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Noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte: Belma Beba fand nach dreiwöchigem Heimaturlaub nur schwer ins Spiel.

Auftakt zur Rückrunde

Rückschlag für HSG-Damen im Abstiegskampf der 3. Liga

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Die HSG Würm-Mitte hat im ersten Spiel der Rückrunde den Befreiungsschlag verpasst. Beim direkten Konkurrenten TSV Haunstetten verliert der Drittligist deutlich mit 20:31.

Würmtal Die Handballerinnen der HSG Würm-Mitte hatten sich einiges ausgerechnet vor dem Match beim TSV Haunstetten. Mit einem Sieg am Sonntagnachmittag wäre der Aufsteiger bis auf einen Punkt an die Gastgeber herangerückt und hätte zudem Druck auf die übrigen Teams aufbauen können, die erst in einer Woche wieder im Einsatz sind. Co-Trainer Martin Brenzel hatte im Vorfeld zurecht von einem „Schlüsselspiel“ gesprochen. Am Ende traten die Wildkatzen jedoch ohne Punkte im Gepäck die Heimreise an. „Wir haben gegen einen ordentlichen Gegner völlig zurecht verloren“, sagte Trainer Claus Lohmann später.

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Gäste optimal begonnen. Nach fünf Minuten sah sich Haunstetten bereits gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Dank der Treffer von Vera Laipple, Isabell Toth, Laura Steger und Alexandra Müller lagen die Gäste zu diesem Zeitpunkt mit 4:1 in Führung. „Der Start war sehr gut. Wir haben alles umgesetzt, was wir zuvor angesprochen hatten. So haben wir Haunstetten früh zur Auszeit gezwungen“, analysierte Lohmann. Zwischenzeitlich lagen die Gäste sogar mit fünf Toren Vorsprung in Führung.

Doch insgesamt vier Zwei-Minuten-Strafen im ersten Durchgang brachten die ohne die erkrankte Jenny Oertel angetretenen Gäste aus dem Tritt. Lohmann war nicht mit jedem Pfiff des Schiedsrichter-Gespanns einverstanden: „Viele Entscheidungen liefen gegen uns. In Unterzahl haben wir dann unsere Linie verloren.“ Er sieht die Ursachen für die Niederlage jedoch nicht nur beim Schiedsrichter: „Aktuell schaffen wir es nicht, in so einer Situation mit einer sechsten Feldspielerin zu agieren, weil wir viel zu viele Fehler machen.“

Bis zur Halbzeit drehte Haunstetten die Partie und ging mit 17:14 in Führung. Die Gäste, die insgesamt drei unnötige Wechselfehler begingen, fanden im kompletten zweiten Durchgang nicht mehr zurück ins Match. So fiel der Sieg des TSV Haunstetten mit 31:20 am Ende deutlich aus.

Die für das Team so wichtige Vera Laipple feierte zwar nach längerer Verletzungspause ihr Comeback und erzielte vier Treffer, musste aber im zweiten Durchgang geschont werden. „Noch ist sie nicht komplett fit“, so Lohmann. Auch die ehemalige Profispielerin Belma Beba war nach dreiwöchigem Heimaturlaub noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte und fand nur schwer ins Spiel. Neben Laipple waren Laura Steger und Isabell Toth mit je vier Treffern die Top-Werferinnen der HSG.

Lohmann kündigte an, auf eine ausführliche Fehleranalyse zu verzichten. Zu viel hatte er an diesem Nachmittag zu bemängeln, angefangen von der schwachen Wurfausbeute bis hin zu technischen Fehlern.

Nun bleiben den Würmtaler Wildkatzen noch zehn Spiele, um den Traum vom Klassenerhalt wahr werden zu lassen. Ans Aufgeben denkt Lohmann noch lange nicht: „Wie sagen die Fußballer so schön: Jetzt heißt es, Mund abputzen und weitermachen.“

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STATISTIK

TSV Haunstetten – Würm-Mitte 31:20 (17:14)
HSG Würm-Mitte:
Schnitzler, Contro, Hannemann; Wilke, Toth (4), Reips (1), Schlosser (1/1), Huber (1/1), Müller (1), Piffer, Laipple (4), Niedermeyer (1), Petsch, Steger (4), Padberg (1), Beba (2/2)

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