1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Region Würmtal

In 55 Minuten abgefertigt: Planegg-Krailling leistet kaum Gegenwehr

Erstellt:

Von: Robert M. Frank

Kommentare

Betretene Mienen: Für den TV-Planegg-Krailling um Trainer Sven Lehmann, Lisa Baumgartner, Isabell Maisack und Nadine Raß (v.l.) gab es in Vilsbiburg keine Punkte.
Betretene Mienen: Für den TV-Planegg-Krailling um Trainer Sven Lehmann, Lisa Baumgartner, Isabell Maisack und Nadine Raß (v.l.) gab es in Vilsbiburg keine Punkte. © Dagmar Rutt

Mit einem Sieg hat der TV Planegg-Krailling bei den Roten Raben Vilsbiburg II zwar nicht gerechnet. Etwas mehr hätte es dann aber doch sein dürfen für die Volleyballerinnen.

Krailling/Planegg – Lediglich 65 Minuten hat das Volleyballspiel zwischen den Roten Raben Vilsbiburg II und dem TV Planegg-Krailling am Samstagabend gedauert. Zieht man die zehnminütige Pause nach dem zweiten Satz ab, lief die Partie in der 2. Bundesliga Süd der Damen sogar nur 55 Minuten. Der Grund: Die Heimmannschaft aus Vilsbiburg gab dem abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten eine Lehrvorstellung und siegte klar mit 3:0 (25:10, 25:11, 25:12).

Dass die Schützlinge von TV-Trainer Sven Lehmann gegen den starken Tabellenvierten nichts holten, kam zwar angesichts des Favoritenstatus’ der Niederbayerinnen wenig überraschend. Die kaum vorhandene Gegenwehr der Würmtalerinnen war allerdings so nicht zu erwarten gewesen. Zumal Vilsbiburg, dessen erste Mannschaft in der Bundesliga spielfrei hatte, bis auf Libera Amelie Busch keine Spielerin aus dem offiziellen Bundesliga-Kader einsetzte und sich somit kaum verstärkte. „Das war auch nicht das Problem“, sagte Florian Zach, Co-Trainer und Scout des TV. „Wir waren viel zu sehr mit unserem eigenen Spiel beschäftigt und haben zu fehleranfällig gespielt.“

Planegg-Krailling nur ganz am Anfang auf der Höhe

Knackpunkt der hohen Niederlage war, dass die Kraillingerinnen zu keiner Zeit in ihr Spiel fanden – abgesehen von den ersten sechs Punkten zu Beginn der Partie. „Da sah es noch gut aus. Danach ist irgendetwas passiert“, meinte ein rätselnder Zach. Das Team um die 17-jährige Zuspielerin Kira Böhm, die die schwangere Kapitänin Diana Hübner vertrat, kam überhaupt nicht ins Spiel. Ursache war laut Zach neben der vielen eigenen Fehler vor allem, dass die Gäste den Block der sehr spielstarken Roten Raben überhaupt nicht in den Griff bekamen. So wurde Planegg-Krailling dem Favoriten in keinem der jeweils unter 20 Minuten dauernden Durchgänge auch nur ansatzweise gefährlich.

Für den TV blieb nach dem Spiel ein trockenes Fazit: „Wir haben einfach nicht gut gespielt“, sagte Zach. Da zeitgleich Schlusslicht TV Waldgirmes einen Punkt vom SV Lohhof entführte, büßten die Kraillingerinnen ihren hauchdünnen Vorsprung auf den Abstiegsplatz ein. Zwar sind Lehmanns Damen weiterhin Vorletzter, liegen gegenüber Waldgirmes allerdings nur noch vorne, weil sie einen Sieg mehr auf dem Konto haben. Zudem hat Planegg-Krailling ein Spiel weniger absolviert als die Hessinnen. Erfolgserlebnisse in den kommenden Heimspielen gegen Lohhof und Waldgirmes sind dringend vonnöten, um nicht bald die Rote Laterne zu übernehmen.

rmf

Auch interessant

Kommentare