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Knapp vorbei am perfekten Wochenende: HSG Würm-Mitte holt einen Sieg und verpasst weiteren trotz Vorsprung

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In der Offensive kaum zu stoppen: Würm-Mittes Isabella Leube (r.).
In der Offensive kaum zu stoppen: Würm-Mittes Isabella Leube (r.). © Dagmar Rutt

Bei der Niederlage gegen den TV Nellingen gibt die HSG Würm-Mitte eine hohe Führung aus der Hand. Doch einen Tag später gelingt ein Auswärtssieg beim TuS Steißlingen.

Gräfelfing – Beinahe wäre es ein überragendes Wochenende für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Würm-Mitte geworden, am Ende wurde es immer noch ein gutes. Am Samstag unterlag das Team von Trainerin Miriam Hirsch dem Siebten, TV Nellingen, nach zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung noch mit 23:26, einen Tag später drehten die Würmtaler Wildkatzen einen Zwei-Tore-Halbzeitrückstand und feierten einen 31:28-Auswärtssieg beim Fünften, TuS Steißlingen.

Hirsch zog unter dem Strich ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Dieses Wochenende zeigt die Entwicklung, die wir genommen haben.“

HSG Würm-Mitte in Steißlingen: Müde Beine, frischer Kopf

Beim Auswärtsspiel im südbadischen Steißlingen mussten die Gäste körperlich an ihre Grenzen gehen, gingen aber dank mentaler Stärke und mannschaftlicher Geschlossenheit am Ende als Sieger vom Platz. „Wir waren müde, aber im Kopf fit“, lobte Hirsch. Im ersten Durchgang funktionierte die Abwehr bereits recht gut, durch unnötige Ballverluste ließen die Gäste jedoch wiederholt zu einfache Gegentore zu. Mit einem 15:17-Rückstand gingen die Gräfelfinger Handballerinnen in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang funktionierte die Abwehr noch besser, die HSG ließ nur noch elf weitere Gegentore zu, kam ihrerseits öfter ins Tempospiel und drehte die Partie. In der Defensive machte sich besonders die Rückkehr von Kristina Krecken bemerkbar. „Sie hat eine Bombenabwehr gespielt“, lobte Hirsch.

HSG Würm-Mitte verspielt Acht-Tore-Vorsprung gegen Nellingen

Im Angriff überzeugte vor allem Isabella Leube mit neun Treffern. „Steißlingens Abwehr hat sie nicht in den Griff bekommen“, so Hirsch. Im Laufe des zweiten Durchgangs versuchten es die Gastgeberinnen mit doppelter Manndeckung gegen Leube und die zweite Rückkehrerin Carolin Hübner, doch die HSG fand mit der Umstellung auf sieben Feldspielerinnen die passende Antwort und fuhr einen nicht nur für die Tabelle, sondern auch für die Moral wichtigen Auswärtssieg ein.

Tags zuvor in Gräfelfing wäre ebenfalls ein Sieg möglich gewesen. Denn gegen Nellingen erwischten die Gastgeberinnen einen überragenden Start. Nach sechs Minuten lagen die Wildkatzen mit 6:0 in Führung, Mitte des ersten Durchgangs stand es 10:2. „Marika Hannemann war in der Anfangsphase im Tor überragend, und vorne hatten wir eine fast 100-prozentige Trefferquote“, analysierte Hirsch.

Würm-Mitte konnte diese Leistung in einem „Spiel auf gutem Drittliga-Niveau“ (Hirsch) jedoch nicht über die kompletten 60 Minuten abrufen. Bereits in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs ging es bergab, nach 30 Minuten war der Vorsprung auf einen Treffer geschrumpft.

3 Siege aus 4 Spielen: Würmtaler Wildkatzen klettern in Tabelle der 3. Liga

Am Ende musste sich die HSG nach unglücklichen Szenen und strittigen Schiedsrichterentscheidungen mit 23:26 geschlagen geben. „Es ist natürlich superunglücklich, das noch herzugeben“, sagte Hirsch. Dennoch war für sie bereits der Auftritt am Samstag ein Schritt in die richtige Richtung – und am Sonntag ging ihr Team dann noch einen Schritt weiter.

Dank sechs Punkten aus den vergangenen vier Partien sind die Würmtaler Wildkatzen in der Tabelle von Rang zehn auf Platz acht geklettert. Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Sonntag im direkten Duell beim Neunten, TS Herzogenaurach, könnten sie diese Position festigen.

Statistiken

HSG Würm-Mitte – TV Nellingen 23:26 (12:11)
HSG Würm-Mitte: Hannemann, C.Steger; I.Leube (2/1), Pieper, Hübner (6/6), Steiner, Reips (1), Laipple (1), Markovic, Müller (4), Ka.Krecken (2), Kr.Krecken, Becker, L.Steger (2), Padberg (4), Ott (1)
TV Nellingen: Elbert, Lukau, David; Kunicke (1), Laux, Allgaier (4), Luft (3), Leukert (5), Valsama (2), da Silva (1), Hojczyk (8/3), Distel (2), Amor, Fündling

TuS Steißlingen – Würm-Mitte 28:31 (17:15)
HSG Würm-Mitte: Hannemann, C.Steger; I.Leube (9), Pieper (2), Hübner (4), Steiner, Reips (2), Laipple (1), Müller (1), Ka.Krecken (1), Kr.Krecken (2/1), Becker (3), L.Steger (4/1), Padberg (1), Ott (1)
TuS Steißlingen: M.Maier, Gruber; Störr (5/4), Röh (6/1), Wöhr (1), Gaus, Grathwohl (3), R.Maier, Müller (2), Stumpf, Lauth (5), Rimmele, Irmscher, Vigh (1), L.Maier, Espinosa (4)

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