Homophobie ist auch im Jahre 2021 noch ein Problem. Das Fußballmagazin 11 Freunde startete jetzt eine Initiative um homosexuelle Fußballspieler zu unterstützen.
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Julian Draxler aus Deutschland (r) und Jannik Vestergaard aus Dänemark in Aktion. Draxler trug eine regenbogenfarbene Kapitänsbinde gegen Homophobie.

Der BFV unterstützt die Initiative vom Fußballmagazin 11 Freunde

Bayerischer Fußball-Verband unterstützt Aktion gegen Homophobie

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Homophobie ist auch im Jahre 2021 noch ein Problem. Das Fußballmagazin 11 Freunde startete jetzt eine Initiative um homosexuelle Fußballspieler zu unterstützen.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) unterstützt die Initiative des Fußballmagazins 11Freunde „Ihr könnt auf uns zählen! Gegen Homophobie im Fußball“, mit der über 800 Fußballprofis ihre Solidarität mit homosexuellen Fußballspielern zeigen und eine Solidaritätserklärung unterzeichnet haben.

Schwule Fußballer glauben ihre Sexualität verstecken zu müssen


Darin geht es unter anderem darum, dass es auch im Jahr 2021 noch immer keinen einzigen offen homosexuellen Fußballer in den deutschen Profiligen der Männer gibt. Die Angst, nach einem Coming-out angefeindet und ausgegrenzt zu werden und die Karriere als Profifußballer zu gefährden, sei offenbar immer noch so groß, dass schwule Fußballer glauben, ihre Sexualität verstecken zu müssen. Mit der Aktion soll niemand zu einem Coming-out gedrängt werden. Dies sei immer die freie Entscheidung eines jeden Einzelnen, betonen die Profis. Jedoch wollen sie zeigen, dass sich jeder, der sich dafür entscheidet, der vollen Unterstützung und Solidarität der Unterzeichner sicher sein kann. „Weil es zu den elementaren Freiheitsrechten jedes Menschen gehört, sich zu seiner sexuellen Orientierung bekennen zu können. Und weil nur der seinen Beruf mit Freude ausüben kann, der nicht einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit vor anderen verstecken muss.“

Homophobie ist auch im Amateurfußball ein Problem

Da auch im Amateurfußball das Problem Homophobie auf vielen Ebenen existiert, appelliert der BFV nun an seine rund 4600 Mitglieder, sich ebenfalls zu positionieren. Der Verband schreibt: „Zeigt Gesicht, indem ihr euch – analog zu den Profis – mit einem Pappschild, auf dem ,Ihr könnt auf uns zählen’ steht, fotografiert und in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #ihrkönntaufunszählen veröffentlicht.“  

(Michael Grözinger)

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