Sportkegler Alois Kriesmair (rechts) vom SKC Eberfing und Stefan Haggenmüller (Unterthingau) im Duell.
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Sie legten vor: Eberfings Alois Kriesmair (rechts) und Unterthingaus Stefan Haggenmüller duellierten sich im Startpaar. Haggenmüller gewann klar mit 580:544 Holz. Am Ende durfte aber Kriesmair mit den Eberfingern jubeln.

KEGELN: SKC Eberfing siegt in der Landesliga

Wieder Hochspannung, diesmal aber mit gutem Ende

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Sportkegler von Gut Holz Eberfing mögen es spannend: Auch beim zweiten Landesliga-Spiel fiel die Entscheidung kurz vor dem Ende. Anders als in der Woche davor durfte Gut Holz aber jubeln.

Eberfing – Der Neuner, den Markus Lindner beim drittletzten Schub gelang, war Gold wert. Damit riss der Schlussspieler des SKC Eberfing noch einmal das Ruder herum. Die letzten beiden Würfe absolvierte Lindner auch noch gut – und die Eberfinger konnten ihren ersten Sieg in der neuen Landesliga-Saison bejubeln. Hauchdünn gewann der Aufsteiger auf heimischer Bahn das Duell mit der SG Unterthingau/Kempten. Beim 4,5:3,5 gaben zehn Holz Unterschied den Ausschlag (3325:3315).

„Es war der gleiche Kampf wie in der Woche davor, bloß mit einem besseren Ausgang für uns“, sagte SKC-Spieler Andreas Gattinger mit einem Schmunzeln. Zum Saisonstart hatten die Eberfinger beim TSV Baar-Ebenhausen auf den letzten Schub noch knapp verloren. Dass nun ein Sieg heraussprang, sorgte beim Aufsteiger für Erleichterung. Der Spielverlauf „hat auch gezeigt, welche Moral die Truppe hat“, so Gattinger.

SKC Eberfing: Entscheidung gegen Unterthingau kurz vor Schluss

Die Eberfinger befanden sich „vom Anfang an im Hintertreffen“, berichtete der Routinier, der derzeit als Ersatz fungiert. Dass die SG vorne lag, hatte sie nicht zuletzt Stefan Haggenmüller (580) zu verdanken, der mit der Tagesbestleistung Eberfings Alois Kriesmair (544) deutlich distanzierte. Das andere Duell im Startpaar fand ein ungewöhnliches Ende. Tobias Zahler und Christian Pawlicki hatten jeweils 557 Holz erzielt und zwei Sätze gewonnen – somit bekam jeder einen halben Punkt.

Im Mittelpaar holte Hubert Resch (560) souverän einen Punkt, insbesondere beim Abräumen (215) überzeugte der Paterzeller. Helmut Schütz (532) hatte Chancen auf einen Erfolg, konnte sie aber an diesem Tag nicht nutzen. Als es ins Schlusspaar ging, lagen die Gäste mit 36 Holz vorn. Für die größere Gesamtholzzahl gibt es am Ende der Mann-gegen-Mann-Duelle zwei Zusatzpunkte.

Die Eberfinger mussten also aufholen, was sie letztlich auch taten. Eric Kühberger (561) holte zwar keinen Punkt, aber in den letzten zwei Sätzen verkleinerte er den Rückstand auf Alexander Pawlicki (569) entscheidend. Markus Lindner (571) hatte derweil Christian Wild (517) klar im Griff, der sich überraschend schwer tat. Dennoch verlief der Schlussakkord hoch spannend. Kurz vor dem Ende lag Eberfing noch zurück. Lindners Neuner warf alles noch einmal um.

Beiden Teams bescheinigte Gattinger ein „nicht ganz hohes, aber doch hohes Niveau“. Ein Ergebnis jenseits der 3300 Holz sind auf der Eberfinger Bahn schon eine Leistung. Für Gattinger auch wichtig: Der Kampf lief in absolut fairer Atmosphäre ab. Am kommenden Samstag geht es für die Eberfinger (sofern es die Corona-Lage zulässt) zur DJK Eichstätt. Das Team aus dem Altmühltal steht ebenfalls bei 2:2 Punkten, hat zuletzt aber bei „Alle Neune“ Thal eine 1:7-Niederlage kassiert.

Eberfing: Alois Kriesmair (544 Holz/0:4 Sätze/0 Punkte), Tobias Zahler (557/2:2/0,5), Hubert Resch (560/3:1/1), Helmut Schütz (532/1:3/0), Eric Kühberger (561/2:2/0), Markus Lindner (571/4:0/1). Unterthingau: Stefan Haggenmüller (580/4:0/1), Christian Pawlicki (557/2:2/0,5), Werner Friedlein (541/1:3/0), Martin Pawlicki (551/3:1/1), Alexander Pawlicki (569/2:2/1), Christian Wild (517/0:4/0).

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