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Oberland-Challenge

„Das war keine Erholung hier“

Mooshamer Waldlauf: Neue Strecke mit „extrem fiesen“ Steigungen. Daniel Götz kommt zu spät zum Start und siegt.

Moosham – Extrem eilig hatte es am Samstag der Starter beim 41. Waldlauf des SC Moosham. Um 12.58 Uhr, also zwei Minuten zu früh, schickte Ehrenvorsitzender Michi Aichler die erste Startgruppe auf die neue, 15 Kilometer lange „Extreme“-Strecke der Raiffeisen Oberland Challenge (ROC). Extrem eilig hatte es urplötzlich auch Daniel Götz, der noch mit dem Anlegen seiner Startnummer beschäftigt war, als er die Konkurrenz davonlaufen sah. Der für den SV Bergdorf Höhn startende Athlet nahm kurzerhand die Beine in die Hand, rollte das Feld von hinten auf – und siegte.

Zum ersten Mal in der Geschichte das Mooshamer Waldlaufs hatten die erwachsenen Starter nicht mehr die Strecke von acht Kilometern zu bewältigen, sondern sie mussten in zwei Runden 15 Kilometer laufen. Eine weitere Änderung: Das Rennen zählt nicht mehr zur ROC-Kategorie „Cross“, sondern zur Kategorie „Extreme“.

Erschöpft, aber glücklich erreichte Sieger Daniel Götz nach seiner Aufholjagd das Ziel. „Die neue Streckenführung habe ich unterschätzt, ich hatte mich auf einen Tempodauerlauf eingestellt, aber das war keine Erholung hier“, sagt der 27-Jährige.

Thomas Scheifl (LC Tölzer Land) und Florian Koch (SC Lenggries), die als Zweit- und Drittplatzierte der Herrenkonkurrenz ins Ziel kamen, hatten sich anders als Götz die Route vorab schon angesehen und wussten, was auf sie zukommt. Scheifl zeigte sich „super happy mit der Top-Zeit von unter einer Stunde für diese schwierige Strecke“. Koch war ebenfalls hochzufrieden, obwohl er die Steigungen als „extrem fies“ empfand.

Sehr gespannt waren die Organisatoren des Laufs, wie die neue Etappe von den Athleten angenommen werden würde, hatten sie doch viel Herzblut, Zeit und Mühe ins Festlegen der neuen Strecke investiert. Umso erfreulicher für den Verein, dass die Resonanz der Läufer durch die Bank positiv war.

„Das ist der schönste Lauf der ganzen Challenge“ resümierte Amanda Reiter vom PTSV Rosenheim, die mit einem deutlichen Vorsprung die Damenkonkurrenz gewann. Regina Danner kam vor ihrer Mutter Heidi (beide SC Gaissach) als Zweite ins Ziel. Beide Damen sind eher Bergspezialistinnen, so kam dem Mutter-Tochter-Gespann die hügelige Streckenführung durch den Wald und über Wiesen und Felder entgegen. Als „eine sehr anspruchsvolle Strecke durch ein wunderbares Gelände“ empfand die Drittplatzierte Heidi Danner das Wettrennen: „Ich mag so was.“

Insgesamt gingen 274 kleine und große Läuferinnen und Läufer auf die unterschiedlich langen Rundkurse, die alle bis auf die 15 Kilometer lange Erwachsenen Strecke weiterhin zur Raiffeisen Oberland Challenge Kategorie „Cross“ zählen.

Zügig wurden im Fünf- bis Zehnminutentakt die Altersklassen gestartet, so dass schon bald nach dem Eintreffen der letzten Athleten mit der Siegerehrung begonnen werden konnte. Es gab Sachpreise und Pokale für die Klassenbesten, alle Zwergerl und Kinder freuten sich über die Tafel Schokolade und die teilnehmerstärksten Schulklassen über Gutscheine für ein leckeres Essen.

Sportwart Andi Hörbiger hatte eine Erklärung dafür, warum es Starter Michi Aichler mit dem Startschuss so eilig hatte. „Da hat wohl Michis Uhr die extreme Zeitverschiebung zwischen dem heimatlichen Hof und der Startlinie nicht ausgeglichen“, sagte Hörbiger schmunzelnd. Aichlers Hof liegt paar Meter von der Startlinie entfernt östlich in Fraßhausen.

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