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Matthias Fritsche betreute zuletzt Geretsried inder Landesliga. Er selbst spielt Football in Starnberg.  

Fraueneishockey

Footballer Fritsche übernimmt Pinguine

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Touchdown! Mit Matthias Fritsche hat der ESC Planegg einen neuen Trainer verpflichtet. Auch die neuen Amerikanerinnen sind bereits eingetroffen.

Planegg – Die Pinguine sind auf der Suche nach einem neuen Trainer endlich fündig geworden. Mit Matthias Fritsche präsentierte der Eishockey-Bundesligist den lang ersehnten Nachfolger für Michael Lehmann. „Er geht zu uns, weil er vorwärtskommen und Erfolg haben will“, sagt ESC-Präsident Klaus Wüst erfreut über die Zusage des 33-Jährigen.

Bisher hat sich Fritsche einen Namen bei den Geretsried River Rats gemacht. Von 2013 an betreute er das Damen-Team in der Landesliga und arbeitete nebenbei auch im Juniorenbereich. In der Landesliga war der Coach mit seinen Damen regelmäßig in der Spitze präsent, aber der anvisierte Aufstieg scheiterte stets daran, dass sich der Verein nicht auf das Abenteuer Bundesliga einlassen wollte. In Planegg bekommt Fritsche nun die Chance, zu zeigen, was er wirklich drauf hat. Dass er über großen Ehrgeiz verfügt, wissen auch die Footballer der Starnberg Argonauts, zu deren Kader er gehört. Wüst schätzt vor allem an seinem neuen Coach, dass er die nötige Bereitschaft mitbringt, sich in eine neue Situation einzuarbeiten. „Er ist unabhängig“, meint der ESC-Boss, der es schon mal als Vorteil sieht, dass Fritsche weder Kind noch Kegel hat.

In den nächsten Tagen wird der Übungsleiter die Pinguine im Training näher kennenlernen. Allerdings wird er dabei auf Viona Harrer verzichten müssen. Die Verteidigerin ist inzwischen Mutter einer Tochter geworden und wird ihre Karriere beim ESC vorläufig beenden. In Zukunft möchte sie lieber für die Damen des EC Bad Tölz in der Landesliga aktiv sein. Dagegen sind die beiden neuen Amerikanerinnen inzwischen in Deutschland eingetroffen. Corie Jacobson vermisst jedoch nach wie vor ihren Koffer mit sämtlichen Eishockey-Utensilien. Immerhin lieferte die Fluggesellschaft das gesamte Gepäck von Elizabeth Scala an. „Die beiden machen einen recht angenehmen Eindruck“, sagt Wüst. Er ist von den zwei ehemaligen Studentinnen angetan, die in der kommenden Woche ins Sommertraining einsteigen.

Überhaupt nicht gefällt dem ESC-Präsident dagegen, dass die Hannover Lady Scorpions in der nächsten Saison von der Bundesliga ausgeschlossen sind. Der Klub aus Langenhagen konnte für die kommende Saison keine eigene Halle präsentieren und wollte als Kompromiss nach Bremen ausweichen. Wüst stimmte diesem Plan zwar zu, aber offenbar folgte nicht jeder Bundesliga-Verein seinem Beispiel. „Das ist schwach“, so der Vorsitzende, der sich enttäuscht zeigte, zumal auch der Deutsche Eishockey-Bund keine Solidaritätsadresse für die Niedersachsen abgab. Damit droht einem weiteren Standort für Fraueneishockey in Deutschland das Aus. Matthias Fritsche wird die Lady Scorpions wohl nicht mehr kennenlernen.

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