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Die Top-Drei im Halbmarathon: (v.l.) Markus Brennauer (3.), Max Weigand (1. ) und Lukas Krämer (2.).
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Gedränge am Start: Vor allem beim 5- und 10-Kilometer-Rennen (siehe Foto) waren viele Teilnehmer dabei. 
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Begeisterung am Streckenrand: Manche Sportler hatten ihren eigenen „Fanclub“ dabei.
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Lief Rekord: Ramona März vom TSV Penzberg.

13. Hapfelmeier-Lauf in Polling

Zwei Rekorde beim Halbmarathon in Polling

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Strahlender Sonnenschein, viele Top-Athleten und mitfiebernde Zuschauer: Der 13. Hapfelmeier-Lauf mit rund 800 Teilnehmern war ein Laufsport-Fest.

Polling – So einen Halbmarathon mit durchschnittlich 17,2 km/h zu laufen, ist ja ein Kinderspiel. Zumindest vermittelte Maximilian Weigand den Eindruck. Als er nach 21,1 Kilometern die Ziellinie an der Pollinger Tiefenbachbrücke überquerte, hatte der 22-Jährige ein entspanntes Lächeln auf dem Gesicht. Ganz so leicht fiel ihm der Sieg auf der Königsstrecke des 13. Hapfelmeier-Laufs aber dann doch nicht zu. „Die Beine waren schon sehr schwer“, sagte Weigand. Das war nicht verwunderlich, am Tag zuvor hatte der Penzberger in Moosham einen 15-Kilometer-Crosslauf absolviert und diesen (natürlich) auch gewonnen. In Polling verbesserte Weigand den (von Vereinskollege Markus Brennauer gehaltenen) Streckenrekord um fast 40 Sekunden auf 1:13:35 Stunden. „Geplant war das nicht. Ich wurde halt einfach immer schneller“, so Weigand.

Er wurde allerdings auch angestachelt. Denn Triathlon-Profi Lukas Krämer, der sich am Abend davor zum Start entschieden hatte, lieferte sich mit dem Penzberger ein spannendes Duell. Die erste Hälfte hatten beide zusammen in 37:08 Minuten absolviert. „Ich wollte eigentlich deutlich langsamer laufen. Aber ich Idiot bin hinterher“, so der Peißenberger in seiner bekannt selbstironischen Art. Ab Kilometer 17 zog Weigand davon, mit 1:14:15 Stunden schaffte Krämer als Zweiter immer noch eine Spitzenzeit. Vorjahressieger Brennauer musste, da er Schwierigkeiten mit den Zehen bekam, anhalten und den Schuh lockern. Mit 1:18:53 Stunden wurde er Dritter.

Bei den Frauen gab es im Halbmarathon auch einen Streckenrekord. Ramona März (TSV Penzberg) war mit ihrer Zeit von 1:28:39 Stunden „total zufrieden“. Für die 25-Jährige war es eine Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell bin“, sagte März freudestrahlend. Sie war, wie Weigand, zum ersten Mal in Polling am Start. Strecke, Wetter, Temperaturen – „alles hat gepasst“, so März. Als zweitbeste Frau lief Christine Schichl, die Lebensgefährtin von Lukas Krämer, nach 1:32:18 Stunden über die Ziellinie. Mit ihrer Zeit haderte sie etwas, im Juni lief sie einen Halbmarathon schon in 1:27 Stunden. Bei Kilometer 17 musste sie aufgrund eines Krampfes in der Wade das Tempo rausnehmen. „So gesehen passt das Ergebnis schon“, sagte die 33-Jährige.

Mit etwas über 90 Teilnehmern war das Feld im Halbmarathon überschaubar, was wohl auch der frühen Startzeit von 9 Uhr lag. Als die ersten Halbmarathonis und auch die kurz nach ihnen gestarteten Walker ins Ziel kamen, füllten sich auch die Reihen an den Absperrgittern mit Zuschauern. Und das Publikum präsentierte sich sportlich – beklatscht wurde jeder, der über die Ziellinie kam. Bestens frequentiert waren die Läufe über 5 und 10 Kilometer. Die 5 Kilometer gewannen Andreas Kölbl (17:31 Minuten) vom TSV Penzberg und Sabine Nagel (19:52) vom „Volllast Tri-Team Schongau“. Über die 10 Kilometer waren Nico Damrat (33:18) von „Arriba Göpperssorf“ und Laura Sanktjohanser (40:04) von den „Lauffreunden Pfaffenwinkel“ die Schnellsten. Mehr als 800 Angemeldete bedeuteten eine starke Beteiligung, die sich auf dem Niveau der Vorjahre befand. „Wir sind auf alle Fälle zufrieden“, sagte Robert Schärfl vom Post SV Weilheim. Knapp 80 Helfer sorgten dafür, dass alles gut über die Bühne ging. „Schön langsam bekommen wir ja Routine rein“, sagte Laufinitiator Josef Hapfelmeier. Er freute sich über eine „in sich stimmige Veranstaltung“. Die kompletten Ergebnislisten gibt es hier.

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