Beachhandball: Belen Gettwart im Sprungwurf.
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Faszination Sand: Belen Gettwart ist eine von drei Young Wildcats, die an der „German Beach Trophy“ teilnehmen.

Event im Beachhandball

Außergewöhnliche Normalität: Drei Talente der HSG Würm-Mitte treten in DHB-Teams bei „German Beach Trophy“ an

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Als Teil der Beachhandball-Nationalteams sind drei Spielerinnen der HSG Würm-Mitte am Wochenende in Düsseldorf. Bei einem ganz besonderen Event, der „German Beach Trophy“.

Würmtal – Drei Tage lang ist für Belen Gettwart, Carolin Hübner und Kristina Krecken alles wieder fast normal – und gleichzeitig doch so außergewöhnlich. Ein Stück Normalität kehrt bei den drei Nachwuchs-Handballerinnen der HSG Würm-Mitte insofern ein, als sie an diesem Wochenende mal wieder im Team Wettkämpfe bestreiten. Da können sie den ganzen Corona-Wahnsinn, der die Welt seit bald einem Jahr im Schwitzkasten hat, zumindest ein wenig beiseiteschieben.

„Ich freue mich einfach mal wieder auf einen Wettkampf“, sagt Hübner. Krecken ergänzt: „Es ist schön, wieder ein bisschen Normalität reinzubekommen.“ Speziell sind die Tage für Gettwart, Hübner und Krecken trotzdem, schließlich handelt es sich bei den Wettkämpfen um interne Duelle der Beachhandball-Nationalmannschaften, deren Kadern das Trio der Young Wildcats angehört.

„German Beach Trophy“ 2021: Beachvolleyball trifft Beachhandball

„German Beach Trophy“ nennt sich die Multisport-Veranstaltung in Düsseldorf, die heuer erstmals stattfindet. Bevor sich ab dem kommenden Mittwoch, 20. Januar, die besten Beachvolleyballer Deutschlands in einem Liga-System messen, sind an diesem Wochenende die Beachhandballer dran.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Nationalteams in diesen schwierigen Zeiten eine Möglichkeit haben, sich auch im Wettkampf weiterzuentwickeln“, erklärt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbunds (DHB). „Wir können Beachhandball in diesem spannenden Umfeld präsentieren. Über digitale Wege können hoffentlich viele Menschen die Faszination Beachhandball erleben und sich vielleicht im Sommer ebenfalls auf diesem Spielfeld versuchen.“

Die DHB-Teams treten in Düsseldorf im Kampf Nord gegen Süd an

Im Turnier in Düsseldorf treten die Spielerinnen und Spieler der Herren- und Damen-Nationalteams sowie der männlichen und weiblichen U17 (ehemalige U16) innerhalb ihrer Mannschaften gegeneinander an. Die vier Beachhandball-Kader werden dazu jeweils aufgeteilt in ein Team Nord und ein Team Süd, die dann innerhalb ihrer Geschlechts- und Altersklasse in Hin- und Rückrunde aufeinandertreffen.

Jede der so entstandenen acht Mannschaften spielt einerseits für sich selbst und andererseits für die Nord-Süd-Gesamtwertung. Zudem soll es zwei teamübergreifende Trickshot-Conteste geben. „Ich bin gespannt, was da auf uns zukommt“, sagt Gettwart.

HSG-Spielerin Krecken: „Es ist ein besonderer Kick“

Die drei HSG-Spielerinnen treten logischerweise alle für den Süden an. Das Turnierprinzip sei spannend, weil einerseits gegen die Mitspielerinnen ein besonderer Ehrgeiz dabei sei, man sich andererseits aber gut verstehe, erklärt Würm-Mittes Trio unisono. Gewinnen sei an diesem Wochenende nicht das Wichtigste – wohl aber das Ziel. So betont Kristina Krecken stellvertretend: „Es ist ein besonderer Kick, sich mit dem Norden zu batteln.“

Sie und Carolin Hübner, beide 16, treten in der U17 an, während Belen Gettwart (18) ihr erstes Turnier mit der Erwachsenen-Nationalmannschaft bestreitet. „Es wird vor allem etwas ganz anderes sein, in einer Arena zu spielen“, meint Gettwart, die bereits Ende des vergangenen Jahres die ersten Lehrgänge mit den DHB-Damen absolvierte. Sie ist voller Vorfreude, obwohl keine Zuschauer zugelassen sind.

Testungen und Separierung: Corona-Maßnahmen bei „German Beach Trophy“

So ganz kann man die Pandemie nämlich auch bei der „German Beach Trophy“ nicht abschütteln. Alle Teilnehmer sind laut DHB zwar Mitglieder der Nationalkader und dadurch trotz Corona berechtigt zu spielen. Dem Turnier zugrunde liege allerdings „ein umfassendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, das unter anderem eine mehrfache Testung auf Covid-19 der Spielerinnen und Spieler vorsieht“. Frauen und Männer seien darüber hinaus in ihren Unterkünften strikt getrennt, teilt Gettwart mit.

Gestern reisten die drei Young Wildcats an, heute steht ein Trainingstag auf dem Programm. Am Samstag und Sonntag geht es dann in der Mitsubishi Electric Halle um Zählbares, in der aus rund 350 Tonnen Sand ein professioneller Court errichtet wurde. Fast wäre sogar ein Quartett der HSG Würm-Mitte in Düsseldorf am Start gewesen. Paula Reips musste ihre Teilnahme am Turnier arbeitsbedingt allerdings absagen.

Beachhandball vs. Handball in der Halle: Das sagen die Talente von Würm-Mitte

Darum kann nur ein Würmtaler Trio an seinen Beach-Fähigkeiten arbeiten. Aber welcher Untergrund ist den drei HSG-Talenten eigentlich lieber, Sand oder Hallenboden? „Das ist überhaupt nicht zu vergleichen“, sagt Kristina Krecken. Belen Gettwart, die im Sand für die Beach Bazis Schleißheim aufläuft, ergänzt: „Ich freue mich immer wieder auf den Wechsel – in beide Richtungen.“

Auch Carolin Hübner, als Beachhandballerin im Dress der Brüder Ismaning unterwegs, stimmt zu: „Die Mischung macht es aus.“ Da sind sich die drei einig.

Liveübertragung der „German Beach Trophy“ online bei Twitch.TV

Zu sehen sind die Beachhandball-Duelle bei der „German Beach Trophy“ kostenlos über die Streaming-Plattform Twitch.TV.

mg

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