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Vorgänger und Nachfolger: Alexander Kuttig (l.) übergab das Traineramt 2016 an Fadil Kqiku (r.). Jetzt springt er nach dessen Abschied gemeinsam mit Marcus Wuttke in die Bresche.

Neue Trainer für Bayernligisten

HSG Würm-Mitte findet die „naheliegende Lösung“

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Ein Trainerduo soll es bei Bayernliga-Aufsteiger HSG Würm-Mitte richten. Zwei alte Bekannte folgen Meistercoach Fadil Kqiku nach für das Projekt Klassenerhalt.

Würmtal – Die erste Herrenmannschaft der HSG Würm-Mitte geht mit einem Trainerduo in die neue Saison. Nachdem Fadil Kqiku, der das Team in der abgelaufenen Spielzeit sensationell zur Landesliga-Meisterschaft geführt hatte, Anfang Juni überraschend seinen Rücktritt erklärte (wir berichteten), stand die HSG zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ohne Chefcoach da.

Kuttig & Wuttke: Die naheliegende Lösung

Qualitativ hochwertige externe Kandidaten hatten sich längst schon bei anderen Vereinen verpflichtet, und so entschied sich Würm-Mitte für zwei alte Bekannte. Alexander Kuttig und Markus Wuttke leiten fortan die Geschicke des Bayernligisten. „Das war die naheliegende Lösung“, erklärt HSG-Leiter Benedikt Waterloo. Kuttig kennt die Mannschaft gut, schließlich war er lange Jahre Trainer des Teams, ehe er Anfang 2016 an Kqiku übergab.

Zuletzt war Kuttig gelegentlich als Spieler für die zweite und dritte Mannschaft der HSG aktiv, mehr Engagement ließ sich mit seinem Beruf nicht vereinen. Das hat sich nun zumindest teilweise geändert. „Durch den Umzug meiner Firma von Taufkirchen nach Martinsried habe ich täglich eineinhalb Stunden weniger Fahrtzeit“, so Kuttig. Dennoch kam es für ihn nicht infrage, das Traineramt alleine zu übernehmen.

Daher fragte er bei Markus Wuttke an. Wuttke war bei Würm-Mitte nicht nur als Spieler aktiv, sondern bis vor sieben Jahren auch als Co-Trainer mit Kuttig für die HSG-Herren sowie als Trainer der weiblichen B-Jugend tätig, ging dann aber zu seinem Heimatverein SG Süd/Blumenau zurück. Diesen führte er zwischenzeitlich in die Landesliga. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kündigte er dort vor einem Jahr seinen Abschied an.

Wuttke: „Eine super Herausforderung“

Nach dieser Saison wollte Wuttke eigentlich eine Pause einlegen, doch dann kam das Angebot der HSG. „Das ist eine super Herausforderung. Eine Bayernliga-Mannschaft bekommt man nicht jeden Tag angeboten“, sagt Wuttke. Mit der nun gefundenen Lösung zeigen sich alle Beteiligten sehr zufrieden. „Beide verstehen sich auf sportlicher Ebene gut, verfolgen ähnliche Konzepte“, sagt Waterloo. Kuttig ergänzt: „Dadurch, dass wir es zu zweit machen, kommt Input von außen. Markus ist jemand, dem ich absolut vertraue.“

Sowohl Kuttig als auch Wuttke haben die Entwicklung der HSG in der vergangenen Saison aufmerksam verfolgt. „Ich habe natürlich alles mitbekommen. Ich stehe in engem Kontakt mit einigen Spielern und habe auch regelmäßig mit Fadil telefoniert“, sagt Kuttig. Mehr als „vier oder fünf Spiele“ seines alten und neuen Teams sah er nach eigener Aussage in der vergangenen Spielzeit aber nicht. Auch Wuttke verfolgte einige Partien. „Ich bin absolut handballverrückt. Ich habe mit einem Großteil der Mannschaft noch zusammengespielt. Der Kontakt ist nie verloren gegangen“, sagt er.

Ziel ist der Klassenerhalt

Beide Trainer sind sich einig, dass es in der neuen Saison nur ein Ziel geben kann. „Es geht nur gegen den Abstieg“, meint Wuttke. Kuttig fügt an: „Die Mannschaft hat fast an der oberen Leistungsgrenze gespielt. Wir müssen ein Stück über uns hinauswachsen, um in der Bayernliga zu bestehen.“

na

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