Taktik-Analyse von Stefanie Mittasch in der Auszeit mit ihren Handball-Damen von der HSG Würm-Mitte (3. Liga Süd).
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Stefanie Mittasch ist nicht länger Trainerin der HSG Würm-Mitte.

DHB setzt Abstieg aus

HSG Würm-Mitte hält dritte Liga – und verliert Trainerin Mittasch

  • vonTobias Empl
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Die HSG Würm-Mitte wird auch in der kommenden Saison in der dritten Liga antreten. Bis dahin müssen die Handballerinnen aber Ersatz für Trainerin Stefanie Mittasch finden.

Würmtal – Nun haben die Damen I der HSG Würm-Mitte endgültig Gewissheit: Auch in der kommenden Saison spielen die Würmtaler Wildkatzen in der dritthöchsten deutschen Handball-Spielklasse. Am Mittwochabend informierte der Deutsche Handballbund (DHB) die Drittliga-Vereine in einer Videokonferenz darüber, dass es – wie bereits vermutet – in der laufenden Saison keine Absteiger geben werde.

HSG Würm-Mitte: In der dritten Liga gerettet, aber Trainerin Mittasch geht

Noch keine Gewissheit besteht allerdings darüber, wer Würm-Mitte künftig trainieren wird. Chefcoach Stefanie Mittasch ist nicht mehr im Amt, wie HSG-Vorstand Benedikt Waterloo bestätigt. Die aus Pegnitz in Oberfranken stammende Trainerin, die im Würmtal auch die B-Juniorinnen betreut hatte, kehrte aus beruflichen Gründen wieder in ihre Heimat zurück. Waterloo: „Jetzt müssen wir wieder einen neuen Trainer suchen. Noch haben wir allerdings niemanden.“

Mittasch hatte 2019 die Nachfolge des langjährigen Cheftrainers Claus Lohmann angetreten. In ihrer ersten Saison 2019/20 wiesen die Wildkatzen in der Bayernliga bis zum coronabedingten Saisonabbruch eine fast perfekte Bilanz von 19 Siegen und einem Unentschieden auf. Dank der Quotienten-Regelung gelang auf Anhieb die angestrebte Rückkehr in die 3. Liga Süd. In die Saison 2020/21 startete der Aufsteiger mit drei Niederlagen, ehe die Runde im November 2020 unterbrochen wurde.

DHB beendet Saison in der 3. Liga Süd noch nicht offiziell

Seitdem herrschte Ungewissheit über eine mögliche Saisonfortsetzung, mögliche Starttermine wurden immer weiter nach hinten verschoben. Nun besteht immerhin Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Doch den Saisonabbruch beschloss der DHB zumindest offiziell noch nicht.

„Aufsteiger in die 2. Bundesliga der Frauen und Männer sollen nach Möglichkeit unter den interessierten Vereinen ermittelt werden. Zudem sollen andere Vereine ein Spielangebot erhalten“, sagt Benjamin Chatton, im DHB-Vorstand zuständig für den Spielbetrieb. Die Aufstiegsfrage muss vor allem aufgrund der Durchlässigkeit zur 1. und 2. Bundesliga geklärt werden, deren Spielbetrieb nicht pausiert. Auch Aufsteiger in die dritte Liga und eine erneute Aufstockung der Teilnehmerzahl sind möglich; allerdings vermutlich nicht aus Bayern, da der Bayerische Handball-Verband (BHV) die Saison bereits für beendet erklärt hat.

Drei Optionen für die HSG Würm-Mitte bis zur neuen Saison 2021/22

Drittliga-Klubs wie die HSG Würm-Mitte haben bis zur Sommerpause nun drei Möglichkeiten: die Teilnahme an der Aufstiegsrunde, die Teilnahme an einer „Freundschaftsspielrunde“ oder einen kompletten Verzicht auf regulären Spielbetrieb und vollständige Konzentration auf die kommende Saison. Die zusätzlichen Runden sollen im Zeitraum nach Ostern bis Ende Juni stattfinden und von einem Testkonzept begleitet werden.

Tobias Beckmann, Co-Trainer der Wildkatzen, begrüßt die Entscheidungen grundsätzlich: „Bundesweit betrachtet, ist das für alle eine faire Lösung.“ Ein Mitwirken in der Aufstiegsrunde sei für die HSG schon allein wegen fehlender Lizenzierungsunterlagen unrealistisch.

Hälfte der Würmtaler Wildkatzen will oder kann nicht mit Kontakt trainieren

Grundsätzlich denkbar sei dagegen eine Teilnahme an der „Freundschaftsspielrunde“. Dies hänge aber unter anderem von der Höhe der Testkosten ab, die von den Vereinen selbst getragen werden müssen. Zudem müsste ein Großteil des Kaders die Zusage für Training mit Körperkontakt geben beziehungsweise von Arbeitgebern auch die Freigabe erhalten. „Zurzeit kann oder will die Hälfte der Spielerinnen nicht mit Körperkontakt trainieren“, berichtet Beckmann.

Ebenfalls noch unklar ist, wer die Mannschaft in diesen Spielen betreuen sollte. Idealerweise natürlich bereits der Trainer oder die Trainerin für die kommende Saison.

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