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Bürgermeister beim Bully: Schirmherr Heinrich Hofmann eröffnete das Eishockey-Derby, Monika Pink und Patrick Kaszo kämpften um den ersten Puck.

Eishockey-Derby für guten Zweck

2020 Euro und eine Premiere: Benefizspiel auf dem Eiswunder in Planegg glückt

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2020 Euro im Jahr 2020 sind beim Wintergame auf dem Eiswunder in Planegg zusammengekommen. Das Benefiz-Eishockeyspiel war ein voller Erfolg.

Planegg – Als es dann noch zu schneien anfängt, sind die Voraussetzungen für ein echtes Wintergame unter freiem Himmel perfekt. 250 Zuschauer lassen sich weder vom Schnee noch von den kalten Temperaturen abhalten und wohnen am Eiswunder des Feodor-Lynen-Gymnasiums dem Geschlechterkampf der beiden Planegger Eishockeyvereine bei. Am Ende siegen die Damen des ESC Planegg standesgemäß mit 8:4 (2:1, 3:1, 3:2) über die Herren des EC Planegg-Geisenbrunn.

Im dritten Anlauf gewinnt der ESC Planegg erstmals

Es war der heiß ersehnte erste Sieg im Derby für den Bundesligisten. Die beiden Partien zuvor hatten die Hobby-Eishackler für sich entschieden. „Wir haben die Verhältnisse zurechtgerückt“, sagte Michael Lehmann und freute sich über die sportliche Seite des Benefizspiels, dessen Einnahmen dem Stockdorfer Eltern-Kind-Programm zugutekommen. Der Sportliche Leiter des ESC sah sein Team auf der kleinen Eisfläche klar im Vorteil.

Stocktechnisch hatten seine mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickten Damen wesentlich mehr zu bieten als die Burschen, denen es per Absprache verboten war, ihre wirksamste Waffe zum Einsatz zu bringen: ihre physische Kraft. Als das Eis nach dem Schneefall immer besser wurde, kombinierten sich die Pinguine in einen Rausch. „Die wollen natürlich nicht gegen Mädels verlieren“, meinte Lehmann in Richtung des ECPG. Die bedauernswerten Herren blieben aber jederzeit höflich und ließen sich nicht zu übertriebenen Härten hinreißen.

Technische Überlegenheit: Kathrin Lehmann und ihre Bundesliga-Teamkolleginnen rückten die Verhältnisse auf dem Eis mit einem ungefährdeten Sieg zurecht.

Benefiz: Zuschauer zahlen über 1000 Euro - ESC Planegg legt noch etwas drauf

Aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Eis brillierten alle mit guten Manieren. Ein Zuschauer, der erst zu den letzten fünf Minuten erschien, zahlte freiwillig nicht nur den vollen Eintrittspreis von fünf Euro, sondern legte noch einen Fünfer drauf. Die Spendenfreudigkeit der Würmtaler war so groß, dass am Ende für den guten Zweck 1271 Euro zusammenkamen. „Die Leute haben gerne gegeben“, sagte Klaus Wüst erfreut.

Bei so viel Großzügigkeit wollte sich der ESC-Präsident auch nicht länger zurückhalten: Um das laufende Jahr zu würdigen, stockte der Verein gemeinsam mit der Firma Dirk Haberkamp auf 2020 Euro auf.

Ohne Mithilfe der Sponsoren hätte das Lokalderby wohl an Öffentlichkeitswirksamkeit eingebüßt. Die Glaserei Zehentbauer aus Gauting und die Firma Hartl Metallbau & Brandschutz aus Geisenbrunn finanzierten die Werbung, während Planeggs Bürgermeister und Schirmherr Heinrich Hofmann die Bewirtung der beiden Teams im Vereinsheim des ECPG übernahm. Lehmanns Bilanz: „Es hat allen Spaß gemacht.“

hch

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