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ESC Planegg schlägt Spitzenreiter ECDC Memmingen und erobert Bundesliga-Tabellenführung

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Von: Christian Heinrich

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Doppelpack geschnürt: Kerstin Spielberger (l.) traf für den ESC Planegg gegen den ECDC Memmingen doppelt.
Doppelpack geschnürt: Kerstin Spielberger (l.) traf für den ESC Planegg gegen den ECDC Memmingen doppelt. © Richard Langnickel

Der ESC Planegg kann doch noch als Tabellenführer und damit in der Pole Position in die Play-offs gehen. Im Spitzenspiel schlugen die Eishockey-Damen den ECDC Memmingen.

Planegg – Michael Lehmann verneigt sich tief vor seiner Mannschaft. „Wir gehen damit super um“, sagte der Sportliche Leiter des ESC Planegg und attestierte seinen Eishockey-Damen einen ausgezeichneten Charakter. Am Samstag hatten die Pinguine noch ihre ehemalige Mitspielerin Sophie Kratzer zu Grabe getragen, am Sonntag fegten sie den ECDC Memmingen in der Bundesliga mit 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) vom Eis.

ESC Planegg in den Play-offs gegen Mannheim oder Berlin

Der Sieg über den Titelverteidiger bescherte dem deutschen Rekordmeister nicht nur den besseren direkten Vergleich mit dem bayerischen Rivalen. Einen Spieltag vor dem Saisonfinale führt der ESC die Tabelle an und schuf sich damit ideale Bedingungen vor dem Start der Play-offs. Als Erster der regulären Saison träfe die Mannschaft von Trainer Marcel Breil entweder auf die Mad Dogs Mannheim oder auf die Eisbären Juniors Berlin, die noch um den vierten Rang ringen.

Die Partie gegen Memmingen begann für Planegg mal wieder so wie viele zuvor auch. Die Allgäuerinnen gingen bereits nach vier Minuten durch Marie Delabre in Front. „Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, stark zu starten“, sagte Lehmann. Aber die Wucht, die der ECDC in der Anfangsphase entfachte, war einfach zu groß. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen jedoch die Pinguine die Initiative. Drei Überzahlsituationen verpufften zwar ereignislos, dafür klappte es im zweiten Abschnitt immer besser mit der Chancenverwertung. Theresa Wagner und Kerstin Spielberger drehten in Unterzahl die Partie für die Gastgeberinnen. Beide Treffer bereitete Anna Fiegert vor.

Pinguine aus Planegg in dieser Form schwer zu schlagen

Der Meister versuchte im letzten Abschnitt, noch einmal das Spiel zu drehen. Aber richtig gefährlich wurde es vor dem Tor der starken Lisa Hemmerle nicht, weil ihre Vorderleute kompakt verteidigten. „Es war nicht die große Gefahr“, meinte Lehmann und schwärmte von einer „Bomben-Abwehr“, die kräftig aufräumte. Brenzlig wurde es dagegen vor dem Kasten der Memmingerinnen: Nach Vorarbeit von Jacyn Reeves und Julia Zorn schnürte Spielberger einen Doppelpack, Franziska Feldmeier machte vier Minuten vor der Schlusssirene alles klar. Das Zuspiel war von Justine Reyes gekommen.

„Wenn wir die Leistung bringen wie zuletzt, sind wir schwer zu schlagen“, sagte Lehmann. Platz eins wäre für den Sportchef „von der Psyche her wichtig“. Aber egal, wie die Saison noch läuft, einen klaren Fortschritt zu den vergangenen Jahren verzeichnen die Pinguine schon jetzt.

hch

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