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Zu großer Aufwand: Erfolgscoach Fadil Kqiku verlässt die HSG Würm-Mitte schweren Herzens.

Abschied aus Zeitgründen

Kehrtwende bei Kqiku: Trainer verlässt HSG Würm-Mitte

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Paukenschlag bei der HSG Würm-Mitte: Die Herren verlieren ihren Meistertrainer aus der Landesliga. Fadil Kqiku verlässt den künftigen Handball-Bayernligisten.

Würmtal – Schlechte Nachrichten für die Handball-Fans im Würmtal: Die Männer der HSG Würm-Mitte verlieren ihren Meistertrainer. Fadil Kqiku kann nach dem Bayernliga-Aufstieg den Aufwand nicht mehr stemmen und legt sein Amt nun doch nieder.

Im Januar verlängerte Kqiku noch seinen Vertrag

Der Rückzug des gebürtigen Kosovo-Albaners, der die HSG Anfang 2016 von Alexander Kuttig übernahm, kommt etwas überraschend. Schließlich hatte Kqiku erst Ende Januar seinen Vertrag über das Saisonende hinaus um ein Jahr verlängert. „Das war zu selbstbewusst“, bekennt Kqiku im Rückblick. „Ich wollte ein Zeichen setzen nach der Niederlage in Immenstadt.“ Noch am Abend nach der mit einem blutleeren Auftritt verbundenen 24:28-Pleite im Allgäu setzte Kqiku demonstrativ seine Unterschrift unter den neuen Kontrakt. Der Rest ist Geschichte: Die Mannschaft spielte nie wieder so schwach wie in Immenstadt und verteidigte bis zum Schluss die Landesliga-Tabellenführung. Als Meister stieg die HSG in die Bayernliga auf.

Zu viele Hochzeiten zwingen Kqiku zu Abstrichen

Schon in der Endphase der abgelaufenen Spielzeit kamen Kqiku erste Zweifel, ob er das Amt als HSG-Cheftrainer auch eine Liga höher adäquat ausfüllen könnte. Der in Augsburg lebende 45-Jährige hat zu Training und Spielen eine lange Anfahrt.

Hinzu kommt, dass Kqiku auch für den kosovarischen Handballverband häufiger im Einsatz ist. Dort coacht er die U18 und ist überdies im Trainerstab der U21 sowie der Herren-Nationalmannschaft. „Ich habe auch noch Familie und Kinder. Ich schaffe das nicht alles. Bayernliga ist noch mal eine andere Nummer als Landesliga“, sagt Kqiku, der Vorstand und Mannschaftsrat bereits zwei Wochen vor Saisonende von seinen Überlegungen informierte. „Ich habe gesagt: Wenn es so weiterläuft, muss ich vielleicht aufhören.“

Kqiku: „Es ist das beste für die Mannschaft, aber ich bin sehr, sehr traurig“

Nach der Spielzeit nahm sich Kqiku einige Wochen Bedenkzeit, dann stand sein Entschluss. „Es ist das Beste im Sinne der Mannschaft, im Sinne des Vereins, jetzt aufzuhören, als irgendwann mitten in der Vorbereitung oder in der Saison. Jetzt hat die Mannschaft Zeit, einen neuen Trainer zu finden“, so der Coach. „Ich bin sehr, sehr traurig. Der Verein und die Mannschaft liegen mir am Herzen. Die drei Jahre hier waren anstrengend, ich habe mehr graue Haare als normal bekommen. Aber es war eine sehr schöne Zeit und der Aufstieg ist ein wunderbarer Abschluss.“

Gespräche der HSG Würm-Mitte mit potenziellen Nachfolgern laufen

Optimal ist der Zeitpunkt des Rückzugs für die HSG freilich nicht. „Normal macht man die Saisonplanung im Januar. Jetzt ist es sehr schwierig“, sagt HSG-Vorstand Benedikt Waterloo. „Klar, für eine Bayernliga-Herrenmannschaft findet man schon irgendwen, aber wir wollen ja nicht irgendwen, sondern einen Guten.“ Zunächst habe man viele negative Rückmeldungen bekommen, mittlerweile befände man sich aber in guten Gesprächen mit geeigneten Kandidaten. „Ich bin zuversichtlich, dass wir nächste Woche jemanden vorstellen können.“

Möglicherweise taucht Kqiku auch in der kommenden Saison mal im Kurt-Huber-Gymnasium auf. Der 45-Jährige befindet sich in Gesprächen mit einem künftigen Ligakonkurrenten der HSG, der deutlich näher an seinem Wohnort gelegen ist. Bereits im Winter hatte dieser Verein um Kqikus Dienste geworben.

na

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