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Überraschend windig war es für Frank Spöttel (Foto) und die anderen EM-Teilnehmer am ungarischen Plattensee.

Ziel erreicht

Frank Spöttel holt EM-Titel im Windsurfen

Windsurfer Frank Spöttel aus Krailling hat am Balaton groß aufgetrumpft. In der Altersklasse Ü55 holte er sich nach dem WM- nun auch den EM-Titel.

Krailling – Jetzt hat es doch geklappt: Nach diversen WM-Titeln hat Windsurfer Frank Spöttel in Ungarn bei den Raceboard-Europameisterschaften in der Altersklasse Ü55 die Goldmedaille geholt. Silber in der Klasse Ü45 kam als Bonus noch hinzu. 96 Teilnehmer aus 20 Nationen nahmen an der EM in Balatonfüred am ungarischen Plattensee teil.

Frank Spöttel darf sich nun sowohl Welt- als auch Europameister nennen.

Nach einer Hitzewelle mit weit über 30 Grad empfing die Surfer eher herbstliches Wetter mit Sonne, Regen und ablandigen, drehenden Winden. Das konnte Spöttel nicht von seinem Ziel abbringen, diesmal Europameister zu werden. „Endlich ist es so weit: Nach diversen WM-Siegen und mehreren Podestplätzen bei Europameisterschaften hat es mit dem Titel geklappt“, sagte Spöttel hocherfreut. Nach zwölf Wettfahrten setzte sich der 58-Jährige vor dem Spanier Rafael Ros Pardo und dem Franzosen Bernard Buren in seiner Altersklasse durch. „Diesmal habe ich mich noch fokussierter darauf vorbereitet. Eine gezielte Diät und optimal abgestimmtes muskuläres Krafttraining in meinem Bodystreet-Studio hatten einen großen Anteil daran“, erklärte der frischgebackene Europameister Spöttel, der als Franchise-Partner vier Bodystreet-Studios im Südwesten von München, eines davon in Krailling (wir berichteten).

Der eigentlich als Leichtwindrevier bekannte Plattensee überraschte nicht nur Spöttel an den ersten drei Regattatagen mit guten Bedingungen. Der erste Tag brachte sehr wechselhaften Wind mit fünf bis zwölf Knoten und vier Wettfahrten. Sogleich war viel taktisches Geschick gefragt. Nach weiteren vier Wettfahrten am zweiten Tag mit Sonne und meist Gleitbedingungen kamen Regen und vorerst eine Flaute am dritten Tag.

Am Nachmittag setzte sich aber der Wind durch, und es folgten drei weitere Wettfahrten bei starkem Wind von zwölf bis 18 Knoten. „Mit den 9,5 Quadratmeter großen Race-Segeln hatten da einige schon richtig zu kämpfen“, meinte Spöttel. Nach einem Tag Pause folgte abschließend noch eine Last-minute-Wettfahrt, kurz vor der letzten Startmöglichkeit.

Den EM-Gesamtsieg errang der ungarische Olympiateilnehmer von Rio de Janeiro, Aron Gadorfalvi, vor seinem Landsmann Bence Santa und dem Tschechen Petr Kucera. Spöttels Bundesliga-Teamkollege Toni Stadler aus Bernau am Chiemsee komplettierte das gute deutsche Ergebnis mit Platz fünf.

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