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Jagd auf das Olympia-Ticket: Acht Eishockey-Spielerinnen des ESC Planegg bei Quali-Spielen in Füssen dabei

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Von: Christian Heinrich

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Belohnung für starke Saisonleistungen: Lisa Hemmerle vom ESC Planegg spielt um das Olympia-Ticket.
Belohnung für starke Saisonleistungen: Lisa Hemmerle vom ESC Planegg spielt um das Olympia-Ticket. © Erwin Hafner

Am heutigen Donnerstag beginnt für die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen das Finale um das Olympia-Ticket. Mit dabei: acht Spielerinnen des ESC Planegg.

Planegg – Das Pech von Jennifer Harß ist das Glück von Lisa Hemmerle. Weil die Stammtorhüterin der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft positiv auf Corona getestet worden war, wurde die Keeperin des ESC Planegg von Bundestrainer Thomas Schädler für die heute beginnende Olympia-Qualifikation nachnominiert.

DEB: Lisa Hemmerle vom ESC Planegg im Tor für Jennifer Harß nachnominiert

Gleich zu Beginn des Lehrgangs in Füssen hatte der Schnelltest bei Harß Auffälligkeiten gezeigt. Die 34-Jährige von der Herrenmannschaft des ESC Kempten wurde, wie es das Reglement des Eishockey-Weltverbands vorschreibt, umgehend von der Mannschaft isoliert. Sie wies nur leichte Erkältungssymptome auf.

Dass Hemmerle nun den Platz von Harß einnimmt, bedeutet für die 25-Jährige die Bestätigung ihrer starken Leistungen in der Bundesliga. „Für mich ist das keine Überraschung“, sagt Michael Lehmann. Planeggs Sportlicher Leiter sieht Hemmerles Berufung auch als „Belohnung“ für ihren Ehrgeiz und viele überragende Spiele an.

Die beeindruckenden Zahlen von Eishockey-Torhüterin Lisa Hemmerle

In fünf von zehn Begegnungen in der Bundesliga ließ die Automobilkauffrau keinen einzigen Treffer zu, was absoluter Bestwert in der Liga ist. Ihre Abwehrquote bei Schüssen auf ihr Gehäuse beträgt 97 Prozent. Insgesamt kassierte Hemmerle nur sechs Gegentreffer in der bisherigen Saison. Auch mit diesem Wert bildet sie die absolute Spitze in der Bundesliga.

„Dass Lisa die Qualität hat, ist klar“, betont Lehmann, auch wenn er bedauert, dass Harß ausfällt: „Das ist schade für Jenny.“ Die Allgäuerin war bei den vergangenen Turnieren immer die Nummer eins im deutschen Tor. Nun ist Hemmerle neben Vereinskollegin Franziska Albl sowie Sandra Abstreiter dafür verantwortlich, dass Deutschland die Qualifikation in der Gruppe D ohne Schaden übersteht.

DEB-Team: Drei Spiele in vier Tagen für das Olympia-Ticket

„Ich habe vollstes Vertrauen in unsere drei Torhüterinnen“, sagt Bundestrainer Schädler. Er ist davon überzeugt, dass sich seine Mannschaft für die Olympischen Spiele 2022 in Peking qualifiziert.

In Füssen treffen die Deutschen heute (17.15 Uhr) zunächst auf Österreich. Dann stehen am Samstag (12 Uhr) und Sonntag (12 Uhr) die Spiele gegen Italien und Dänemark an. Auch Christian Künast sieht dem Turnier mit Zuversicht entgegen. „Wir freuen uns auf diese Herausforderung“, sagt der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), der davon ausgeht, dass „der Heimvorteil mit der Unterstützung aller Eishockeyfans in Füssen uns zusätzlichen Schwung geben wird“.

Präsente Pinguine: Acht Spielerinnen des ESC Planegg im DEB-Aufgebot

Für weiteren Elan sollen auch die Nationalspielerinnen des ESC Planegg sorgen. Insgesamt acht Pinguine berief Schädler ins 25-köpfige Aufgebot – neben Hemmerle und Albl noch sechs Feldspielerinnen. Nur der ERC Ingolstadt stellt mit neun Spielerinnen ein größeres Kontingent.

Das Ticket zu Olympia sollen also auch Planeggs Verteidigerinnen Rebecca Orendorz, Anna-Maria Reich, Yvonne Rothemund und Tabea Botthof lösen helfen. Die nötigen Tore erwartet sich der Bundestrainer unter anderen von den ESC-Angreiferinnen Julia Zorn, der Kapitänin, und Franziska Feldmeier, die in der Bundesliga zu den besten Scorerinnen zählen. Zorn traf in zehn Partien 18-mal und bereitete fünf weitere Tore vor. Feldmeier steht bei sechs Treffern und neun Assists. Nicht zurückgreifen kann Thomas Schädler zurzeit auf die Planeggerinnen Kerstin Spielberger (Kreuzbandriss) und Sarah Kubiczek (Bänderriss).

hch

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