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Kaum zu bändigen war Würm-Mittes Florian Brunner (M.) in der Anfangsphase. Er traf viermal in zwölf Minuten.

HSG Würm-Mitte rettet Remis

Fünf-Tore-Vorsprung verspielt: Würmer im Wechselbad der Gefühle

Fünf Tore Vorsprung, zwei Tore Rückstand und am Ende ein überraschender Matchwinner. Beim Spiel der HSG Würm-Mitte gegen die HSG Dietmannsried/Altusried war einiges los.

Würmtal – Der Samstagabend war ein Wechselbad der Gefühle für die Würmer. Den Zuschauern beim Handballspiel der HSG Würm-Mitte gegen die HSG Dietmannsried/Altusried blieb keine Zeit, über den parallelen Kantersieg des FC Bayern in der Fußball-Bundesliga gegen den BVB zu philosophieren. Zu spannend war die Partie im Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium, die mit einem 27:27-Remis einen zufriedenstellenden Ausgang fand und einen ungeahnten Matchwinner hervorbrachte.

Im ersten Durchgang funktionierte bei Würm-Mitte fast alles. Zwar hatte sich Dietmannsried auf einige wichtige Säulen im Angriffsspiel der Würmer wie Florian Brunner eingestellt, der Rückraumspieler machte dennoch zu Beginn den Unterschied. Nach zwölf Minuten führten die Hausherren mit 6:4 – Brunner hatte viermal getroffen.

Die offensive 3-2-1-Abwehr der Allgäuer kam der Mannschaft des Trainerteams Markus Wuttke/Sascha Schrödter entgegen, immer wieder erzielte Würm-Mitte einfache Tore. „Wir haben uns gut auf ihre Spielweise eingestellt“, sagte Wuttke. In der ersten Halbzeit hatte sein Team die herausragenden Gästespieler, Maximilian und Alexander Schneider, gut im Griff. Mit dem 17:12 zur Pause war Dietmannsried noch gut bedient.

Allerdings traf die Würmer nach dem Seitenwechsel ein altbekanntes Problem. „Wir kommen nicht aus der Halbzeit raus“, sagte Schrödter. „Warum, weiß ich nicht. Aber das ist nicht das erste Mal in dieser Saison.“ Die Gäste stellten auf eine 6-0-Abwehr um, Würm-Mitte war völlig von der Rolle. Das Resultat: reihenweise einfache Ballverluste und ungefährliche Torabschlüsse. Binnen zehn Minuten verspielten die Hausherren eine Fünf-Tore-Führung zu einem Zwei-Tore-Rückstand. „Wir haben keine Lösungen gegen die Deckung gefunden“, so Wuttke.

Nach einer Auszeit wurde das Spiel seines Teams deutlich besser. „Normal hätten wir nach so einer Phase verloren. Dass es nicht so kam, hat uns heute ausgezeichnet“, sagte Schrödter. Dank sensationeller Paraden von Reserve-Keeper Benedikt Wunderlich und gut ausgespielter Angriffe kämpfte sich Würm-Mitte zurück ins Spiel und belohnte sich mit einem Punkt.

Thomas Okon

STATISTIK

HSG Würm-Mitte – Dietmannsried/A. 27:27 (17:12)

HSG Würm-Mitte:  Wunderlich; Fl.Brunner (7), Zwermann (6/2), Kolb, T.Kreusch (1), Poschenrieder, Hechenberger (1), Mbodji (2), Selg (1), Simnacher (2), S.Waterloo (5), Henrich (1), Tinz (1), Hummel

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