Linienbus angefahren und geflüchtet

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Zufrieden nach getaner Arbeit: Der Pollinger Hans-Peter Grünebach konnte seinen WM-Titel zwar nicht verteidigen, das war aber kein Grund, Trübsal zu blasen.

Wintertriathlon

Grünebach glücklich auch mit Silber

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Obwohl Hans-Peter-Grünebach seinen WM-Titel nicht verteidigen konnte, war er dennoch zufrieden. 

Polling/Campolongo – Seinen Titel aus dem vergangenen Jahr konnte Hans-Peter Grünebach bei der Weltmeisterschaft im Wintertriathlon in Asiago (Dolomiten) zwar nicht verteidigen, für den Pollinger Ausdauerathleten war dies aber kein Grund Trübsal zu blasen. „Den Umständen entsprechend flott“, wie der 70-Jährige berichtete, erreichte er als Zweiter seiner Altersklasse das Ziel. Angesichts der Tatsache, dass Grünebach gesundheitlich leicht angeschlagen diesen Wettkampf bestreiten musste, war auch Rang zwei ein großer Erfolg. Geschlagen geben musste sich der Pollinger lediglich dem Esten Juhan Lukk, den er bei der Europameisterschaft 2017 in Otepää noch deutlich distanziert hatte. Mit seiner Silbermedaille gewann Grünebach zum zwölften Mal Edelmetall bei einer WM. Zweimal Gold, je fünfmal Silber und Bronze – so die eindrucksvolle Bilanz.

Der Pollinger ist ein erfahrener Mehrkämpfer. Seit vielen Jahren bestreitet er Triathlons auf der Mittel- und Langdistanz, Cross-Triathlons und Aquathlons. Der härteste Wettkampf dieser Art ist Grünebachs Ansicht nach jedoch der Wintertriathlon, da „hundert Prozent der Strecke über Schnee geführt werden“ und „die Anstiege, Rampen und Abfahrten den Puls ständig am Anschlag halten“, so der 70-Jährige. Obendrein biete das glatte Geläuf kaum einmal die Gelegenheit, Flüssigkeit und Kohlenhydrate aufzunehmen. „Dafür gehen Stürze meist glimpflich aus. Man landet schließlich im Schnee“, so Grünebach.

Den Anfang bei diesem Wettkampf am Centro Fondo Campolongo auf 1550 Metern Meereshöhe machte ein vier Kilometer langer Crosslauf. Der Pollinger bewältigte die Strecke in 23:33 Minuten, damit rangierte er vorerst auf Rang vier. Auf dem sieben Kilometer langen Mountainbike-Kurs arbeitete er sich mit einer Zeit von 21:24 Minuten auf Rang drei vor. Den abschließenden Langlauf-Kurs, ebenfalls sieben Kilometer lang, bewältigte Grünebach als Zweitschnellster seiner Altersklasse (27:33 Minuten), seine Gesamtzeit betrug 1:15.35 Stunden. Der rückstand auf Sieger Juhann Lukk betrug vier Minuten. Auf den drittplatzierten Italiener Valter De Rossi hatte der Pollinger einen Vorsprung von zweieinhalb Minuten.

Pech hatte Hans-Peter Grünebachs Frau Marianne. Sie hatte sich beim Training derart erkältet, dass an eine Teilnahme am Wettkampf nicht zu denken war. Insgesamt waren bei dieser WM etwa 340 Triathleten, unter anderem aus Deutschland, Japan, den Vereinigten Staaten, Österreich, Liechtenstein, Russland, Italien, Estland und Rumänien am Start. Auch wenn es mit der Titelverteidigung nicht klappte, zog Grünebach ein durch und durch positives Fazit: „Das hochklassige Event“ in Asiago und am Centro Fondo Campolongo habe manches Zipperlein vergessen lassen. „Wintertriathlon ist einfach ein Jungbrunnen“, so der 70-Jährige. 

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