtathletikabteilung des TSV Weilheim mehr Starter gewünscht. Insgesamt war Abteilungsleiter Michael Horstmann sehr zufrieden: „Das Wetter ist ja ein Traum. Wir liegen genau zwischen zwei Schlechtwetterphasen.“ Besonders freute es Horstmann, dass die ganze Abteilung hinter der Veranstaltung steht. „Die Helfersuche verlief einfach. Es hat keine Bettel-Mails gebraucht“, sagte er. 48 Frauen und Männer sorgten hinter den Kulissen für das Gelingen des mehrstündigen Events. In den einzelnen Wettbewerben wurden über 530 Finisher gezählt.

Aulauf: Leismanis und Albrecht wieder vorn 

Im Hauptlauf über die 10 Kilometer gab es ein Kuriosum: Die Top-Zeiten liefen der am Tegernsee lebende Lette Karlis Leismanis (35:55 Minuten) und Melanie Albrecht (42:02) vom TSV Partenkirchen. Beide hatten 2016 schon beim Aulauf die 10 Kilometer gewonnen. Leismanis freute sich sichtlich über seinen erneuten Sieg. „Das letzte Mal war ich 40 Sekunden schneller, aber die Zeit ist schon okay“, sagte der 28-Jährige. „Die letzten zwei Kilometer waren wirklich schwer.“ Wegen seines Kindes hat Leismanis die vergangenen zwei Jahre eine Laufpause eingelegt, nun will er wieder verstärkt angreifen. Bei der Siegerehrung bekam er – wie erhofft – einen Pokal: „Das ist für mich eine schönere Erinnerung als ein Sachpreis.“ Sein Fazit: „Ich glaube, ich komme nächstes Jahr wieder“, sagte er. Dritter wurde der Rottenbucher Peter Vogt (37:57) vom Team „Schönegger Käse Alm“. Er spürte noch den Ammer-Trailrun vom Sonntag in den Beinen. Mit seiner Leistung beim Aulauf war Vogt zufrieden: „Endlich wieder ein Podestplatz. Zuletzt war ich mehrmals Vierter.“

Für Siegerin Albrecht war es auch der erste Wettkampf nach einer Pause. Bis vergangenes Jahr absolvierte die Wallgauerin (23) Trailläufe fürs „Team Salomon“. Wegen Verletzungen hörte sie damit auf. Gern wäre sie in Weilheim eine 40er-Zeit gelaufen, doch „hinten raus habe ich mich mit der Streckenlänge verschätzt“, sagte sie lächelnd. Über die 10 Kilometer hat Albrecht eine Bestzeit um die 37 Minuten stehen. 

Aulauf: Hobbyläufer hatten ihren Spaß 

Der Aulauf ist auch und gerade eine Sache für Hobbyläufer. Und die waren über die 10 Kilometer doch in großer Zahl da. Der Weilheimer Alexander Uehlein kam nach 53:55 Minuten ins Ziel, was ihm in der M-50-Klasse den elften Platz bescherte. Mit seiner Zeit war er sehr zufrieden: „Das ist mit meine Bestzeit“. Im Vorjahr lief er am 1. Mai auch eine 53er-Zeit. Ganz spontan, um 22 Uhr am Abend davor, hatten sich Lioba Krammer (30) aus Eglfing und ihre Kollegin Meike Floth (41) aus Bad Kohlgrub gemeinsam zur Teilnahme am Aulauf entschieden. Für Krammer war’s nach dem Gögerltraillauf im März schon der zweite Wettkampf in der Kreisstadt. Sie laufe aber nur „just for fun“, sagte die Eglfingerin, die nach 55:58 Minuten im Ziel ankam. Floth, die erstmals überhaupt bei einem Rennen startete, benötigte 58:48 Minuten. Beide waren zufrieden. „Eine Stunde hatten wir angepeilt“, sagte Krammer. Floths Fazit lautete: „Es hat Spaß gemacht. Der Wettkampf ist nett und super organisiert.“

84. Aulauf in Weilheim: Die besten Bilder des Laufklassikers

Über die 5 Kilometer liefen Zach Davis (18:16) vom TuS Geretsried und Sabine Nagel (20:22) vom „Volllast TriTeam Schongau“. Sie und ihr Lebensgefährte Christian Scholz (mit 18:37 Minuten Dritter bei den Männern) waren mit dem Wohnmobil nach Weilheim gekommen, um direkt nach dem Lauf in den Urlaub zu starten. Die schnellsten Nordic Walker waren Peter Steiner (VfB Gutenzell/32:29) und Sabine Tafertshofer (37:56).

Den Lauftag beendeten die Staffeln. Die Jugendstaffel über 4 x 800 Meter gewannen die „Ski Runners“ (Andreas Weiß, Luisa Schierlinger, Maximilian Piel, Florian Weiss) in 12:22 Minuten. Die Team-Staffel über 4 x 1500 Meter entschieden „Clever Fit Weilheim - Road Runner“ (Patrick Weiß, Tizian Eberhardt, Maximilian Schwinghammer, Zadeh Yuma) in 20:34 Minuten für sich. Die Ergebnisse zum Aulauf gibt es hier.

Auch das ist interessant:

Eine Peißenbergerin überrascht in Fernost - Läuferin Laura Sanktjohanser absolviert ein Auslandsstudium in Südkorea. Mit dem Sporteln klappte es zunächst nicht wirklich - doch dann kam der Halbmarathon in Seoul.

SSV Marnbach zieht starke Darter an - So gut besucht wie noch nie war das Darts-Turnier des SSV Marnbach-Deutenhausen. Am Start war auch ein Spieler des Profi-Verbands BDO – der aber nicht ganz vorn landete.

Aulauf-Sieger überrascht vom eigenen Erfolg - Gutes Laufwetter, 575 Teilnehmer und eine lockere Atmosphäre: Der 83. Hans-Bayer-Gedächtnislauf des TSV Weilheim in der Au war ein Erfolg.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ironman-WM: Triathlet Lukas Krämer bleibt ein Top-Platz auf Hawaii verwehrt
Triathlet Lukas Krämer war zum vierten Mal bei der Ironman-WM auf Hawaii am Start. Im Vergleich zu den Jahren davor lief es für ihn nicht so gut, bei den Profis landete …
Ironman-WM: Triathlet Lukas Krämer bleibt ein Top-Platz auf Hawaii verwehrt
SG Raisting teilweise wie die Indianer
Zum Saisonstart legte mancher Luftpistolenschütze der SG Raisting ein Verhalten wie ein Indianer an den Tag. Als Lob war dieser Vergleich allerdings nicht gedacht.
SG Raisting teilweise wie die Indianer

Kommentare