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Vertrag unterzeichnet: DJK Würmtal und TSV Gräfelfing stemmen fortan gemeinsam die HSG Würm-Mitte

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Vertragsunterzeichnung für die neue HSG Würm-Mitte: Am Dienstagabend trafen sich (v.l.) Lorenz Hechenberger (neuer Handballabteilungsleiter der DJK Würmtal), Benedikt Waterloo (Handballabteilungsleiter des TSV Gräfelfing und Vorsitzender der HSG Würm-Mitte), Christoph Göbel (Präsident des TSV Gräfelfing) sowie Martin Götz (Präsident der DJK Würmtal) im Vereinsheim der DJK und brachten die Kooperation unter Dach und Fach.
Vertragsunterzeichnung für die neue HSG Würm-Mitte: Am Dienstagabend trafen sich (v.l.) Lorenz Hechenberger (neuer Handballabteilungsleiter der DJK Würmtal), Benedikt Waterloo (Handballabteilungsleiter des TSV Gräfelfing und Vorsitzender der HSG Würm-Mitte), Christoph Göbel (Präsident des TSV Gräfelfing) sowie Martin Götz (Präsident der DJK Würmtal) im Vereinsheim der DJK und brachten die Kooperation unter Dach und Fach. © Michael Schönwälder

Der Fortbestand der HSG Würm-Mitte ist gesichert. Nach mehr als 20 Jahren Pause steigt die DJK Würmtal wieder in die Handball-Spielgemeinschaft mit dem TSV Gräfelfing ein.

Würmtal – Nun ist es offiziell: Auch in der kommenden Saison wird es hochklassigen Handball im Würmtal geben. Die DJK Würmtal wird neuer Partner des TSV Gräfelfing und sorgt damit für das Fortbestehen der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Würm-Mitte. Die Vertragsunterzeichnung der neuen HSG erfolgte gestern Abend in den Räumlichkeiten der DJK an der Georgenstraße in Planegg.

Nicht nur bei Benedikt Waterloo, dem langjährigen Vorsitzenden der Gräfelfinger Handballabteilung und Leiter der HSG, ist die Erleichterung groß. „Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Es war lange unklar, und jetzt sind wir sehr froh, dass es geklappt hat“, sagt Waterloo. Auch DJK-Präsident Martin Götz zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns, dass es mit Handball im Würmtal weitergeht und gehen positiv an die Sache heran.“

TSV Gräfelfing seit einem Jahr alleiniger Träger der HSG Würm-Mitte

1986 war die HSG Würm-Mitte als Gemeinschaftsprojekt der Vereine TSV Gräfelfing, TV Planegg-Krailling und DJK Würmtal gegründet worden. Die DJK stieg jedoch Mitte der 1990er-Jahre wieder aus. Nachdem 2021 auch der TV Planegg-Krailling die Zusammenarbeit beendete, ist der TSV Gräfelfing in der aktuellen Saison alleiniger Träger der vor allem im weiblichen Bereich hochklassig spielenden HSG (3. Liga Damen, Jugendbundesliga A-Juniorinnen).

Wir haben die HSG am Leben erhalten.

Martin Götz, Präsident der DJK Würmtal

Dies könne jedoch nicht zum Dauerzustand werden, stellte TSV-Präsident Christoph Göbel bereits vor rund einem Jahr klar. Dabei spielt nicht nur das Thema Kosten eine Rolle, sondern auch die Nutzung der Planegger Turnhallen, auf die Würm-Mitte mit seinen zahlreichen Handballmannschaften angewiesen ist. „Ohne Planegg wäre es sehr schwierig geworden“, sagt Waterloo. Götz formuliert es noch eindeutiger. Er sagt: „Wir haben die HSG am Leben erhalten.“

HSG-Kooperation: DJK Würmtal erhofft sich Nutzungszeiten in Gräfelfing

Nach Göbels Anfrage signalisierte Götz grundsätzlich Bereitschaft, warnte aber gleichzeitig vor zu hohen Kosten für seinen Verein. Schließlich hatte der TV Planegg-Krailling seinen Ausstieg vor allem mit der Finanzsituation begründet. Auch einige DJK-Mitglieder zeigten sich auf der Jahresversammlung ihres Vereins im Herbst skeptisch.

Doch der DJK-Präsident möchte nicht nur den Handball im Würmtal am Leben erhalten, sondern erhofft sich für seinen Verein durch die Spielgemeinschaft auch „einen Fuß in die Tür nach Gräfelfing“ (Götz). Das bedeutet konkret Nutzungszeiten im neuen, derzeit im Bau befindlichen Gräfelfinger Schul- und Sportzentrum, insbesondere in der Schwimmhalle.

Essenzieller Sonderzuschuss der Gemeinde Planegg für DJK Würmtal

Zudem bekommt die DJK nun einige neue Mitglieder: So sollen die etwa 50 Handballerinnen und Handballer aus Planegg, Martinsried und Krailling vom TSV Gräfelfing offiziell zur DJK Würmtal wechseln.

„Und vielleicht bleibt der eine oder andere ja auch bei der DJK, wenn er mit Handball aufhört und eine andere Sportart ausprobieren möchte“, meint Götz. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer Einigung war außerdem die Unterstützung der Finanzierung durch die Gemeinde Planegg mit einem Sonderzuschuss in Höhe von 10 000 Euro.

Neue HSG Würm-Mitte will Sponsoring anschieben

„Wir müssen jetzt eine neue Struktur aufbauen und schauen, dass das Organisatorische gut funktioniert“, kündigt Waterloo an. Er ergänzt: „Mittelfristig sollte es beiden Vereinen etwas bringen. Dafür müssen wir uns auch finanziell besser aufstellen.“

Götz sieht es ähnlich. Für ihn sind etwa im Bereich Sponsoring die Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt. Er findet: „Es gibt in Gräfelfing viele solvente Firmen, die einen Handball-Drittligisten unterstützen könnten.“

Rettung der HSG Würm-Mitte: Motivationsschub für Würmtaler Wildkatzen?

Ob die erste Damenmannschaft der HSG Würm-Mitte auch in der kommenden Saison in der dritten Liga antreten wird, ist allerdings noch unklar. Genau wie die ersten Herren in der Landesliga kämpft das Team von Trainerin Miriam Hirsch, die Würmtaler Wildkatzen, derzeit um den Ligaverbleib.

Götz, bei dem die Aufmerksamkeit für das Abschneiden der Handballteams bereits deutlich gestiegen ist, hofft jetzt auf ein Signal im Saisonendspurt: „Vielleicht gibt die Einigung ja einen Motivationsschub.“
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