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Zum Willkomm-Abschied gab‘s einen Sieg

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Abschiedsvorstellung: Flo Willkomm (im weißen Trikot) lief gegen Schwaben Augsburg letztmals für Weilheim auf. Der 45-Jährige wechselt zum TSV 1860 Rosenheim. © Halmel

Die Weilheimer Basketballer  siegen gegen Augsburg mit 75:64. Ein Abschiedsgeschenk  für Routinier Flo Willkomm, der nach Rosenheim  wechselt.

Weilheim – Vom Verletzungspech blieben die Basketballer des TSV Weilheim in dieser Saison bisher weitgehend verschont. Dafür erwischte es die TSV-Korbjäger jetzt dafür umso heftiger: Alex Thumser vergangene Wochwe in Rosenheim, Andreas Thumser im Training und Philipp Brenner kurz vor Schluss der Heimpartie am vergangenen Samstag gegen Schwaben Augsburg zogen sich allesamt Bänderverletzungen zu, aufgrund derer sie wohl längere Zeit ausfallen werden. Darüber hinaus musste Flo Wiedenmann sein Comeback wegen einer Erkältung verschieben. Trotz der Ausfälle gab sich der Spitzenreiter gegen die Vorletzten der Bayernliga keine Blöße. Der 75:64 (39:35)-Arbeitssieg war – inclusive Pokal – der zehnte Erfolg am Stück für die Weilheimer. Damit verteidigten sie auch die Tabellenführung in der Bayernliga.

„Bei Philipp ist es wohl nicht so schlimm. Er wird nächste Woche vermutlich wieder spielen können“, gab TSV-Teamsprecher Flo Willkomm nach dem Spiel bezüglich der Verletztung seines Mitspielers leichte Entwarnung. Gleichzeitig hatte er aber auch eine weitere unerfreuliche Kunde parat. Gegen den Tabellenelften bestritt er selbst sein letztes Spiel für die Kreisstädter. „Ich werde zur Teilnahme an der Ü-35- und an der Ü-45-Meisterschaften zum TSV 1860 Rosenheim wechseln. Diese Entscheidung ist mir in Anbetracht der vielen Verletzungen umso schwerer gefallen“, sagte Willkomm (45), der sich in den vergangenen Jahren stets für einen Verbleib bei seinem Heimatverein entschieden hatte. „Jetzt war ich einfach mal dran“, so Willkomm.

Gegen Augsburg starteten die Weilheimer, die auch noch ohne ihren beruflich verhinderten Coach Darryl Millwood auskommen mussten, überaus nervös. „Keiner wollte so recht Verantwortung übernehmen“, gestand Willkomm. Die Folge war ein 0:10-Rückstand (5.). Erst Ende des ersten Viertels fingen sich die Hausherren, ohne den Gästen jedoch wesentlich näherzukommen. Das änderte sich erst, als Bastian Jungwirth und Andy Brem Mitte des zweiten Viertels mit Drei-Punkte-Würfen erfolgreich waren und Johnny Millwood, der seinen Vater an der Seitenlinie vertrat, auf eine Ganzfeldpresse umstellte. Bis zum Seitenwechsel erarbeiten sich die Weilheimer so einen Vier-Punkte-Vorsprung.

Im dritten Viertel dominierten die Gastgeber, nicht zuletzt dank guter Defensivarbeit, über weite Strecken das Geschehen. Trotz einiger vergebener Freiwürfe bauten die TSV-Herren aufgrund weiterer Dreier von Brem und Rückkehrer Thomas Gansneder sowie einer kleinen Serie von Willkomm den Vorsprung auf 59:42 (27.) aus. Zum Ende des Durchgangs wurde es in der Weilheimer Offensive aufgrund einiger Wechsel erneut zäh. Augsburg kam so wieder besser ins Spiel. Im Schlussviertel nahmen sich die Augsburger mit einigen Meckereien gegen die Unparteiischen jedoch selbst den Wind aus den Segeln. Die Schwaben kamen zwar noch einmal auf neun Punkte heran, in den letzten Minuten ließen sich die Weilheimer die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. 

Statistik Weilheim:

Andreas Brem 21/4 Dreier, Flo Willkomm 15/1, Sebastian Jungwirth 13/1, Raphael Sedlmayr 11, Thomas Gansneder 6/1, Philipp Brenner 5, Alex Brem 4, Richard Schönl, Martin Fernholz.

Roland Halmel

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