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Spiele für Tölz, Training für die HSG? Adrian Marcu möchte sich zwischen den beiden Landkreis-Vereinen strecken.

Handball

Kommt er, oder kommt er nicht?

Der Tölzer Handballer Adrian Marcu soll als Trainer zur HSG Isar-Loisach wechseln, will sich aber nicht ganz vom TV Bad Tölz trennen. 

Bad Tölz/Geretsried/Wolfratshausen– Das Sommertheater um Adrian Marcu, bisher Spieler beim Tölzer Turnverein, bewegt seit Wochen die Handball-Szene im Landkreis. Der für das hiesige Level überragende rumänische Spieler wird seit geraumer Zeit mit der HSG Isar-Loisach in Verbindung gebracht. Tendenz derzeit: Der 31-Jährige will vorerst weiter in Tölz spielen, aber die HSG trainieren. „Er hat uns erstmal als Trainer zugesagt“, bestätigt Konstantin Seemann, sportlicher Leiter der HSG. „Wie mein Engagement dort genau aussehen soll, muss erst noch schriftlich fixiert werden. Da kann ich im Augenblick noch nichts Genaueres sagen“, sagte Marcu am Mittwoch gegenüber der Heimatzeitung.

Die Qualität des ehemaligen Profi-Handballers ist die Crux an der Sache. „Wir streben nach oben und wollen das Thema Aufstieg jetzt etwas ambitionierter anpacken. Da würde uns ein Spielertrainer wie Adrian Marcu gut zu Gesicht stehen“, gibt HSG-Teamsprecher Sebastian Raviol zu. Andererseits würde der Verlust bei den Tölzer Handballern, die derzeit personell sowieso nicht so gut bestückt sind, eine erhebliche Lücke reißen. „Das wäre ein großes Problem, da wir nicht wirklich viele Spieler haben“, sagt TV-Abteilungsleiter Christopher Jochem. Freilich zeigt er auch Verständnis für Marcu, „wenn er dann in Wolfratshausen etwas dazu verdienen kann“.

Andererseits gibt sich der TVT-Funktionär pragmatisch: „Spielerwechsel sind ganz normal. Letztlich ist keiner unersetzbar. Auch wenn wir Marcu nicht 1:1 ersetzen könnten, so haben wir doch einige junge Spieler mit guten Ansätzen. Ich denke nicht, dass unser Team ohne ihn zusammenbrechen würde. Da habe ich zu viel Vertrauen, in die Arbeit unseres Trainers Martin Barth, der gerade mit den Jungen sehr akribisch arbeitet.“

Von der Idee, als Spielertrainer zur HSG zu gehen, hält allerdings Marcu selbst auch nicht viel, da er dem Tölzer Verein doch stark verbunden ist, seitdem er 2011 aus Rumänien in den Isarwinkel kam: „Ich möchte den TV keinesfalls einfach im Stich lassen. Dort hat man mich seit meiner Anfangszeit in Deutschland sowohl privat als auch beruflich sehr unterstützt.“ Probleme sieht er in dem Modell, in Tölz zu spielen und in Wolfratshausen zu trainieren, nicht.

Bei den Spielern kommt das aber nicht so gut an. „Ich gebe Gas für einen Trainer, der gegen unsere Mannschaft spielt? Was ist das denn für ein Quatsch?“, so die Reaktion eines HSG-Akteurs. Das sieht Marcu genauso: „Bei den beiden direkten Saisonvergleichen würde ich nicht auflaufen. Das wäre unfair.“ Auch wenn die HSG mit dieser Lösung nicht gerade glücklich ist, scheint sich die Führung dort mittlerweile damit anzufreunden. Jochem ist der Meinung: „Keine perfekte Lösung. Ich denke, dass es da mit beiden Teams in der gleichen Liga auf Dauer Probleme geben wird.“ Derzeit freilich stehen alle Signale dahingehend, dass dieses Modell in den nächsten Tagen schriftlich fixiert wird.

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