Auch wenn sie zeitweise im Schatten standen: Die Zuschauer freuten sich aufs Rennen.
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Auch wenn sie zeitweise im Schatten standen: Die Zuschauer freuten sich aufs Rennen.
Ski Weltcup Garmisch - Abfahrt
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Traumwetter in Garmisch-Partenkirchen.
Gerd Rubenbauer und Peter Fischer vom OK.
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Gerd Rubenbauer und Peter Fischer vom OK.
Kjetil Jansrud im Interview.
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Kjetil Jansrud nach seinem Lauf im Interview.
Der Slowene Bostjan Kline raste auf Platz sechs.
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Der Slowene Bostjan Kline raste auf Platz sechs.
Ski alpin Weltcup Garmisch - Abfahrt
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Landete im Netz: Broderick Thompson aus Kanada.
Ski Weltcup Garmisch - Abfahrt
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Andreas Sander ...
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...  schaffte es leider nicht ...

Weltcup in Garmisch-Partenkirchen

Reichelt siegt auf entschärfter Kandahar -Sander verpasst Top Ten

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    Manuela Schauer
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Garmisch-Partenkirchen - Nach der Sturz-Abfahrt vom Freitag stand am Samstag das nächste Speed-Rennen auf dem Programm: Bei der zweiten Abfahrt auf der Kandahar wollten auch die deutschen Ski-Asse angreifen - doch es gelang nicht.

Zwei Abfahrten an zwei Tagen - der Ski-Zirkus legt in Garmisch-Partenkirchen gefühlt Doppelschichten ein. Nach dem Ersatzrennen am Freitag für den ausgefallenen Weltcup in Wengen mussten die Cracks um Kjetil Jansrud und Dominik Paris am Samstag gleich noch mal ran - bei strahlendem Sonnenschein und mit entschärftem Sprung.

Am Ende siegte der Österreicher Hannes Reichelt vor dem Italiener Peter Fill und dem Schweizer Beat Feuz. Vor dem Rennen war dem Sieger wegen des Kramer-Sprungs, an dem am Freitag einige Fahrer gescheitert waren, etwas „murmelig“ gewesen, wie er sagte. Doch nach der Besichtigung habe er ein gutes Gefühl gehabt, dass der Sprung durch ordentliche Arbeit entschärft worden sei. Gestern sei der Sprung noch grenzwertig gewesen und „die einzige Passage, die richtig gefährlich war“. Am Samstag beherrschte Hannes Reichelt die Strecke dann regelrecht.

Stürze gab es trotz Entschärfung. Den ersten musste der Franzose David Poisson über sich ergehen lassen. Er verlor während eines Sprungs das Gleichgewicht und landete im Sicherheitsnetz. Doch er rappelte sich auf und erntete dafür Applaus von den Zuschauern. 

Enttäuschung unterdessen beim Freitags-Sieger Travis Ganong: Er konnte seine Leistung nicht noch einmal abrufen und landete am Ende auf Rang zwölf. Das Ziel Top Ten verfehlte auch der Deutsche Andreas Sander, der am Samstag eigentlich voll attackieren wollte. Er landete Platz 15, Josef Ferstl und Thomas Dreßen beendeten die Abfahrt auf Rang 30 und 31. Von den deutschen Fans wurden die deutschen Ski-Asse im Auslauf trotzdem herzlich empfangen. Im Interview bedankte sich Sander sogar für die tolle Unterstützung der Anhänger. Allerdings konnte er sich selbst nicht erklären, warum es bei ihm auf der Kandahar im unteren Teil nicht so richtig laufen wollte. Auch Thomas Dreßen zeigte sich etwas enttäuscht: „Ich hatte mir daheim mehr ausgerechnet“, sagte der Alpin-Profi im Interview. Doch auch er schwärmte von der Atmosphäre: „Familie und Freunde sind da, das ist saugeil.“

Sportler wie Zuschauer hatten vor der Abfahrt gehofft, dass die Abfahrt nicht wie am Tag zuvor von schweren Stürzen überschattet wird. Den Franzosen Valentin Giraud Moine hatte es da am schlimmsten erwischt. Nach ersten Informationen kugelte er sich beide Knie aus und verletzte sich mehrere Bänder. Der US-Amerikaner Steven Nyman hatte sich auf der Strecke schon kurz zuvor „Bänderverletzungen höheren Grades“ zugezogen. Beide Sportler wurden mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert. Etwas mehr Glück hatte der Kanadier Erik Guay, der beim Sprung die Kontrolle verloren hatte, durch die Luft gewirbelt war und nach etwa 50 Metern auf der Piste aufschlug. Er trug nur ein paar blaue Flecken davon.

Nach Sturz-Abfahrt: Sprung auf Kandahar entschärft

Bei der Abfahrt am Samstag sollten schwere Stürze vermieden werden. Deswegen hatten die Organisatoren den schwierigen Kramer-Sprung im Mittelteil entschärft. 

Am Sonntag steht dann übrigens noch der Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen an. Die gute Nachricht: Felix Neureuther scheint nach seiner Knieblessur rechtzeitig fit zu sein und möchte antreten. Das deutsche Ski-Ass setzte am Samstag in einem Posting auf Facebook einen Haken hinter das Wort „Knietest“ und schrieb dazu: „Ich bin bereit für mein Heimrennen morgen!“ Der Riesenslalom auf der Kandahar-Piste am Sonntag (1. Durchgang: 10.15 Uhr/2. Durchgang: 13.15 Uhr) ist der letzte vor der WM in St. Moritz im Februar. 

mes/mas

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