Fußball-Spieler jubeln
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Jubel im Sport: Die Corona-Freigaben ab kommendem Montag, 7. Juni, sind bahnbrechend. (Symbolfoto)

Minimale Einschränkungen

Entscheidende Corona-Freigaben im Sport: Das gilt ab 7. Juni für den Amateurbereich in Bayern

  • Michael Grözinger
    VonMichael Grözinger
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Es ist eine Rückkehr in fast vergessene Zeiten: Ab Montag, 7. Juni, ist im Sport-Amateurbereich in Bayern fast alles wieder erlaubt. Wir haben die Regeln zusammengefasst.

Würmtal – „Im Bereich Sport wird sich für den Normalbürger kein Unterschied mehr ergeben zu dem, wie es früher war. Vom Fußballspiel bis zu sonstigen Freizeitaktivitäten sind allen Möglichkeiten Tür und Tor geöffnet.“ Mit diesen beiden Sätzen erteilte Hubert Aiwanger dem Amateursport ab kommendem Montag, 7. Juni, grünes Licht. Der stellvertretende Bayerische Ministerpräsident verkündete die Freigaben am Freitagmittag im Rahmen der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, in der die ab Montag gültige 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auf den Weg gebracht worden war.

„Mehr Lebensfreude in Bayern“: Söder erklärt Corona-Lockerungen

Als „umfangreiches Öffnungs- und Normalisierungskonzept“ bezeichnete Ministerpräsident Markus Söder die nächsten Lockerungsschritte für „mehr Lebensfreude in Bayern“. Neben Gastronomie und anderen Wirtschaftsbereichen, Schule, Privatleben sowie Kultur greifen auch im Sport immense Freigaben: Nahezu alle Einschränkungen fallen weg, solange die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis stabil unter 50 liegt; in den Landkreisen München und Starnberg ist das längst der Fall, am Freitag lagen die Werte bei 22,0 (München) beziehungsweise 6,6 (Starnberg).

Großer Schritt für Sport in der Halle: Bayern macht die Tore auf

Für die Freiluftsportler ändert sich vergleichsweise wenig, jedoch entfällt die Obergrenze von 25 Personen, und auch Spielbetrieb (nicht nur Training) ist wieder erlaubt. Zudem sind bei Sportveranstaltungen im Freien prinzipiell 500 Zuschauer auf zugewiesenen Sitzplätzen zugelassen. Für Sportanlagen mit Stehbereichen stehen Details noch aus.

Im Bereich Sport wird sich für den Normalbürger kein Unterschied mehr ergeben zu dem, wie es früher war.

Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident in Bayern

Immense Auswirkungen haben die neuen Maßnahmen auf die Hallensportler. Insbesondere Kontaktsportarten wie Handball hatten bis dato mit starken Einschränkungen zu kämpfen. Diese entfallen, normales Training ist ab Montag zu den gleichen Bedingungen gestattet wie im Outdoor-Bereich.

Nur noch wenige Sport-Einschränkungen - Auch Versammlungen erlaubt

Auch Vereinsversammlungen sind wieder möglich – bei einer Inzidenz unter 50 mit 100 Personen draußen oder 50 Personen innen. Einschränkungen gibt es nur noch dahingehend, dass weiterhin Hygienekonzepte notwendig sind, beispielsweise für Kabinennutzung oder die generelle Obergrenze an Personen in einer Halle.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 gelten genau die gleichen Sport-Regeln – mit der Bedingung, dass alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Teilnehmer über einen tagesaktuellen Negativtest verfügen müssen. Neu ist dabei, dass ein morgendlicher Test in der Schule auch für den Sportbetrieb am selben Tag gültig ist.

Zwei Lockerungen für die Schule betreffen auch den Sport

Eine weitere Lockerung im Bereich Schule betrifft den Sportunterricht: Die dortige Maskenpflicht entfällt. „Das ist vertretbar“, sagte Söder am Freitag. Die neuen Schul-Regeln greifen allerdings erst mit zwei Wochen Verzögerung, also ab 21. Juni.

Erste Sportverbände im Freistaat reagierten begeistert auf die Rückkehr in fast vergessene Zeiten. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) etwa sprach von einem großen „Schritt zurück zu mehr Normalität“. Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) versprach, seine Vereine am Montag „umfassend über alle neuen Regelungen“ zu informieren.

mg

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