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Erfolgreichste Werferin: Linksaußen Alexandra Müller (vorne) erzielte in Winkelhaid acht Tore.

Wildkatzen sehr souverän

Deutlicher Sieg lässt Zeit für Experimente: HSG Würm-Mitte will sich taktisch entwickeln

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Die HSG Würm-Mitte löst ihre Pflichtaufgabe beim TSV Winkelhaid souverän. Dank des klaren 40:26-Siegs hat sie im Bayernliga-Meisterrennen weiterhin die beste Position inne.

Würmtal – Nach dem 26:23-Erfolg im Spitzenspiel gegen den HC Erlangen ist es für die Würmtaler Wildkatzen am Wochenende darum gegangen, die neu errungene Pole Position im Titelkampf zu behaupten. Das gelang den Damen der HSG Würm-Mitte ohne Probleme. Beim abstiegsbedrohten TSV Winkelhaid gewannen die Würmtaler Handballerinnen deutlich mit 40:26.

Tabellenführer bleibt zunächst Erlangen, das sich gegen den MTV Stadeln überraschend schwertat, letztlich aber mit 20:19 siegte. Allerdings liegt der HCE nur aufgrund eines mehr absolvierten Spiels vor Würm-Mitte, das einen Minuspunkt weniger aufweist als der fränkische Konkurrent.

Bis zum 3:3 ausgeglichen - dann nimmt die HSG Würm-Mitte Fahrt auf

Der TSV konnte nur in den Anfangsminuten mit den Wildkatzen mithalten. Zweimal gingen die Gastgeberinnen sogar in Führung, nach rund sieben Minuten stand es 3:3. „Wir sind mit einigen Unkonzentriertheiten ins Spiel gestartet. Die haben wir dann aber schnell abgelegt“, sagte HSG-Trainerin Stefanie Mittasch. Mit einem Vier-Tore-Lauf auf 7:3 rissen die Gäste die Führung an sich und gaben sie nicht wieder her. Zur Pause war die Begegnung beim Stand von 23:10 für Würm-Mitte bereits entschieden.

Besonders gut funktionierte bei der HSG das Tempospiel nach Ballgewinnen in der Abwehr. „Wir haben jeden Fehler des Gegners konsequent ausgenutzt“, sagte Mittasch. Linksaußen Alexandra Müller war mit acht Treffern die erfolgreichste Werferin der Wildkatzen, auf Rechtsaußen stach Franziska Piffer mit sechs Toren hervor.

Bei deutlichem Spielstand kann Trainerin Stefanie Mittasch experimentieren

Angesichts des klaren Spielstands konnte Mittasch in der zweiten Halbzeit ein wenig experimentieren. Die Wildkatzen agierten erstmals in dieser Saison in einer 3-2-1-Abwehr. „Das hat sehr gut funktioniert. Wir haben einige Bälle gewinnen können“, sagte Mittasch. So erzielte die HSG weitere Treffer über ihr Tempospiel. Vorne tat sie sich im zweiten Durchgang schwerer, auch weil Winkelhaid die anfangs praktizierte doppelte Manndeckung aufgegeben hatte und nun in einer 6-0-Formation verteidigte. „Wir haben auch nicht mehr mit voller Kraft gespielt“, sagte Mittasch. Einen noch höheren Sieg ließ die HSG somit liegen.

Ob man die 3-2-1-Abwehr nun häufiger bei Würm-Mitte sehen wird, ist noch unklar. „Es kann schon sein, das kann ich noch nicht sagen. Es ist auf jeden Fall eine Alternative. Wir wollen uns ja taktisch weiterentwickeln“, sagte Mittasch. Nach der gelösten Pflichtaufgabe geht es für die Wildkatzen mit dem nächsten Spitzenspiel weiter. Am Samstag gastiert der viertplatzierte VfL Günzburg im Würmtal.

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STATISTIK

TSV Winkelhaid – HSG Würm-Mitte 26:40 (10:23)

HSG Würm-Mitte:  C.Steger, Hannemann; Wilke, Reips (4), Huber (7/1), Müller (8), F.Piffer (6), Ka.Krecken (1), Stenzel (3), Niedermeyer (1), Padberg (6/2), Steinhart (1), Beba, L.Steger (3/1)

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