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Fünf Vorlagen steuerte Luisa Kaiser in der zweiten Partie des ESC Planegg gegen die Düsseldorfer EG zum 13:1-Sieg bei.

Zwei hohe Siege in Düsseldorf

Schützenfeste trotz Zurückhaltung: Mit 27 Toren zeigt sich der ESC Planegg noch gnädig

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Zwei Schützenfeste hat der ESC Planegg in der Eishockey-Bundesliga der Damen bei der Düsseldorfer EG gefeiert. Mit weniger Spielerei hätte es noch mehr Tore gehagelt.

Planegg – „Wir haben unser Pflichtprogramm sehr souverän erledigt.“ Michael Lehmann machte seiner Mannschaft ein Kompliment nach den deutlichen Erfolgen bei der Düsseldorfer EG. Der Teamchef des ESC Planegg freute sich über ein 14:0 (4:0, 6:0, 4:0) und ein 13:1 (3:0, 5:0, 5:1) beim Tabellenletzten der Dameneishockey-Bundesliga, den es derzeit gewaltig in Schieflage versetzt. „Ich habe so meine Zweifel, ob sich die nicht bis zum Saisonende auflösen“, befürchtet der Sportchef.

Sein eigenes Team ging mit der Situation am Rhein professionell um. Vor allem in der ersten Partie lieferten die Pinguine solide Arbeit gegen den völlig überforderten Außenseiter ab. Franziska Feldmeier und Kerstin Spielberger erzielten jeweils vier Tore. „Die muss man auch gegen so einen Gegner erst einmal schießen“, befand Lehmann. Die anderen Treffer markierten Jacyn Reeves (2), Justine Reyes, Sarah Kubiczek, Luisa Kaiser und Celina Haider.

Düsseldorfer EG ergibt sich fast ohne Gegenwehr ihrem Schicksal

„Es geht nicht um die Höhe der Ergebnisse“, sagte Lehmann, der auch Wert darauf gelegt hatte, dass sich die Mannschaft nach der Länderspielpause wieder einspielt. Die Tore wurden zum Teil mustergültig herauskombiniert, wobei sich Reeves und Reyes mit jeweils vier Assists hervortaten. Der Gegner machte es dem ESC aber auch leicht. Fast ohne Gegenwehr ergaben sich die Düsseldorferinnen ihrem Schicksal. Mit drei Strafzeiten präsentierte sich die härteste Mannschaft der Liga äußerst handzahm.

Planeggs Teamchef Michael Lehmann nervt „Gezocke“ auf dem Eis

Der lockere Sieg im ersten Spiel ließ die Pinguine übermütig werden. Feldmeier und Reyes konzentrierten sich in der zweiten Begegnung mehr darauf, sich gegenseitig die Scheibe zuzupassen, als den Abschluss zu suchen. „Sie haben den Bogen einfach überspannt“, meinte Lehmann. Ihn ärgerte das „Gezocke“ auf dem Eis.

Die Torausbeute fiel für die beiden mit jeweils einem Treffer dann auch recht mager aus. Andere waren erfolgreicher: Kubiczek schnürte einen Doppelpack, ebenso Theresa Wagner und Spielberger. Jeweils einmal netzten Yvonne Rothemund, Janina Fuchs, Reeves, Mona Pink und Eirin Stendahl ein. Zum Stand von 1:9 markierte Alina Leveringhaus das Ehrentor für die DEG. Die meisten Vorlagen gab Kaiser mit fünf.

Am Ende lässt der ESC Planegg Gnade walten

Lehmann zeigte Verständnis dafür, dass sein Team am Ende Gnade walten ließ: „Gegen so einen Gegner kannst du nicht immer Höchstleistung erwarten.“ Insgesamt 86-mal schossen die Pinguine aufs Düsseldorfer Tor. Da waren 13 Treffer noch sehr milde.

hch

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