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Eine ordentliche Fahrt gelang Michaela Niemetz nur im zweiten Lauf. Nach einem Sturz in Durchgang eins musste sich die Geretsriederin mit Rang 23 zufrieden geben.

Naturbahn-EM in Winterleiten

Geretsriederin Michaela Niemetz stürzt im ersten Durchgang

Bei der Naturbahn-EM in Winterleiten wird die Geretsriederin Michaela Niemetz 23. Sie stürzte im ersten Durchgang und wird 23., der zweite konnte etwas versöhnen.

Winterleiten/Geretsried– Unter keinem guten Stern stand die 27. Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen für Michaela Niemetz. Die 24-jährige Geretsriederin, die für den WSV Unterammergau auf den Schlitten steigt, wurde lediglich 23. in der Addition der beiden Wertungsläufe.

Die elfte und zwölfte Zeit in den Trainingsläufen hatte sogar Hoffnungen auf eine Top-10-Platzierung genährt. Damit hätte die Geretsriederin ihren EM-Rang 17 aus dem Passeiertal deutlich verbessert. Doch auf der rund 1000 Meter langen Naturbahn in der Steiermark lief es dann alles andere als wunschgemäß. Bereits im ersten Lauf stürzte Michaela Niemetz. Allerdings bewies sie Steherqualitäten. Unverdrossen setzte sie die verkorkste Fahrt fort und kam mit großem Rückstand ins Ziel.

Zweiter Durchgang kann etwas versöhnen

Der zweite Durchgang klappte schließlich sturz- und pannenfrei, und Niemetz ließ ihr Können aufblitzen. Auf Rang zwölf beendete sie den Lauf. Am 23. und letzten Rang änderte das freilich nichts; zu groß war der Rückstand aus dem ersten Lauf, um noch Boden nach vorne gutzumachen. Entsprechend selbstkritisch zeigte sich die 24-Jährige: „Für mich war das Wochenende leider durch den Sturz im ersten Wertungslauf sehr enttäuschend. Auch wenn ich im zweiten Durchgang noch eine ordentliche Fahrt zeigen konnte.“

Bundestrainer Gerhard Pilz fiel ein Stein vom Herzen: „Wir sind nur glücklich, dass Michaela nicht mehr passiert ist. Sie hätte sich schwer verletzten können.“ Ansonsten war Pilz mit der starken Leistung seiner Frauen sehr zufrieden. Sara Bachmann verpasste die Bronzemedaille als Vierte nur um rund vier Zehntel, Lisa Walch (WSV Unterammergau) wurde Siebte.

Im Teamwettbewerb erreichte die deutsche Mannschaft den vierten Platz. Es fehlt noch ein bisschen was zu den großen Naturbahnrodel-Nationen Österreich, Italien und Russland. „Das Mithalten ist noch schwierig, aber wir kommen immer näher“, prophezeit Pilz. sts

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