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HSG stürzt Spitzenreiter
SG Kaufbeuren mit 24:19-Sieg

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Von: Patrick Staar

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Von starken Abwehrreihen geprägt war die Partie zwischen der HSG Isar-Loisach und der SG Kaufbeuren-Neugablonz. Trotzdem fand die HSG um Philip Teubert (Mi.) immer wieder einen Weg durch das Bollwerk.
Von starken Abwehrreihen geprägt war die Partie zwischen der HSG Isar-Loisach und der SG Kaufbeuren-Neugablonz. Trotzdem fand die HSG um Philip Teubert (Mi.) immer wieder einen Weg durch das Bollwerk. © Patrick Staar

In einer hitzigen Aufstiegsrundenpartie hat die HSG Isar-Loisach durch einen 24:19-Heimsieg Spitzenreiter SG Kaufbeuren bezwungen und selbst die Tabellenführung in der Aufstiegsrunde übernommen.

Geretsried – Die Handballer HSG Isar-Loisach lassen sich derzeit durch nichts und niemanden stoppen: Am Sonntagabend stürzten sie durch einen 24:19-Sieg den bisherigen Spitzenreiter SG Kaufbeuren und übernahmen selbst die Tabellenführung in der Bezirksoberliga-Aufstiegsrunde. „Ich bin platt – aber glücklich“, sagte anschließend Trainer Manuel Sauer.

HSG im Rückstand in der Anfangsphase

Wie zuletzt fand die HSG schwer ins Spiel und lag nach 13 Minuten mit 4:7 in Rückstand. Doch dann kippte die Partie – vor allem, weil die Hausherren in der Abwehr eine nahezu perfekte Leistung zeigten. Immer wieder rannte sich Kaufbeuren fest. Wenn die Gäste doch mal durchkamen, war Torhüter Bartosz Przybylak zur Stelle – oder die Würfe gingen daneben. Dies spiegelt sich in der Statistik wider: In den 17 Minuten bis zur Pause gelangen den Gästen nur noch zwei Treffer.

Abwehrbollwerk um Konstantin Seemann

Auch in der zweiten Halbzeit stand das Abwehr-Bollwerk. Konstantin Seemann blockte reihenweise Würfe aus der Distanz ab. Die hohe Erfolgsquote sei kein Zufall, verriet er schmunzelnd: „Kaufbeuren macht gerne Hüftwürfe, aber wir haben da mit Adrian Marcu einen Mega-Spezialisten in der Mannschaft. Der macht die Hüftwürfe sehr niedrig, fast über dem Knöchel.“ Im Training habe Seemann gelernt, wie man diesen verzinkten Würfen umgeht: „Jetzt weiß ich, wie man sie abblockt.“

Nicklichkeiten in der Schlussphase

Wirklich in Bedrängnis kam die HSG nicht mehr, was auch damit zusammenhing, dass sich die Gäste selbst schwächten. In der 51. Minute sah Julian Haggenmüller die rote Karte, als er Florian Seemann im Sprung etwas zu grob abblockte. Fünf Minuten später leistete sich Manuel Reckziegel ein klassischen Frustfoul, als er Philip Teubert mit Anlauf von der Seite umrammte – ohne die geringste Chance auf einen Ballgewinn. Auch Reckziegel sah die rote Karte. Die HSG-Akteure wollten über diesen beiden eher nutzlosen Aktionen nicht allzu viele Worte verlieren. „Beide Spieler sind groß“, kommentierte Seemann. „Wenn so jemand ein Foul macht, sieht das oft blöd aus – ich kenne das.“ Da das Schiedsrichter-Gespann während der gesamten Partie sehr kleinlich gepfiffen habe, seien die beiden Hinausstellungen gerechtfertigt gewesen. Auch Coach Manuel Sauer wollte nicht allzu viel Aufhebens um die roten Karten machen: „Es geht um die Meisterschaft, daher war’s eine hitzige Partie.

Der Vier- bis Sechs-Tore-Vorsprung hatte während der gesamten Schlussphase Bestand. Am Ende stand ein 24:19 auf der Anzeigetafel. „Kempten war klein, dynamisch und schnell“, analysierte Seemann. „Kaufbeuren ist das genaue Gegenteil, körperlich sehr stark – und das liegt uns besser.“

Rundherum zufrieden war nach dem Schlusspfiff Manuel Sauer. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft – sie hat konstant eine gute Leistung gezeigt“, so der Trainer. Die Abwehr beider Teams sei sehr sicher gestanden: „Da muss man erst mal zu Torchancen kommen.“ Sauer freute sich darüber, dass sich in der von Defensive geprägten Partie gleich neuen verschiedene HSG-Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Ihm schwant: „Im Rückspiel wird das kein Spaziergang.“

HSG Isar-Loisach/Herren: Przybylak (T), D. Wolfgart 1, Teubert 4 (2/4), Mehrkens, K. Seemann 2 (2/2), Reimann 3, Dinebier (T); Friedrich, Drees 2, Marcu 2, F. Seemann 1, Neumüller 1, M. Herrmann, Wolfgart 8 (3/4).

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